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Devisen

EUR/USD und die Woche der EZB Leitzinsentscheidung: Breakout?

Über die „extrem bullische“ Ausgangslage für den Euro..

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Eine Analyse von forexhome.de

Meine aktuelle EUR/USD Prognose stellt eine recht saubere Range fest, in der sich der EUR/USD Kurs seit Mitte vergangener Woche bewegt. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die im Vorfeld definierten Kurszielniveaus nur knapp oberhalb jener Range befinden, könnte ein bullisher Fehlausbruch einige Bullen in ihrer Euphorie bremsen. Wohl gemerkt: Könnte. Denn an der übergeordneten, meiner Meinung nach extrem bullishen Ausgangslage hat sich kaum etwas geändert. In diesem Zusammenhang sehe ich einer neuen Positionierungsmöglichkeit im H4-Chart mit Freude entgegen.
Leitzinsentscheidung nicht wirklich relevant?

Im Rahmen meiner aktuellen EUR/USD Analyse hege ich große Zweifel an der Bedeutsamkeit der am Donnerstag erwarteten EZB Leitzinsentscheidung. Ein zusätzlicher Impulsgeber? Ja. Das entscheidende Zünglein an der Waage? Ich denke nicht. Der Drops ist wohl gelutscht, wenn ich mir den jüngsten bullishen Ausbruch aus der vermeintlichen Range im Wochenchart anschaue.


(Wochenchart; alle Charts durch anklicken vergrößern!)

Ich sehe generell großes Aufwärtspotential in Richtung von rund 1.33440 und 1.35645, was sich mit meinen Einschätzungen für den Monatschart der letzten Analysen überschneidet. Selbstredend wäre eine Korrektur zur Range oder sogar bis zum ehemaligen Unterstützungsbereich bei ca. 1.17580 zu begrüßen. Ob die derzeitige bullishe Dynamik solch einen Abverkauf zulässt, bleibt fraglich. Das mutmaßliche primäre und sekundäre Kursziel der besagten Range überschneidet sich dabei mit dem 61.8er Fibonacci Retracement der Talfahrt im Monatschart, die im Frühsommer 2014 startete.


(Monatschart)

Auch das 89er Retracement jener Bewegung respektive das Ausbruchsniveau der riesigen aufwärtsgerichteten Flagge kommen nicht zu kurz.

EUR/USD Prognose: Kursziel abgearbeitet

Nachdem der Kurs Ende Oktober letzten Jahres erfolgreich aus der großen Range zwischen rund 1.17250 und 1.19770 bearish ausbrach, gelangte er zwar wieder hinein, doch es bestand immer noch ein gewisser Abwärtsdruck. Die inneren Retests (im Screenshot markiert) legten jedoch schon den Grundstein für einen möglichen Ausbruch. Erfolgt Ende Dezember vergangenen Jahres, konnte vor einigen Tagen das vermeintliche primäre Kursziel der besagten Range erreicht.

 


(Tageschart)

Kann der Bereich bei ca. 1.22985 nachhaltig überwunden und gleichzeitig das in unmittelbarer Nähe befindliche 55er Retracement aus dem Monatschart geknackt werden, sehe ich keine nennenswerten Barrieren. Passiert das nicht und kommt es stattdessen zu einer deutlichen Korrektur, interessieren mich vor allem die Kursbereiche bei rund 1.20700, 1.20345 und 1.19770.

 

Eine neue Woche, eine neue Chance

Seit genau einer Woche befindet sich der Kurs nun in einer kleinen Seitwärtsphase respektive Wimpelformation und ermöglichte uns im Zuge eines bearishen Fehlausbruchs einen Long-Einstieg in meinem Signaldienst, rund um den H4 34er EMA. Mehr Infos hier:
https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

 


(H4 Chart)

Diese Herangehensweise habe ich auch schon in mehreren Webinaren und Messen beschrieben. Meine Vorgehensweise: Trend definieren, Konsolidierung und in diesem Fall Bildung einer Unterstützung sowie auf einen bearishen Ausbruch warten. Befindet sich der 34er EMA des jeweiligen Timeframes darunter, kann ich in den allermeisten Fällen von einem Fehlausbruch und damit einer optimalen Einstiegschance in Trendrichtung ausgehen. Ich bin gespannt, ob wir bereits vor der EZB Leizinsentscheidung einen nachhaltigen Breakout im EUR/USD sehen werden.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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