Die EU treibt den endgültigen Bruch mit Russland im Energiebereich voran: Mit neuen Beschlüssen zum Ausstieg aus russischem Gas zieht Europa die Schrauben weiter an und stellt seine Energieversorgung auf eine neue Grundlage. Während Friedensspekulationen die Märkte verunsichern, setzt die Union auf klare Kante – und auf dauerhafte Unabhängigkeit.
EU dreht Russland den Gashahn zu
Die Europäische Union hat eine Vereinbarung geschlossen, um den Ausstieg aus russischem Gas schneller umzusetzen als ursprünglich vorgesehen. Damit sollen die letzten Energieverbindungen zum einst wichtigsten Lieferanten der Union endgültig gekappt werden.
Seit dem Einmarsch in die Ukraine verfolgen Händler und Energieunternehmen genau, wie die EU ihre Bezüge von Russland auf Alternativen etwa aus den USA und dem Nahen Osten verlagert. Zwar halbierten sich Europas Käufe nach Beginn des Kriegs 2022, doch russisches Gas deckte weiterhin rund ein Fünftel der Importe.
Unterhändler der Mitgliedstaaten, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission verständigten sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs darauf, die verbliebenen Lieferungen schrittweise zu stoppen. Die Einfuhr von verflüssigtem Erdgas aus Moskau soll demnach bis Ende 2026 auslaufen — ein Jahr früher als von der Kommission vorgeschlagen und im Einklang mit dem bereits beschlossenen Verbot von Seetransporten im jüngsten EU-Sanktionspaket.
Die Gasimporte über Pipelines im Rahmen langfristiger Verträge müssen bis zum 30. September 2027 eingestellt werden, mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis zum 1. November 2027, abhängig von der Erfüllung der von der EU festgelegten Gasspeicherziele. Ursprünglich hatte die Kommission ein Auslaufen dieser Verträge erst zum Jahresende 2027 vorgesehen.
“Endlich und endgültig drehen wir den Hahn für russisches Gas zu”, sagte EU-Energiekommissar Dan Jørgensen auf X. “Europa hat sich für Energiesicherheit und Unabhängigkeit entschieden. Wir werden niemals zu volatilen Lieferungen und Marktmanipulationen zurückkehren.”
Kein Zurück bei Russlands Energien
Die EU hatte die Maßnahme im Juni vorgeschlagen, um Risiken für die Energiesicherheit nach der Invasion und den darauffolgenden Beschränkungen der Gaslieferungen an die EU durch Moskau zu begegnen.
Während die USA weiter versuchen, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln, hat Spekulation über eine mögliche Einigung – und damit verbundene mögliche Lockerungen von Energiesanktionen – dazu beigetragen, dass europäische Gas-Futures ihre längste Abwärtsbewegung seit fast vier Jahren verzeichneten.
Dennoch hält die EU an ihrem Programm RePowerEU fest, das die Abhängigkeit von Moskau dauerhaft beenden soll.
“Dies ist ein großer Gewinn für uns und für ganz Europa”, sagte Lars Aagaard, Energieminister von Dänemark, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat und die Mitgliedstaaten in den Verhandlungen vertreten hat. “Wir müssen die Abhängigkeit der EU von russischem Gas beenden, und ein dauerhaftes Verbot in der EU ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.”
Die EU bezieht rund 15% ihrer LNG-Lieferungen aus Moskau, womit Russland nach den USA der zweitgrößte Lieferant dieses Brennstoffs nach Europa ist. Die monatlichen Kosten für diese Importe liegen zwischen 500 und 700 Millionen Euro.
FMW/Bloomberg
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Wer liefert eigentlich realistisch den Ersatz für das wegfallende russische Gas? Bekommen wir Indisches Gas, wie Indischen Diesel?
Die Wärmepumpen‑Wende ist ins Stocken geraten, weil die Investitionskosten für den normalen Häuslebauer extrem hoch sind – selbst mit Förderung. Gleichzeitig geht der Ausbau von Solar und Wind längst nicht so schnell voran, wie er müsste.
Das kann man so oder so sehen. Fakten und Branchenfachleute sprechen eine andere Sprache.
