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Europa

EU-Industrieproduktion bricht weiter ein

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Die EU-Industrieproduktion (Juni) ist mit -1,6% zum Vormonat schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -1,4%; Vormonat war +0,9%, nun auf +0,8% nach unten revidiert). Zum Vorjahresmonat fiel die EU-Indutrieproduktion mit -2,6% deutlich stärker als erwartet (Prognose war -1,4%; Vormonat war +0,8%).

Das BIP (2.Quartal) liegt bei +0,2%, zum Vorjahresquartal bei +1,1% (alles wie erwartet)

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Europa

Großhandelspreise dritten Monat in der Deflation – schwächster Wert seit drei Jahren

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Die deutschen Großhandelspreise für den Monat September wurden vor wenigen Minuten veröffentlicht. Im Jahresvergleich sind sie um 1,9% rückläufig. Damit verstärkt sich die Deflation bei den Großhandelspreisen immer weiter – inzwischen den dritten Monat in Folge nach -1,1% und -0,1%. Vor einem Jahr lag die Veränderung noch bei 3,5% im Plus! Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr gab es letztmalig im Juni 2016. Somit üben die Frühindikatoren noch mehr Abwärtsdruck auf die letztendlichen Verbraucherpreise aus. Hier die Gründe im Detail:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im September 2019 die um 11,0 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralöl¬erzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-12,8 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-9,4 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-6,6 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+13,8 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+5,2 %) auf Großhandelsebene höher als im September 2018.

Großhandelspreise September

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Verbraucherpreise im September: Öl wirkt kräftig deflationär

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Erst mal vorab. Die Steigerung der Verbraucherpreise für den Monat September in Deutschland mit 1,2%, welche schon Anfang des Monats als Vorabmeldung veröffentlicht wurden, sind jetzt in den endgültigen Detailzahlen in dieser Höhe bestätigt worden (im August noch 1,4%). Auf EU-Statistikebene für EZB-Zwecke liegen die Verbraucherpreise übrigens nur bei +0,9%. Sehr schwach! Die Grafik zeigt es sehr gut. Die Verbraucherpreise für Verkehr (also vor allem Öl) sind sogar mit -0,2% ins Deflationäre gerutscht. Nur die Verbraucherpreise für Energieprodukte sind sogar um 1,1% rückläufig (im August noch +0,6%). Hier einige sehr wichtige Detailaussagen zu dem Thema vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Im September 2019 verteuerten sich binnen Jahresfrist vor allem Fernwärme und Erdgas (jeweils: +4,7 %) sowie Strom (+3,9 %). Hingegen gingen die Preise sowohl für leichtes Heizöl (-10,5 %) als auch für Kraftstoffe (-6,7 %) deutlich zurück. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im September 2019 bei +1,4 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte sogar bei +1,6 %.

Das zeigt (so meinen wir) einmal mehr, dass eben nicht die Geldpolitik der EZB, sondern die Preise für Energieprodukte die Inflation maßgeblich runter oder rauf bringen! Nahrungsmittel können den Schnitt übrigens leicht stützen. Hier legen die Verbraucherpreise nämlich um 1,3% zu. Aber auch hier geht es deutlich bergab nach +2,7% im August. Die Gesamttendenz für die Entwicklung der Verbraucherpreise scheint also weiter negativ zu sein. Und wenn man sieht, wie stark der Ölpreis am Terminmarkt in den letzten Wochen gefallen ist, bedeutet das nichts Gutes für diejenigen, die sich eine höhere Inflation a la EZB herbeisehnen (Ziel 2% oder nahe 2%).

Verbraucherpreise September Details

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

Die Preise für Waren insgesamt lagen im September 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahresmonat. Neben der eher moderaten Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln (+1,3 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,1 %), Tabakwaren (+4,3 %) sowie neue Personenkraftwagen (+2,4 %). Günstiger wurden neben den Mineralölprodukten (-7,4 %) insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-8,9 %) und Telefone (-5,8 %).

Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im September 2019 binnen Jahresfrist mit +1,8 % deutlich stärker. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Stärker verteuerten sich zum Beispiel die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,0 %), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+4,9 %), Flugtickets (+4,3 %), Friseurleistungen und andere Leistungen für Körperpflege (+3,2 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,8 %). Einige Dienstleistungen wurden auch günstiger, unter anderem Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-4,3 %).

