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EU-Staaten einigen sich: Ein „Wort“ rettet die italienischen Banken vor einer Katastrophe

Claudio Kummerfeld

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In der Tat, es ist ein einziges Wort, welches vor allem die italienischen Banken vor einer Katastrophe rettet. Noch immer sitzen sie auf einer riesigen Halde von Schrottkrediten (NPL), die von den Kreditnehmern nicht mehr bedient werden könnten. Lange war in der Diskussion, dass die Banken deutlich mehr Vorsorge treffen sollen (zusätzliches Kapital vorhalten), um gegen diese Ausfälle gewappnet zu sein. Letztlich sind schon mehrere Banken in Italien den Bach runtergegangen, weshalb der italienische Steuerzahler durch dubiose Begründungen diese Banken retten durfte/musste.

Also, wie lösen die Regierungen in der EU dieses Problem? Sie ignorieren es einfach. Denn die heute veröffentlichte Einigung zu den NPL´s bezieht sich nur auf „neu“ auszugebende Kredite. Für sie sollen die Banken zusätzliche Mittel bei Seite legen, für den Fall dass sie Kredite ausfallen. Vom Altbestand ist hier keine Rede. Ohhh Wunder. Problem ignoriert, Problem gelöst! Hier der entscheidende Auszug aus der heutigen Veröffentlichung der EU-Kommission (das wichtigste Wort fett markiert):

Das Paket sieht einen umfassenden Ansatz mit komplementären politischen Maßnahmen in vier Schlüsselbereichen vor, die darauf abzielen, dass die Banken Mittel zur Deckung der Risiken im Zusammenhang mit neu ausgereichten Krediten vorsehen, die als ausfallgefährdet eingestuft werden könnten.

Hier noch mehr Details zu „neuen“ Schrottkrediten:

Mit einer Verordnung zur Änderung der Eigenkapitalverordnung (CRR) wird eine gemeinsame Mindestdeckungshöhe für neu ausgereichte, später ausfallende Kredite eingeführt. Falls eine Bank die anwendbare Mindesthöhe unterschreitet, werden Abzüge von den Eigenmitteln der Bank vorgenommen.

Sie wirkt dem Risiko entgegen, dass nicht genügend Mittel zur Deckung von Verlusten aus künftigen notleidenden Krediten zur Verfügung stehen, und verhindert, dass sich solche Kredite anhäufen.

Was interessant sein wird zu beobachten: Es ist laut aktuellem EU-Text der politische Wille, dass in der EU ein geregelter Verwertungsmarkt für Schrottkredite geschaffen wird. Dort sollen Risiko-Investoren notleidende Kredite von Banken kaufen können, kreuz und quer durch Europa. Dadurch könnten Banken eventuell leichter noch ein paar Krümel für ihren Schrott erlösen, wo sie jetzt auf quasi wertlosen Forderungen sitzen. Zitat EU-Kommission:

Weiterentwicklung von Sekundärmärkten für notleidende Kredite

Der Vorschlag wird dazu führen, dass die Anforderungen harmonisiert werden und ein EU-weiter Binnenmarkt für Kreditdienstleistungen und die Übertragung von Bankkrediten an Dritte entsteht, sodass die Entwicklung von Sekundärmärkten für Problemdarlehen gefördert wird.

In der vorgeschlagenen Richtlinie werden die Tätigkeiten von Kreditdienstleistern definiert, gemeinsame Standards für die Zulassung und Beaufsichtigung festgesetzt und EU-weit einheitliche Verhaltensregeln festgelegt. Dies bedeutet, dass Betreiber, die diese Vorschriften einhalten, in der gesamten EU tätig sein können, ohne dass separate nationale Zulassungsanforderungen gelten.

Käufer von Bankdarlehen müssen dies den Behörden beim Erwerb eines Darlehens melden. Käufer von Verbraucherkrediten aus Drittländern sind ihrerseits verpflichtet, auf zugelassene EU-Kreditdienstleister zurückzugreifen. Der Verbraucherschutz ist durch rechtliche Garantien und Transparenzvorschriften gewährleistet, sodass die Übertragung eines Darlehens nicht die legitimen Rechte und Interessen des Kreditnehmers berührt.