Zur Wärmepumpe:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Das-Heizungsgesetz-hat-die-Waermepumpe-zum-meistverkauften-Heizsystem-gemacht-id30075457.html
Zum Ausbau von EE:
https://www.energy-charts.info/charts/installed_power/chart.htm?l=de&c=DE&year=-1&legendItems=3x01bm
Das russische Gas fällt nicht weg. Das ganze Zeug was aus dem Boden geholt wird, wird gebraucht. Jemand anders kauft sich das Russengas und verkauft es direkt oder über X Stationen dieses oder anderes Gas weiter.
Im Sinne der Sanktionen kann nur erreicht werden, dass die Russen etwas weniger Gewinn machen. Spätestens an dem Punkt, an dem die Russen nichts mehr verdienen, würden sie die Förderung einstellen und das Gas würde fehlen.
Da die Russen sehr günstig produzieren und der größte Teil der Welt mit ihnen paktiert und allenfalls auf Sekundärsanktionen durch die USA schielt, ist es auch ausgeschlossen, das russische Gas langfristig durch andere Quellen vollständig zu ersetzen.
@Felix
wie kommt es denn, dass Russland immer weniger Öl, Gas und Kohle verkauft zu immer schlechteren Preisen? Selbst China kauft weniger. U.a. dank der Energie- und Mobilitätswende.
@ Gasverkäufer
Sie bewerten die vorliegenden Informationen mit einem Bias. Natürlich verkaufen die Russen kurzfristig auch mal etwas weniger, wenn sie ihre Verkaufswegeumstellen müssen. Natürlich ändern vernünftige Einkäufer ihre Bezugsquellen laufend in gewissem Umfang. Australien hat zeitweilig auch weniger verkaufen können. Andere freuen sich dann über größere Verkäufe. Das ganze hält sich aber doch in einem sehr engen Rahmen. Der bisher größte Einspareffekt kommt global von Deutschland. Aber nichtdurch Energiewende, sondern durch Deindustrialisierung. Das ist zeitlich befristet.
Sobald z.B. BASF seine neue Anlage in China einsatzfähig hat, werden sie wieder mehr verbrauchen und sehr wahrscheinlich mehr als zuvor.
Mit etwas Glück und Geschick kann BASF dann in China wieder uigurische Zwangsarbeiter ausbeuten, Giftgas und Sprengstoffe produzieren und privat finanzierte Konzentrationslager errichten.
Bleibt nur zu hoffen, dass das nagelneue Vorzeigewerk nicht mit internationalen Sanktionen belegt wird, sobald China völkerrechtswidrig den demokratischen Nachbarn Taiwan überfällt.
@ Fastner
Auch polemische Einwürfe können ein Thema voranbringen, aber wenn die Moral ins Spiel kommt, wird es meist unproduktiv.
BASF: Wenn das Werk steht, kann es auch bei Sanktionen den größten Teil der Welt beliefern. Die BRICS und ihre Verbündeten. In der EU ist für die BASF nichts mehr zu machen. Wir haben beschlossen, dass wir deren Produkte zukünftig nicht mehr benötigen.
Es besteht also aus rein moralischer Perspektive aller Grund zur Freude: bald sind wir diese böse Firma los. Das Geld für die 65.000 Arbeitnehmer sowie die Rentner zahlen wir aus neuen Sondervermögen und alle sind glücklich.
@Felix
„Wenn die Moral ins Spiel kommt, wird es meist unproduktiv.“ Solange die Moral außen vorgelassen wird, wird es meist maximal produktiv für Unternehmen und äußerst unproduktiv für 100000e oder Millionen von Kollateralschäden.
Dass Ethik und Moral gerade für Sie fundamentale Störfaktoren sind, verwundert mich inzwischen nicht mehr im Geringsten. Dahingehend haben Sie sich nahtlos ins ziel- und effektorientierte Menschenbild der beiden größten BRICS-Mitglieder integriert.
@ Fastner
Unfug. Moral ist aber vielleicht zu schwammig. Nennen wir es Verantwortung. Sie verfolgen offensichtlich die heute übliche Gesinnungsethik. Das nenne ich Moral – wie bei den Kirchen im Mittelalter streng nach Vorgabe. Ich plädiere für Verantwortungsethik.
Das ist was ganz anderes. Verantwortungsethisch ist es falsch, „bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen“. Es ist richtig, das BESTMÖGLICHE Ergebnis für die Ukraine zu erreichen. Und dabei zählen die verschonten Menschenleben an erster Stelle.
