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Sanktionen gegen Öl und Banken Volle Wucht gegen Russland: EU verhängt scharfe Sanktionen

Volle Wucht gegen Russland: EU verhängt scharfe Sanktionen
Grafik: ChatGPT

Mit voller Wucht nimmt die EU erneut Russland ins Visier – und diesmal stehen sowohl der Finanzsektor als auch das russische Öl im Zentrum der Attacke. Mit einem der bislang schärfsten Sanktionspakete reagiert Brüssel auf den andauernden Kriegskurs Moskaus: Banken fliegen aus dem SWIFT-System, Schattenflotten werden gejagt, und neue Ölpreisgrenzen sollen den russischen Geldstrom drastisch drosseln. Die Botschaft ist klar – die Sanktionen treffen Russlands ökonomisches Rückgrat dort, wo es besonders schmerzt.

EU verhängt neue Russland-Sanktionen

Wie Bloomberg aktuell berichtet, hat die Europäische Union nach Aufhebung eines slowakischen Vetos ihr 18. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Damit sollen Moskaus Einnahmen aus Energieexporten und der Zugang zu Finanzmärkten weiter eingeschränkt werden.

Mit den Maßnahmen sollen rund 20 weitere russische Finanzinstitute vom internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen und alle Transaktionen mit ihnen verboten werden. Zudem sehen die Sanktionen vor, eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipelines dauerhaft zu verhindern und Russlands Einnahmen aus Ölexporten über Drittstaaten stärker einzuschränken.

Die EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin in der Kommission, Kaja Kallas, hat sich auf der Social-Media-Plattform X dazu geäußert und geschrieben: „Wir bleiben standhaft.“ Sie fügte hinzu: „Die EU hat gerade eines ihrer bisher schärfsten Sanktionspakete gegen Russland verabschiedet. Wir kürzen den Kriegshaushalt des Kremls weiter, gehen gegen 105 weitere Schiffe der Schattenflotte und ihre Hintermänner vor und beschränken den Zugang russischer Banken zu Finanzmitteln.“

Preisobergrenze für russisches Öl

Die Preisobergrenze für russisches Öl — derzeit bei 60 Dollar pro Barrel — soll künftig dynamisch auf 15 Dollar unter dem jeweiligen Marktpreis festgelegt werden. Der neue Mechanismus sieht vor, dass der Ölpreisdeckel zunächst zwischen 45 und 50 Dollar liegt und mindestens zweimal im Jahr automatisch an die Marktpreise angepasst wird.

Russland-Sanktionen: EU nimmt russiches Öl und den Finanzsektor ins Visier
Arbeiter auf einem Rosneft-Ölfeld in Russland. Foto: Bloomberg

Die EU-Botschafter stimmten den Maßnahmen am Freitagmorgen zu. Die formale Annahme durch die zuständigen Minister in Brüssel dürfte im Tagesverlauf folgen. In dieser Woche hatte auch US-Präsident Donald Trump den Druck auf Russland erhöht. Er kündigte an, die USA würden „Sekundärzölle“ von etwa 100 % auf russische Importe erheben, wenn innerhalb von 50 Tagen keine Einigung im Ukraine-Krieg erzielt wird.

Weitere EU-Maßnahmen umfassen Sanktionen gegen Dutzende weitere Schiffe aus Russlands Schattenflotte, wodurch sich die Gesamtzahl auf über 400 erhöht, sowie gegen mehrere Unternehmen und Händler, die diese Flotte unterstützen. Darüber hinaus verhängt die EU neue Exportverbote für Güter, die in Russlands Rüstungsindustrie verwendet werden. Auch mehrere Firmen außerhalb Russlands – darunter in China und anderen Staaten –, die Moskau dabei helfen sollen, EU-Handels- und Energiebeschränkungen zu umgehen, geraten ins Visier.

Das Paket war wochenlang durch die Slowakei blockiert worden. Premierminister Robert Fico hatte am Donnerstag erklärt, sein Land ziehe das Veto zurück, nachdem die EU-Kommission Garantien für den geplanten Ausstieg aus russischen fossilen Brennstoffen zugesagt habe.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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6 Kommentare

  1. Schon wieder?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Vielleicht wird es irgendwann ernst.
    Wer darf dann für 15$ unter der Marktpreis Öl kaufen?
    Kommt dann bei alle Transaktionen mit Russischen Öl ein EU Kassenwarte der aufpasst? Und der ist handlungsfähig?
    Kann jemand erklären wie das funktioniert?

  3. Man sollte mal die deutschen Reeder in Bezug auf die russische Schattenflotte unter die Lupe nehmen. Diese spielen bei der Charterung eine Rolle, die in der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen worden ist.

  4. Der „Befehsempfänger Wasserkopf“ in Brüssel, macht was „Herrchen“ sagt–die Bevölkerung ist ihnen egal, Hauptsache ihre Geldbörse platzt aus allen Nähten und Herrchen ist mit ihnen zufrieden. Wann geht es der Bevölkerung „endlich“ so dreckig, das man die „Erlösung“ vorschlagen bzw aufzwingen kann-denn Digitalen (noch nicht) programmierbaren Euro.

  5. Ich bleibe zunächst dabei, daß mein Lob dem 47. US-Präsidenten Donald John Trump für seine Agenda „Make Oil great again!“ gilt. Dazu gehört auch die Tatsache, daß Präsident Trump nicht verkennt, daß die US-Texas-Ölindustrie und die Öl-Allianz OPEC+ ein Gleichgewicht im Ölgeschäft bilden. Von daher wird Sir Donald auch nicht verkennen, daß das Königreich Saudi-Arabien und die Russische Föderation die beiden wichtigsten OPEC+-Mitgliedsländer sind.

  6. Russland soll bis 2024 seine Position als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt behaupten

    [Mittwoch, 16 Juli 2025 17:58:37 +0300]

    …Die Weltbank schätzte die Größe der russischen Volkswirtschaft in Kaufkraftparitäten im Jahr 2024 auf 6,92 Billionen US-Dollar, verglichen mit 6,45 Billionen US-Dollar im Vorjahr. Damit bliebe das Land weltweit auf dem vierten Platz.

    Japan behielt seinen fünften Platz, wobei sein BIP im Jahr 2024 auf 6,4 Billionen US-Dollar anstieg, verglichen mit 6,25 Billionen US-Dollar im Jahr 2023. Die Lücke zu Russland vergrößerte sich auf 514 Milliarden US-Dollar, das Doppelte der Lücke von 264 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023….

    Die größten Volkswirtschaften der Welt im Jahr 2024 (nach Kaufkraftparität):

    China: 38,2 Billionen US-Dollar

    Vereinigte Staaten: 29,2 Billionen US-Dollar

    Indien: 16,2 Billionen US-Dollar

    Russland: 6,92 Billionen US-Dollar

    Japan: 6,4 Billionen US-Dollar

    Deutschland: 6 Billionen US-Dollar

    …Die russische Wirtschaft zeigte in den Jahren 2023 und 2024 trotz umfangreicher westlicher Sanktionen eine beispiellose Leistung: Das BIP wuchs 2023 um 4,1 % und 2024 um 4,3 %….

    https://www.saba.ye/de/news3517650.htm

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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