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Industrieproduktion – Lichtblick oder Strohfeuer in Deutschland?

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Nach vier Monaten Rückgang in Folge, jetzt ein kleines Lebenszeichen – gemeint ist die Industrieproduktion in Deutschland, die sich doch so sehr in der Schrumpfung befindet, wie der Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe mit seinen unterirdischen 41,7 Punkten für den letzten Monat so richtig verdeutlicht hat. Jetzt ein Anstieg im August um 0,3 Prozent. Ein Strohfeuer?

 

Industrieproduktion und der Kampf um die technische Rezession

Dieses Szenario, also das Schrumpfen der Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen war eigentlich schon ausgemachte Sache. Doch die jüngsten Daten zur Industrieproduktion setzten dahinter ein kleines Fragezeichen. Es gab nicht nur den kleinen Anstieg im August, auch die Julidaten wurden von minus 0,6 auf minus 0,4 Prozent korrigiert, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Damit sehen die Optimisten bereits die Möglichkeit, dass das dritte Quartal doch noch mit einer schwarzen Null enden könnte. Im zweiten Quartal des Jahres wurde eine Schrumpfung um 0,1 Prozent festgestellt.

Eine Stütze erfährt die deutsche Wirtschaft weiterhin durch den robusten Arbeitsmarkt, bei dem im September eine Herbstbelebung festgestellt wurde. Die Bundesagentur für Arbeit meldete am 30. September einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent auf 4,9 Prozent auf insgesamt 2,234 Millionen Arbeitslose.

Beim letzten Ifo-Index sah man zwar eine Erholung von 94,3 auf 94,6 Punkte, aber gleichzeitig wurden die Erwartungen abgesenkt. Der ZEW-Korrekturindex stieg im September von -44,1 auf -22,5 Punkte, allerdings ebenso mit einer negativen Erwartungskomponente.

Bei der Betrachtung der Daten ist zudem zu berücksichtigen, dass es sich bei diesem Zeitraum um die Urlaubszeit handelt, in der es des Öfteren abweichende Zahlen gab.

 

Fazit

Aus den prognostischen Daten ist unschwer festzustellen, dass die deutsche Wirtschaft davon ausgeht, dass es mit Donald Trump in nächster Zeit keine Verbesserung durch die Folgen des Handelsstreits für die Weltwirtschaft geben wird. Aber genau darin liegt ein gewisses Überraschungspotenzial. 58 Prozent der weltweiten Notenbanken haben im dritten Quartal die Zinsen wegen des schwächeren Wachstums gesenkt. Ein Effekt, der sich erst in circa einem halben Jahr auswirken wird.

Was mich absolut verwundert ist, dass die meisten Wirtschaftsinstitute, wie auch viele Wirtschaftslenker, in einem halben Jahr von einer kleinen Belebung ausgehen und nicht von einem Sturz in eine große Rezession – nicht einmal die pessimistischen. Deshalb auch noch die hohen Aktienkurse. In den USA tritt in einem Wahljahr normalerweise keine Rezession auf, zumindest nicht in den letzten Jahrzehnten.

Damit wird der alles entscheidende Faktor deutlich. Wenn es zu keinem Ende oder zumindest zu einem Waffenstillstand im Handelsstreit kommt und weitere Eskalationen in Form von Zöllen eintreten, wird jede wissenschaftlich ausgefeilte Berechnung zur Makulatur. Dafür sorgt schon allein die Psychologie. Man kann eine Rezession in einer solchen Phase auch herbeischreiben – durch die Presse, wie ein Analyst gestern feststellte. Man muss nur genügend Meldungen produzieren, die Angst machen und der Verbraucher wird mit seinem Verhalten für das Eintreten sorgen.

Dazu passt auch die Warnung der neuen Chefin des Internationalen Währungsfonds, der Bulgarin Kristalina Georgiewa: „Jeder wird verlieren“, sagte sie bei ihrer ersten Rede als neue Chefin der Organisation in Washington. Allein der Streit zwischen Amerika und China werde die globale Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um bis zu 700 Milliarden Dollar sinken lassen – das sei ungefähr so, als lösche man die Wirtschaft der Schweiz aus.

 

Die Industrieproduktion in Deutschland ist auf Talfahrt

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