@Felix
Sie verwenden hier zwei soziologische Kategorien von Max Weber und biegen diese in einseitig pervertierter Form für Ihre eigene Gesinnung zurecht. Dass ausgerechnet Sie mir eine ‚heute übliche Gesinnungsethik‘ vorwerfen, mein Ethos mit den Machenschaften der katholischen Kirche im Mittelalter in Verbindung bringen und sich gleichzeitig selbst als hoch verantwortungsvollen Menschen gerieren, ist mehr als zynisch. Schließlich sind Sie es, der hier regelmäßig mit libertären und sozialdarwinistischen Ansichten aufwartet und rein wirtschaftliche Aspekte über jede Art von Ethik stellt.
Ich weiß außerdem nicht, wie Sie plötzlich von russischem Gas und BASF auf den Ukrainekrieg kommen. Doch erfahrungsgemäß operieren Sie als ehemaliger Offizier gerne mit Verschleierungstaktiken und Nebelkerzen, sobald die Lage brenzlig wird.
Nach Max Weber – dem Schöpfer dieser beiden Begriffe – bedeutet Verantwortungsethik, dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat, während Gesinnungsethik unter Umständen, jedoch nicht zwingend, sittlich bedenkliche oder mindestens gefährliche Mittel und die Möglichkeit oder auch die Wahrscheinlichkeit übler Nebenerfolge mit in den Kauf nimmt.
Wie in seinem gesamten Werk kategorisiert Max Weber hierbei zwei idealtypische Formen, die natürlich empirisch in dieser Reinform nicht existieren. Also stellt er klar: „Nicht dass Gesinnungsethik mit Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsethik mit Gesinnungslosigkeit identisch wäre. Davon ist natürlich keine Rede.“
(Max Weber: Politik als Beruf)
Wenn Sie schon auf den Ukrainekrieg ausweichen, müssen Sie auch folgende Fragen in Erwägung ziehen:
Wie steht es mit der Verantwortungsethik auf russischer Seite?
Liegt es nicht einzig in der Verantwortung der Ukraine, wie in dem Krieg auf ihrem Staatsgebiet weiter verfahren werden soll?
Unter der Maxime, dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat: Ist es verantwortungsethisch tragbar, Krieg und Gewalt zu belohnen, somit als legitimes Mittel zu normalisieren und dadurch Blaupausen für weitere Aggression zu schaffen?
Was macht Sie so sicher, dass eine Kapitulation gegenüber barbarischen Imperialisten ohne jegliche Form von Ethik weitere Menschenleben schont?
@ Fastner
Viele Worte, wenig überzeugend. Machen wir die Probe: Wäre es besser gewesen, im April 2022 Frieden zu schließen oder war es so besser den Krieg weiter zu führen?
Es ist ganz einfach.
@Felix
Wenig Worte, noch weniger überzeugend. Was besser oder schlechter für ein überfallenes Land ist, haben weder Sie, noch ich zu bestimmen.
Machen wir die Probe: Wäre Russland 2022 bereit gewesen, Frieden zu schließen? Sind sie es heute überhaupt, außer zu erpresserischen Maximalbedingungen? Wäre die Ukraine bereit gewesen, kampflos vor den Invasoren zu kuschen?
@Herr Major Felix
Wenn zwei gewaltbereite Kriminelle ohne jegliche Moral meine Familie überfallen, die Wohnung verwüsten, Konten und Kühlschrank plündern, Frau und Tochter regelmäßig vergewaltigen, würde ich mich allein schon aus Verantwortung den beiden gegenüber mit ALLEN zu Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen und notfalls bis zum Tod kämpfen.
Auch die beiden Mädels würden keine Gelegenheit verstreichen lassen, diese Tiere wann immer möglich auszuschalten.
Die ganze Familie wäre allen Nachbarn und Freunden dankbar für jede Art von echter Hilfe.
Gar nicht hilfreich wären dagegen Debattierclubs aus schwätzenden Moderatoren und egomanen Dealmakern mit purem Eigeninteresse, die uns aus ihrer gemütlichen Hybris-Blase heraus vorrechnen, was die beste Lösung für alle (inkl. in erster Linie ihnen selbst) sei.
Sie hingegen würden verantwortungsethisch aus Feigheit vor dem Feind und mit eingezogenem Schwanz auf jeden noch so verlogenen Vorschlag eingehen, wie etwa nur auf zwei Zimmer und die Tochter verzichten zu müssen. Kein Wunder, dass mit Offizieren wie Ihnen die Bundeswehr zur zahnlosen Gurkentruppe verkommen ist.