Wer nur die Headline-Aussage der Vertretung der EU-Kommission für Deutschland liest, dem würde gar nicht auffallen, was hier fehlt. Wie gesagt, die Alt-Fälle, die das eigentliche große Problem darstellen, werden einfach ignoriert. Also geht das ganze Dahindarben einfach so weiter?

Die Europäische Kommission begrüßt die heute (Mittwoch) zwischen den EU-Mitgliedstaaten erzielte Einigung über neue Regeln zum Abbau hoher Bestände an notleidenden Krediten, bei denen Schuldner in Zahlungsverzug geraten sind. Die Regeln sollen eine harmonisierte und weniger restriktive Regelung für Kreditnehmer und -dienstleister einführen und sehen die Entwicklung von Sekundärmärkten für den Verkauf notleidender Kredite unter Beibehaltung eines hohen Maßes an Kreditnehmerschutz vor.

EU Banken Schrottkredite
© European Union, 2019, Photographer: Etienne Ansotte, Source: EC – Audiovisual Service

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Steven

    27. März 2019 16:57 at 16:57

    Das reduziert das Problem doch nur um den einstelligen Prozentbereich. Haha.

    Die entfallenden Rücklagen sind doch ein Witz gegen die anstehenden Abschreibungen/Ausfälle.

  2. Avatar

    asisi1

    27. März 2019 18:56 at 18:56

    Das Erstaunliche bei dieser EU und deren Politikern ist für mich, dass der Michel stehenden Auges und dazu noch freiwillig in die Diktatur schliddert!

    • Avatar

      Lars

      27. März 2019 19:53 at 19:53

      @asisi1, das Erstaunliche für mich ist, dass der Michel, wer auch immer das sein mag, solche Vollidiotenkommentare wie den von Ihnen noch immer duldet und veröffentlicht.
      Der schwarze Wirtschaftsmichel hat sich doch eben für Uploadfilter entschieden, wieso schlüpfen da noch solche geklauten Kommentare aus der Rechtspresse durch?

      • Avatar

        asisi1

        28. März 2019 17:53 at 17:53

        Wo hast du denn die letzten 30 Jahre gelebt??? Nicht hier in Deutschland, oder bist du eine Verbeamteter Profiteur?

        • Avatar

          Lars

          28. März 2019 19:23 at 19:23

          @asisi1, Entschuldigung, ich habe die letzten 30 Jahre hier in Deutschland gelebt. Als nicht verbeamteter Arbeitnehmer bei verschiedenen Firmen.

          Bin ich dadurch bereits ein Michel?
          „Schliddere“ ich deshalb freiwillig in die Diktatur?

          Sind Sie überhaupt ein realer Mensch oder bist du eine Verbeamteter Profiteur, wie besser die Bot nicht schreiben kann?

          Ihre Vollidiotenkommentare steigern sich zu Super-Vollidiotenkommentaren.

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    Wutbürger

    27. März 2019 21:22 at 21:22

    Was soll man denn in einer heimlich eingeführten Finanzplanwirtschaft erwarten? Beispiel: Italien hat in den letzten 3 Jahren ca. 100 Mrd neue Schulden aufgehäuft. Ein gewisser Herr Draghi hat in der gleichen Zeit italienische Staatsanleichen für über 300 Mrd Euro gekauft. Man kann also nicht mal behaupten, dieser Herr betreibe 100% Staatsfinanzierung seiner Heimat aus der Notenpresse. Denn es waren ja über 300%.
    Eines steht jedenfalls fest, und das wusste schon ein Wilhelm Busch vor über 200 Jahren: wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!

    • Avatar

      leftutti

      27. März 2019 22:30 at 22:30

      Ja wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe! Kann man leicht sagen, wenn ein Ende absehbar ist. Ein Wilhelm Busch hätte einen Draghi auch bestenfalls als Alien oder als penetrantes, unnützes, nervig-destruktives Märchenwesen aus seinen eigenen Schriften und Phantasien erleben und beurteilen können.

