Es ist eine vorhersehbare Entwicklung: Donald Trump eskaliert seinen Handelskrieg. Dass die EU darauf irgendwann antworten würde, war klar. Jetzt scheint es konkret zu soweit zu sein. Und was das bedeutet? Trump dürfte noch „wütender“ werden, wie man es sich nur erlauben kann, auf seine Zölle mit Gegenzöllen zu reagieren. Damit droht eine weitere Eskalation im Handelskrieg.
EU lässt Gegenzölle nach Trump-Zöllen durchblicken
Die Europäische Union kündigt aktuell an, dass sie eine breite Palette von Optionen nutzen werde, um Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA zu ergreifen, falls Präsident Donald Trump seine Drohung wahrmacht, dem Block diese Woche sogenannte reziproke Zölle aufzuerlegen. Bloomberg berichtet aktuell: „Wir wollen nicht unbedingt Vergeltung üben“, sagte die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen aktuell. “Falls nötig, haben wir einen starken Plan für Vergeltungsmaßnahmen und werden ihn umsetzen.“
Die USA beabsichtigen, bereits am Mittwoch umfassende Zölle für globale Partner einzuführen. Trump sagte, dass die Maßnahmen sowohl Zölle als auch nichttarifäre Handelshemmnisse beseitigen werden, die seiner Meinung nach unfair sind, wie z. B. inländische Vorschriften und die Art und Weise, wie Länder Steuern erheben, einschließlich der Mehrwertsteuer der EU. Die EU sagt, dass ihre Mehrwertsteuer eine faire, nicht diskriminierende Steuer ist, die gleichermaßen für inländische und importierte Waren gilt.
Frankreich und andere Länder haben Handelsbeauftragte aufgefordert, den Einsatz des bloc’s anti-coercion-Instruments in Betracht zu ziehen – ein Instrument, das dazu dient, gegen Nationen vorzugehen, die Handels- und Wirtschaftsmaßnahmen mit Zwang durchsetzen. Ein solcher Schritt könnte zu Einschränkungen des Handels und der Dienstleistungen sowie bestimmter Rechte an geistigem Eigentum, ausländischer Direktinvestitionen und des Zugangs zu öffentlichen Aufträgen führen, wie Bloomberg bereits berichtete.
Von der Leyen sagte, dass das Ziel eine „verhandelte Lösung“ sei, sobald die sogenannten reziproken Zölle angekündigt werden. Diese sollen parallel zu zusätzlichen Zöllen in Höhe von 25 % auf alle in die USA importierten Autos und Zöllen in Höhe von 25 % auf Stahl- und Aluminiumimporte von globalen Partnern in Kraft treten. Die EU bereitet Gegenmaßnahmen für US-Waren im Wert von bis zu 26 Milliarden Euro vor.
Von der Leyen erwähnte, dass Europas Stärke nicht nur im Handel, sondern auch in der Technologie liege, und wies auf die Bedeutung der europäischen Wirtschaft für große US-Technologieunternehmen hin, die die EU im Rahmen der Vergeltungsmaßnahmen ins Visier nehmen könnte. Die Kommission könnte verschiedene rechtliche Instrumente nutzen, um den Zugang zu Regierungsaufträgen oder digitalen Werbeverkäufen in einem Markt mit einem Wert von rund 100 Milliarden Euro einzuschränken.
„Europa hat viele Trümpfe in der Hand“, sagte von der Leyen. “Vom Handel über die Technologie bis hin zur Größe unseres Marktes. Aber diese Stärke beruht auch auf unserer Bereitschaft, entschlossene Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Alle Instrumente liegen auf dem Tisch.“
Europe did not start the tariff confrontation.
Tariffs are taxes, paid by the people.
But Europe has everything to protect our people and our prosperity.
We will always promote & defend our interests and values.
And we will always stand up for Europe. https://t.co/l4xeJOAScz
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) April 1, 2025
Kommentar
FMW: Trump wird Mittwoch und Donnerstag Zölle einführen. Von daher darf man jetzt annehmen, dass die EU-Kommission kurz danach Gegenzölle verkünden wird. Das könnte ein „heißer Tanz“ werden.
FMW/Bloomberg
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Welche Erfolge hat vdL aufzuweisen? Kaputte Bundeswehr, grünen Blödsinn, Überregulierungen, nicht ausgeräumter Korruptionsverdacht. Das mit den Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA kann nur in einer Katastrophe enden.