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EU-Aufsichtsbehörde lässt Binäre Optionen unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu

Redaktion

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Das „Schreckgespenst“ namens „Binäre Optionen“ war eigentlich schon verschwunden. Die EU-Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA hatte Binäre Optionen vor Kurzem komplett verboten. Diese Entscheidung galt für drei Monate. Anfang Oktober endet diese Frist, und man wollte bis dahin prüfen, ob man das Verbot danach wieder verlängert. Heute nun wurde eine Entscheidung gefällt. By the way… zu den Einschränkungen für den CFD-Handel, die auch „erst einmal“ bis Oktober gelten, wurde heute nichts vermeldet.

Das Verbot für Binäre Optionen wird mit heutiger Entscheidung grundsätzlich um drei Monate von Oktober bis Anfang Januar 2019 verlängert. Die ESMA schafft aber Ausnahmen. So ist man zur der Meinung gelangt, dass Binäre Optionen mit einer Laufzeit von mindestens 90 Tagen für Privatanleger offenbar nicht so große Verlustrisiken mit sich bringen wie die ehemals extrem kurzen Laufzeiten von wenigen Minuten, Stunden oder Tagen.

Daher werden diese Wetten mit einer Laufzeit von mindestens 90 Tagen wieder erlaubt sein ab Anfang Oktober. Diese Erlaubnis gilt aber nur, wenn diese Optionen mit der Veröffentlichung eines Informationsprospekts verknüpft sind, und wenn der Anbieter die eingegangenen Positionen absichert (Hedging). Laut ESMA bewirke der „kumulative“ Effekt dieser drei Grundvoraussetzungen“, dass das Endprodukt für die Aufseher keine außergewöhnlich große Gefahr für Anleger-Risiken mehr darstelle (sinngemäß übersetzt).

Puuuuh, da dürfte man sich fragen, ob Anbieter von Binären Optionen es überhaupt lohnend finden werden unter solchen Voraussetzungen dem Anleger in Europa neue Produkte anzubieten. Und da ist noch eine weitere Ausnahme. Erlaubt sind Binäre Optionen ab Oktober auch wieder, wenn eine für das Ende der Wett-Laufzeit festgelegte Auszahlungssumme nicht kleiner ist als die ursprüngliche Einzahlungssume des Kunden auf den Broker-Konto. Nochmal puuuuh… sollen Anbieter unter solchen Voraussetzungen wieder anfangen in der EU Binäre Optionen anzubieten?

Generell ist es schon verwunderlich, dass die ESMA solche 3 Monats-Fristen nutzt für ihre Verbote sowie die Verlängerung der Verbote. Die Produkte (in diesem Fall Binäre Optionen) sind doch vom Markt genommen worden. Was will man dann also neu prüfen oder im Nachhinein prüfen bei einem Produkt, das nicht mehr existiert? Jetzt diese erneute Zulassung unter extremen Bedingungen, das erscheint doch recht merkwürdig. Vielleicht eine Art Alibi-Entgegenkommen an die Finanzbranche? Wo die Binarys doch wirklich niemand braucht…

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Aktuell: CureVac-Aktie mit 190 Prozent Plus am ersten Handelstag!

Claudio Kummerfeld

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CureVac forscht im Kampf gegen das Coronavirus

Das Unternehmen CureVac aus dem beschaulichen Tübingen hat heute für 213 Millionen Dollar Aktien verkauft, und legt heute auch seinen Börsengang an der Nasdaq in New York hin. Das Unternehmen forscht mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Vor wenigen Minuten gab es den ersten Börsenkurs. Nach dem IPO-Preis von 16 Dollar liegt der Aktienkurs jetzt schon mit 190 Prozent im Plus. Starke Schwankungen um die 46 Dollar sieht man derzeit. Der Höchstkurs lag vorhin schon bei 48,88 Dollar, der Erstkurs bei 44 Dollar. Was für ein Hype!

Frage: Wollen Sie liebe Anleger auf den Erfolg spekulieren, und hier einsteigen? Wer wirklich ein erfolgreiches Corona-Medikament auf den Markt bringt? Wer weiß das schon zum jetzigen Zeitpunkt? Ist es CureVac, könnte die Aktie natürlich durch die Decke gehen. Es ist eine reine Spekulation. Von den 213 Millionen Dollar IPO-Erlös bei Curevac gehen 150 Millionen Dollar in die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut werden.

SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Haupteigner und soll es auch bleiben. Nach der Börsengang soll sein Unternehmen Dievini knapp 50 Prozent der Anteile halten. Die deutsche Staatsbank KfW hält knapp 17 Prozent, der Pharmakonzern GlaxoSmithKline knapp acht Prozent. Wird die Aktie der Renner an der Börse? Heute am ersten Tag ist sie es jedenfalls!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – negative Nachrichten

Redaktion

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Markus Koch meldet sich LIVE im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Heute gibt es verschiedene negative Nachrichten, welche die Stimmung zum Handelsauftakt eintrüben.

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Antizyklische Idee: Jetzt einen Touristiker kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

juckt Ihnen da schon der Orderfinger? In den vergangenen 12 Monaten rauschte die Tui-Aktie über 50 % in den Keller. Kaum besser das Bild der Lufthansa, deren Aktie in diesem Zeitraum 37 % verlor. Zum Vergleich: Der DAX gewann auf Jahressicht bis dato rund 10 % hinzu.

Sind diese Corona-Opfer jetzt möglicherweise einen Kauf? Nun, die aktuellen Zahlen der Tui sehen nicht nur auf den ersten Blick grausam aus. So schrumpfte der Umsatz im sog. Corona-Quartal um 98,5 % auf kleine 72 Millionen Euro. Gleichzeitig häufte der Touristiker aus Hannover einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro an. Klingt überschaubar, oder? Naja, das ist ungefähr so viel, wie wenn Apple in einem Quartal 500 Milliarden US-Dollar verlieren würde. Der Verlust der Tui entspricht also über der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie.

Bei solchen Relationen werden üblicherweise Insolvenzverwalter hellhörig und geben ihre Visitenkarten beim zuständigen Amtsgericht ab. Im Falle der Tui werden die Insolvenzverwalter allerdings voraussichtlich untätig bleiben, da Vater Staat – ähnlich wie der Lufthansa – rettend einspringen wird.

So stellt die staatliche KfW-Bank rund 3 Milliarden Euro in Form verbilligter Kredite für Tui zur Verfügung. Gleichzeitig schießt der Bund über eine Wandelanleihe 150 Millionen Euro in das Touristik-Unternehmen ein.

Also doch ein antizyklischer Kauf, die Tui-Aktie? Schauen wir uns die Situation bei der kurz zuvor geretteten Deutschen Lufthansa einmal im Detail an. Die Kranich-Linie wurde in einer konzertierten Aktion aus Wien (Austrian Air), Bern (Swiss und Edelweiss), Berlin (Lufthansa selbst) und Brüssel (Brussels Air) gerettet. Eine große europäische Anstrengung, die das Unternehmen und viele Arbeitsplätze retten wird.

Freilich kommt der Staat als Retter nie kostenlos. Beispiel Bern: Dort organisierte und garantiert die Regierung ein vergünstigtes Bankendarlehen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss. Der Preis für die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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