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EU-Behörde plant Komplettverbot für Binäre Optionen sowie wichtige Einschränkung im Forex-Handel

Welcher vernünftige Mensch braucht schon Binäre Optionen? Profis mögen sich diese Frage stellen! Die EU-Aufsichtsbehörde „ESMA“ (European Securities and Markets Authority) hat konkrete Hinweise veröffentlicht, über welche regulatorischen…

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FMW-Redaktion

Welcher vernünftige Mensch braucht schon Binäre Optionen? Profis mögen sich diese Frage stellen! Die EU-Aufsichtsbehörde „ESMA“ (European Securities and Markets Authority) hat konkrete Hinweise veröffentlicht, über welche regulatorischen Schritte sie derzeit nachdenkt. Man weist auch ausdrücklich darauf hin, dass man aufgrund der EU-Regularie „Article 40 MiFIR“ das Recht habe Finanzprodukte einzuschränken oder zu verbieten. Und so ist auch der zweitwichtigste Hinweis die de facto Vorankündigung eines Totalverbots. Man denke derzeit darüber nach Binäre Optionen in der EU komplett zu verbieten. In Behörden-Englisch hört sich das so an:

„prohibit the marketing, distribution or sale to retail clients of binary options.“

Binäre Optionen sind bereits in einigen Ländern verboten, und grundlegend kann man eh daran zweifeln, ob diese Produkte überhaupt irgendeinen Sinn ergeben. Einige Anbieter waren bereits umgeschwenkt, und hatten Binäre Optionen aufgegeben – man war dann gewechselt auf das Anbieten von CFDs. Mit halbwegs ernsthaften Wetten auf Finanzinstrumente (Basispreise) haben die Binarys eh kaum etwas zu tun. Man wettet auf das Erreichen eines bestimmen Kursziels in ein paar Minuten oder Stunden. Während der Laufzeit kann man nicht wieder aus der Wette aussteigen. Liegt man falsch, ist das Geld weg. Eher eine Art Roulettespiel, mit schlechteren Chancen als wenn man auf Rot oder Schwarz setzt, spotten manche Finanzexperten.

Forex-Handel

Aber viel wichtiger ist folgende Verlautbarung der ESMA im selben Informationstext. Man überlege ebenfalls den Handel von CFDs und Forex bei Privatkunden einzuschränken. So denke man darüber nach den Hebel auf maximal 30 festzulegen, was aber je nach Bezugsmarkt (Hauptwährung, exotische Währung, Aktie oder Aktienindex) variieren könne. Ohhh ha, da werden Trader vor allem in Sachen Forex-Handel zusammenzucken. Ein Hebel von nur noch 30, das wird viele Spekulationen sehr viel weniger rentabel machen, oder besser gesagt die verführerische Aussicht auf Gewinne schmälern.

Der Forex-Handel ist nur deswegen ein Markt mit möglichen hohen Gewinnen, weil mit hohen Hebelwirkungen gearbeitet wird. Bei einem Hebel von 100 muss man beispielsweise nur 1% des im Markt gehandelten Volumens als Kontoeinlage bereitstellen. Dadurch hat man in Relation zur Kontoeinlage extrem hohe Gewinne, aber auch Verluste. Und darum geht es natürlich. Die ESMA will den angeblich unmündigen Privattrader vor sich selbst schützen.

Abgesehen davon möchte man auch vereinheitliche Risikohinweise etabliseren. Ebenso will man die oft schon abgeschaffte Praxis einschränken, dass Neukunden mit Bonus-Systemen zu mehr Handel animiert werden, und die Kunden vor negativen Kontosalden schützen. Diese letzte Neuerung ist schon seit August zum Beispiel in Deutschland durch die BaFin umgesetzt worden. Im Januar will sich die ESMA Meinungen zu dem Thema einholen. Wenn sie danach Beschlüsse faßt, würde es wohl für die Broker eine dreimonatige Frist zur Umsetzung der Änderungen geben.


Active Trading. Photo: Andyhill8/Wikipedia / Public Domain

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Lindner

    20. Dezember 2017 05:22 at 05:22

    Ich wäre schon damit einverstanden die Zockerei bei Hebeln von über 100:1 bis 1000:1 zu verbieten. Ich selbst trade mit 100:1 Hebel und finde das Risiko überschaubar wenn auch hohe Disziplin erforderlich ist.