@ Fastner
2022 lag ein unterschriebener Vertrag vor. Und ich bin ganz klar der Meinung, das wäre richtig gewesen. Umsetzung MINSK 2 und fertig.
Sie sind ein Lappen und bekommen keine Antwort mehr von mir.
@ Ras Putin
Ich stimme Ihnen völlig zu. Das Problem zwischen uns ist nicht ein unterschiedlicher Wertekompaß, sondern ein unterschiedlicher Informationsstand. Ich kann Ihren nicht beurteilen, aber meiner ist sehr gut. Und ich unterstelle mal, dass Ihnen klar ist, dass Sie aus den Medien nur Propaganda bekommen.
Ein schönes Adventswochenende.
@Felix
Mein Frontal- und Parietallappen hätten sich gefreut, wenn Sie in Ihrem virtuosen Themenhopping zumindest auf eines Ihrer vielen neu geöffneten Fässer näher eingegangen wären. Stattdessen bevorzugen Sie als Oberst Hasenfuß eine allerletzte läppische Beleidigung mit abschließendem Rückzug.
Insofern kann ich der schockieren ehrlichen und treffenden Einschätzung von @Ras Putin nur vollumfänglich zustimmen.
@Felix
Die Russen machen nicht etwas weniger Gewinn, sondern gewaltig weniger. Weil sie das Gas nicht länger über bestehende Pipelines pumpen können, sondern aufwändig verflüssigen, per Schiff transportieren und regasifizieren müssen.
Die Ausgaben für die perverse imperiale Kriegswirtschaft übersteigen die Einnahmen aus Gasverkauf bei weitem.
Zudem machen sich die Kremlfürsten abhängig von einem eiskalt agierenden Kommunisten als Hauptabnehmer, der sie bei fehlendem Bedarf fallen lassen wird, wie eine heiße Kartoffel. Putin mag als sozialisierter Kommunist und KGB-Agent zwar Sympathien für seine derzeitigen „Freunde“ hegen, auf Gegenseitigkeit beruht das schwammige Kalkül sicher nicht.
Leider profitiert ausgerechnet Russland in der Summe kurzfristig eher vom Klimawandel. Landwirtschaftliche Anbaugebiete verschieben sich moderat gen Norden, auftauende Permafrostböden mit all den fatalen Schäden bei Infrastruktur und Umwelt betreffen lediglich Regionen, die den Russen seit jeher völlig egal sind. Sibirien und das arktische Meer betrachten die ignoranten Idioten seit jeher als auszubeutendes und nicht schützenswertes Abbaugebiet und Lagerstätte für humanoide, fossile und atomare Rohstoffe sowie als Müllhalde für deren Abfälle und Nebenwirkungen.
Die Amis werden den Europäern schon genügend Gas verkaufen, wenn sie Nordstream übernommen haben.
Es wird nur eben teurer als in Russland direkt kaufen.
Natürlich auch alle anderen Rohstoffe, die Russland zu bieten hat.
…Donald Trump: Ukraine-Friedensplan womöglich nur aus wirtschaftlichem Interesse – DER SPIEGEL https://share.google/hPWKr73xt3clVPUXO
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
„…Es wird nur eben teurer als in Russland direkt kaufen…“
Ja und? Wer billig kauft, kauft zweimal: Zuerst Gas, dann Bomben.
@ Selina, sie können es drehen und wenden wie sie wollen, die grossen Verlier dieses Krieges werden die Ukraine und die EU sein. Das US – Ziel , das mächtige De mit Energie- Partner Russland zu sprengen ist voll gelungen und wird die Beziehung Russland- USA stärken. Das tief verschuldete Russland mit den immensen Energie und Rohstoffen wird eine kurze Durststrecke mühelos überstehen, während die EU – Hilfen zu noch viel grösserer Verschuldung führt. Der Ami alsKriegsauslöser ist wieder einmal der Profiteur und lässt die gelieferten Waffen noch von der EU bezahlen. Sie sollten sich eher um die Probleme der verschuldeten EU als Kriegsfinanzierer am Katzentisch Sorgen machen als um Russland, zudem hat Russland in der aufstrebenden Brics noch einige potente Kollegen, die im Notfall helfen können.
Bezahlmeister am Katzentisch
Genau so ist es schon seit etwa 100 Jahren.