      Finanzplanwirtschaft ist übrigens ein interessanter Begriff, der ernsthaft einer weiteren Überlegung wert ist. Gefällt mir, danke @Wutbürger

  4. Avatar

    barthez

    27. März 2019 21:27 at 21:27

    der titel stimmt nicht ganz,die italienischen banken kannst du garnicht retten.
    maßnahme :
    1. 2008 einführung trennbankensystem — wurde nicht gemacht–neg. bankenliquidität
    2. bretton woods dilemma innerhalb des €-währungssystem-wurde nicht gemacht—target2
    3. bankenvertrauenskrise-globaler liquiditätsbedarf-abzug von privatmitteln aus dem bankensystem –notenbanken springen ein– bilanzaufblähung — prob. ungelöst
    4.(mein liebling) massive umverteilung von haftungsrisiko –usa 700mrd/eu 700mrd übers
    wochenende durch die parlamente–ungefähr soviel chips haben ein paar spieler vom tisch genommen—erst jahrzehntelang zinsezins kassiert und dann risiko weitergegeben und dann dafür gesorgt ,dass das so bleibt. das nenne ich mal IQ.
    so und abends dann rautenmutti+ son genosse von der spd—die ersparnisse sind sicher.- na da mahlzeit
    details erspare ich mir mal und bitte jetzt keine beleidigung von wegen farbe oder seite. das hier steht als fakten in den geschichtsbüchern !!

    • Avatar

      leftutti

      27. März 2019 22:13 at 22:13

      so und abends dann rautenmutti+ son genosse von der spd—die ersparnisse sind sicher.- na da mahlzeit
      details erspare ich mir mal und bitte jetzt keine beleidigung von wegen farbe oder seite. das hier steht als fakten in den geschichtsbüchern !!

      AHA!!! Welche Geschichtsbücher lehren und denn diese Weisheiten?
      Die geheimen Schriften von Lord Voldemort oder gar von Sauron, dem Bösen? Oder aus dem Reichsbürgertum, dem Schildbürgertum oder einfach dem Analphabetentum?

      Ich versuche weiterhin, den geheimen Morsecode eines Menschen, der bewusst aus Zeitmangel seine orthografischen Fähigkeiten abgelegt hat, zu entschlüsseln.

      • Avatar

        barthez

        28. März 2019 08:44 at 08:44

        @liebe/er leftutti,ich danke für das lesen,aber nochmal, ich versuche informationen zu schreiben keine schönklingende romane.es tut mir leid,ich weiß es ist biestig zu lesen.es hat sich halt als effizenter erwiesen.und manchmal bringt es dem forum was. siehe hier und vllt. haben wochen später ein paar leser sich verlust erpart.

        https://finanzmarktwelt.de/wer-pusht-den-bitcoin-markt-wer-sind-diese-leute-wo-sind-sie-und-was-sind-ihre-motive-ein-erklaerungsversuch-76503/

        so als beispiel.ich habe auch nix gegen die eu oder england oder für china oder für usa oder whatever.ich bin globalist,aber eins weiss ich aus der geschichte ganz sicher,wenn sich sozialistische systeme über die familiengrenze hinaus ausdehnen wird am ende mit blut dritter bezahlt und dagegen positioniere ich mich. beispiel: obiger punkt 1. solange kundeneinlagen und investment einer bank eins sind zahlen bei problemen dritte. das risiko bei coba und db ist wieder da.man wird sich einen weiteren primary dealer am leben halten der bonds zeichnet. sie sehen es werden wieder vielzuvieleviele worte….

        • Avatar

          Columbo

          28. März 2019 10:19 at 10:19

          @barthez (betrifft aber auch andere, die wir alle nur zu gut kennen),
          lernen Sie deutsch oder von mir aus auch englisch schreiben! Oder lassen Sie sich das, was Sie sagen wollen, von einem Freund oder Freundin, die die Sprache beherrschen, übersetzen. Auch gibt es im Netz gute Übersetzungstools. Ihr Kauderwelsch ist eine Zumutung, was soll da „effizent“ sein? Wenn ich hier in meinem Dialekt schreiben würde, verstünde mich auch niemand.

          • Avatar

            barthez

            28. März 2019 10:51 at 10:51

            ja ,sie haben ja recht. ich weiß.

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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