  2. Avatar

    Simeoli

    24. Dezember 2017 00:22 at 00:22

    Guten Tag
    Es ist unverschämt das die Esma den Handel mit binären Optionen abschaffen wollen.Als Vorwand wird hier Verbraucherschutz angepriesen, Das ist lächerlich.Das ist Freiheitsberaubung.All die Leute die sich beschweren haben nur das Konzept von BOs nicht verstanden.Natürlich muss man sich in der Brange auskennen,dazu braucht man jahrelange Erfahrung.Es kann nunmal nicht jeder Reich werden.Regulierung ist ja gut und sinnvoll, aber verbot ist Schwachsinn.Hier geht es nur um Steuern.Der einfache Bürger muss ja weiter durchleuchtet werden.Ich glaube ich werde gegen BaFin und Esma klagen.Wo bleibt der Schutz bei Onlinecasino ,Pokern,Lotto,wetten,usw.ne,ne,ne.Was ein Blödsinn.Ne,da werde ich was gegen unternehmen,auf jeden Fall.
    Gruss Pasquale

  3. Avatar

    sdsf

    23. Mai 2018 00:19 at 00:19

    Was soll dieses Diktatur? Leben wir in Nord Kore. Ist das noch ein freies Land. Oder mein Ihr, dass ich zu dumm bin, um zu begreifen, dass mein Kapital gefährdet ist und verloren gehen kann. Ich lasse mich nicht als idiot beziehen und beleidigen. Ein deutlicher Hinweis, meine Einverständnis und es reich. Wenn ich zocken will, dann soll es mir erlaubt werden. Man kann Spielautomaten spiel, Poker, Casino usw. und Binary Optionen sollen verboten werden, oder größere Hebel. Wir Europäer haben so lange für unsere Freiheit gekämpft, so viel dafür bezahlt, und jetzt gehet wieder los. Unglaublich. Ich bin erwachsen und sobald ich jemand nicht schade möchte ich über mich selbst entscheiden! Dafür habe ich Recht und werde es sogar bis höchste EU Gerichts Instanz ziehen. Und ihr soll sich schämen.

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Korrektur voraus: Nehmen Sie kurzfristig den Fuß vom Gas! – Werbung

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Lieber Börsianer,

es liegt eine Korrektur in der Luft. Die konjunkturelle Entwicklung lässt allgemein nach. Zwar sind die wichtigen Aktienmärkte historisch betrachtet immer noch nicht übermäßig teuer. Gleichwohl sehe ich allerdings in vielen Marktnischen teils erhebliche Überbewertungen. Vor allem anerkannte Qualitätsaktien aus den Standard-Indizes wie etwa McDonald´s, Apple oder etwa Nestlé werden mittlerweile quasi pauschal und zu jeder Bewertung gekauft. Hier wirken automatische Kaufprogramme (Sparpläne) und die zunehmende Verbreitung der ETFs ungünstig. Viele Investoren differenzieren nicht mehr, sondern kaufen fast wahllos. Im Segment der Wachstums- und Techaktien erleben wir daneben gegenwärtig einen kleinen Kaufexzess. Titel wie Tesla oder Ballard Power verdoppelten sich zuletzt binnen weniger Monate. Hier überschätzen viele Anleger die kurzfristige Nachfrage nach den neuen Antrieben der Mobilität.

Im Hintergrund wühlt auch immer noch das Coronavirus. So wurden zuletzt erstmals auch Todesfälle aus Europa (Italien) gemeldet. Inzwischen wurden in Norditalien 130 Menschen positiv auf den Virus getestet. Vor diesem Hintergrund wurden nun auch die alljährlichen Karnevalsfeierlichkeiten in Venedig deutlich eingeschränkt bzw. verkürzt. Für sich allein genommen wäre die Pandemie wahrscheinlich ziemlich unbedenklich. Das Virus kann allerdings genau die Zutat sein, die uns am Ende den Börsen-Cocktail erst einmal richtig sauer macht. Mit diesem Beitrag möchte ich sowohl die Leser des RENDITE TELEGRAMM wie auch der Premium-Chancen auf ein etwas vorsichtigeres Vorgehen am Aktienmarkt einstimmen. In den nächsten Wochen werden wir nur noch…..

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