Die Amis verhindern mit allen Mitteln, dass Deutschland mit seiner Industrie und Russland mit seinen Rohstoffen zusammenarbeiten.
Und alle Achtung vor den Strategen der USA.
Es ist alles hervorragend gelaufen in den letzten 100 Jahren für die USA.
Jetzt noch die Angst gegen Russland weiter schüren und die Rüstungsgeschäfte laufen auch prima. Und alles dann mit den Rohstoffen aus Russland.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Kurzfassung eines Realisten über den Ukrainekrieg: RUSSLAND BEKOMMT LAND, DIE USA BEKOMMEN ROHSTOFFE UND DEUTSCHLAND BEKOMMT DIE SCHULDEN.
Das ist doch einmal eine gerechte Aufteilung, die Katze am Katzentisch wird vor Freude miau, miau machen. Hoffentlich werden die deutschen Politiker nicht ausgelacht.
Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte, wenn zwei sich einigen bleibt der Dritte am Katzentisch
Hallo @ Dummheit wird oft bestraft
Eine kleine Ergänzug:
Auslachen von Politikern soll wie in Nordkorea in Deutschland untersagt werden.
Es ist wohl einmalig auf der ganzen Welt, dass ein Land, das nicht Kriegsgener ist, sich so dermaßen mit Saktionen selber schädigt.
Warum glauben die Deutschen eigentlich als einziges Volk auf der Welt, dass die Amis mit ihnen etwa Gutes vorhaben?
Gut – im Kalten Krieg wurden die Deutschen gebraucht.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
„…Wenn die Moral ins Spiel kommt, wird es meist unproduktiv…“
Vor diesen Sprüchen graust`s mir…
@Columbo
Grausig wird es vor allem dann, wenn die Sprüche der Feder von «ganzheitlichen» Denkern entstammen, die in Pandemien auf Globuli und Homöopathie setzen und für «echten» Umweltschutz statt Klimawahn plädieren 😘
https://www.youtube.com/watch?v=mZbjlWJOIOE
Und mir graust es vor Leuten, die ihre eigene Moral über alles stellen und dabei Lügen über andere als Argument benutzen.
Nur um das nochmals klar zu stellen: auch Homöopathie (und viele andere alternative Therapien) kann helfen. Wer sie unbeachtet läßt trifft lediglich eine eigene dumme Entscheidung. Aber wer sie behindert oder verbieten will, agiert verbrecherisch.
„…Wer sie unbeachtet läßt, trifft lediglich eine eigene dumme Entscheidung…“
Da stellt sich folgende Frage: Ist es dumm, wenn ich Kügelchen aus Milchzucker, in denen durch Verdünnung kein einziges Molekül der Wirksubstanz mehr vorhanden ist, unbeachtet lasse?
Mit der Ausnahme natürlich, ich möchte dieselben ausschließlich als Placebos verwenden.
Das wäre sinnvoll.
@ Columbo
Ja, ist man. Weil man eine wirksame Heilmethode mit ungefährlichen Nebenwirkungen, über deren Mechanismus bisher noch keine abschließende Theorie vorliegt, ignoriert.
Ich würde das aber an anderen Methoden in viel höherem Maße festmachen. Z.B. Krebs zu bekämpfen, in dem man die Krebszellen, die nur Zucker als Energiequelle nutzen, aushungert. Oder den Organismus vor Beginn einer invasiven Methode zuerst mit Kräuterextrakten aufzubauen, was die Heilungschancen massiv verbessert (hat die Mayo-Klinik vor 25 Jahren eingeführt).
Oder, oder, oder.
Im Westen wird alles ignoriert und bekämpft, was nicht den Umsatz von Big Pharma treibt.
Allerdings ist das alles kein Grund, Ärzte zu bashen. Ich höre seit Jahren nur noch von Ärzten, die alternativen Therapien gegenüber aufgeschlossen sind. Nur leider steht denen wenig zur Verfügung, weil alles privat bezahlt werden muss, wenn es nicht sogar verboten ist.
Das u.a. Ivermectin vorübergehend von der Biden – Regierung zeitweilig verboten wurde, damit es keine Therapie gegen C gibt und man Notzulassungen für MRNA erlassen kann, haben Sie inzwischen aber mitgeschnitten?
@ Columbo
Als Placebo fungieren auch einige heute zugelassene Medikamente – nur mit unbekannten Nebenwirkungen. Bei einem schlecht gewählten Globuli indiziert man wahrscheinlich nur Alpträume.
Einen schönen Advent!
HaHa HaHaHha Ha …………………………………………………..super hier ………………
@ Columbo, der Widersprüchler ist wieder der grosse Moralist, passt nicht zu jemandem der andern per Ferndiagnose die schlimmsten Krankheiten andichtet.
Gebt dem Menschen doch endlich einen großen Spiegel, damit er den Dieb bei Finanzwelt findet, nach dem er schon so lange sucht.
In Deutschland sollen die 0,08 % des CO2, für die Deutschland verantwortlich ist, möglichst vermieden werden.
Dafür fracken die Deutschland lieber in Argentinien.
Geht es noch heuchlerischer?
..Deutschland frackt in Patagonien
Ein deutsches Unternehmen schließt ein Abkommen mit Argentinien. Ungeachtet indigener Proteste soll im „Vaca Muerta“ Ölschiefer ausgebeutet werden….
Milliardenvertrag für Flüssigerdgas: Deutschland frackt in Patagonien | taz.de https://share.google/dpjksav2JrOwxyXV5
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Das ist ein gutes Beispiel für „Moral“ bei der Arbeit.
@Felix
Das Thema Moral und Ethik scheint Sie schwer getroffen zu haben. Möglicherweise handelt es sich dabei lediglich um die Konsequenzen Ihrer Unterstellungen von Gesinnungsethik in Verbindung mit Hexenverfolgung und Inquisition. Dabei hätten Sie als Verantwortungsethiker doch mit den vorhersehbaren Folgen Ihres Handelns rechnen können und müssen 😉
Wie auch immer, mehrfaches Aufgreifen in völlig verschiedenen Kontexten deutet jedenfalls auf eine beleidigte Verstimmung Ihrerseits hin. Bei allem Missmut sollte entgegen empirischer Fakten und mehrfacher Widerlegung nicht weiterhin stur und borniert am falschen Narrativ der 0,08 % festgehalten werden. Derartiges moralinsaures Beharren ist rein gesinnungsethisch motiviert.
@Fastner
Gegen Missmut und Verstimmungen von Offizieren aD, die mit Milchzuckerkügelchen um sich schießen, gibt es sicherlich die passenden Räucherstäbchen, Wurzelextrakte oder Kräuteraufgüsse. Auch wenn all das an mittelalterliche Hexenküchen erinnert und gesinnungsethische Gefahren durch linksgrüne Jugendliche in sich birgt… 😘
„…Weil man eine wirksame Heilmethode mit ungefährlichen Nebenwirkungen, über deren Mechanismus bisher noch keine abschließende Theorie vorliegt, ignoriert…“
@Felix, wer sagt, dass die Heilmethode wirksam ist? Sie?
Ich sage, sie ist unwirksam und zwar deshalb:
Sie haben ein Kügelchen Milchzucker, in dem nicht ein einziges Molekül des Wirkstoffes, der heilen soll, enthalten ist.
(Oder Tonnen von Milchzucker, in denen ein einziges Molekül enthalten ist).
Reiner Milchzucker. Und der soll helfen? Gegen Krebs?
Ja…er könnte helfen, aber nur wenn ich gleich nach der Einnahme in die Kirche gehe und bete.
@Columbo
Globuli gegen Krebs sind mir unbekannt. Aber Sie sollten es nun wirklich besser wissen. Erwarten Sie keine weiteren Reaktionen von mir.
„…Bei einem schlecht gewählten Globuli indiziert man wahrscheinlich nur Alpträume…“
@Felix, die Einzahl von Globuli wäre Globulus und man induziert, nicht indiziert Albträume.
(Ok, lassen wir das als Tippfehler durchgehen, um nicht schlafende Rottweiler zu wecken).
Ein homöopathisches Kügelchen kann man nicht schlecht wählen, weil außer Zucker nichts drin ist. Alle Kügelchen gehen gut, alle passen, auch kiloweise, sofern man nicht Diabetiker ist.
Die süßen Globuli induzieren Albträume wegen der leeren Gelbörsen, die sie hinterlassen.
Alternativ geht ins Geld, aber von irgendwas müssen die Zauberer ja leben.
Und jetzt lieber @Felix ist mir vollständig die Lust vergangen, mit Ihnen weiter über Globuli, Kräuterextrakte gegen Krebs und sonstige Kuriositäten zu reden.