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EUR/USD und Dow Jones Absturz: Wir leben in der Vergangenheit!

Warum der Dow Jones Absturz bevorstehen könnte und mein Interesse für den EUR USD immer konkreter wird..

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Eine Analyse von Peter Seidel

Warum der Dow Jones Absturz bevorstehen könnte und mein Interesse für den EUR USD immer konkreter wird, schauen wir uns in der folgenden Einschätzung und insbesondere im anhängigen Video an. Meine Zuversicht, gegenüber einer möglichen Endjahres-Rally, schmilzt sprichwörtlich wie der erste Schnee des Jahres am Rande eines dampfenden Schachtdeckels.

Dow Jones Absturz aufgrund mangelnder Dynamik?

Nach den wirklich ermutigenden charttechnischen Divergenzen der Vorwoche, der Entwicklung des Money Flow und dem Erschöpfungs-Gap zum Wochenbeginn, hat der amerikanische Leitindex bislang leider nicht viel mehr gezeigt.

Dow Jones Absturz mangelnde Dynamik 20181213

Dow Jones Absturz mangelnde Dynamik 20181213

Im Gegenteil: Auf Tagesbasis reckt er das Köpfchen kaum über die letzten Verkaufsbereiche bei rund 25100 Punkten und das ist ein typisches charttechnisches Phänomen. Deutliche Abverkäufe, plötzliche scheinbare Erholung, die jedoch zahlreiche Kerzen mit wenig Dynamik beansprucht und den Kurs nicht nachhaltig über die letzten Verkaufsbereiche hebt.

Wir leben in der Vergangenheit

Im Video gehe ich noch einmal direkt auf die für mich wichtigen Unterstützungen und Widerstände ein, möchte aber schon hier die kritische Situation hervorheben: Der Dow Jones hat es bislang nicht geschafft die US Range vom Donnerstag vergangener Woche nachhaltig zu verlassen. Wir hüpfen einfach hin und her. Das bedeutet aber auch: Technisch betrachtet ist die Talfahrt nicht durchbrochen.

Dow Jones in US Range gefangen 20181213

Dow Jones in US Range gefangen 20181213

Bullishes Potential könnte sich zwar durchaus bis 24980/25160 Punkte entfalten, doch damit wäre die beschriebene Thematik aus dem Tageschart immer noch nicht geklärt. Des Weiteren sollte das große Bild auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden, auf das ich im Video detailliert eingehe.

EUR USD Prognose gar nicht mal so schlecht

Es gilt festzuhalten, dass es der Kurs immer noch nicht über die abwärtsgerichtete Trendlinie im Tageschart geschafft hat, über die wir bereits gesprochen haben. Im Gegenteil: Bearishe Reaktionen sind an der Tagesordnung. Wird diese Linie dadurch immer löchriger oder immer stärker? Eine Glaubensfrage.

EUR USD Prognose EZB Tapering bullish 20181213

EUR USD Prognose EZB Tapering bullish 20181213

Fakt ist, dass mich die vermeintlichen Unterstützungsbereiche bei rund 1.12930 und 1.12430 sehr interessieren. Kann sich der Kurs in diesem Bereich stabilisieren, würde mich gern auf einen mittel- bis langfristigen Trade in Richtung 1.22000/1.23000 vorbereiten. Evtl. hilft die EZB mit regelmäßigen Gerüchten über ein Tapering.

Dritte und letzte Etappe der Korrektur?

Nachdem sich der Kurs vor etwa einem Monat zu erholen begann und bereits zwei Etappen der Korrektur absolvieren konnte, steht nun möglicherweise die dritte Phase in Richtung 70er und 89er Fibonacci Retracement und damit in die genannten Unterstützungsbereiche bevor.

EUR USD dritte Etappe Korrektur 20181213

EUR USD dritte Etappe Korrektur 20181213

Der bearishe Bruch der aufwärtsgerichteten Trendlinie sowie der erfolgreiche Retest gaben den Startschuss für ein bislang erfolgreiches Short Engagement. Alle weiteren Informationen findet ihr im Video und natürlich könnt ihr euch hier gern einige Trading Tipps von mir holen.

Dazu der Autor im Video:

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. GN

    14. Dezember 2018 11:37 at 11:37

    Gute Analyse, vielen Dank dafür, inkl. Link…

    Man sollte aber für die Märkte nicht nur auf die Jahresendrtally sehen, sondern auch auf den großen Verfall nächste Woche. Da dürften einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt sein und an höheren Kursen interessiert sein. Solange das China-Thema nicht völlig eskaliert, sehe ich für nächste Woche höhere Kurse. Danach bleibt es spannend, ich sehe klar tiefere Kurse für 2019, bzw. einen Crash, wenn nicht ein Winder geschieht und die Notenbanken das nächste QE auflegen….

    Die Amtsenthebung von Trum dürfte eher eine Rally auslösen. Der Mann ist doch nur noch Störfaktor für die Märkte, mitsamt seinem Kriegstreiber-Gesindel a’la John Bolton….unerträglich dieses Pack….LG

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Brexit: Bis 12. April alles möglich – Tusk ist glücklich, die Pfund-Bullen auch

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich vor wenigen Minuten über das nun zu Ende gegangene zweitägige Treffen der EU-Staatschefs in Brüssel geäußert. Neben anderen Tagesordnungspunkten von heute, die weniger wichtig waren, zieht er auch ein Endfazit über die gestrige Brexit-Vereinbarung, die heute festgezurrt worden sei.

Er sei glücklich darüber, dass die Briten nun bis zum 12. April nochmal etwas mehr Luft haben. Alle Optionen seien möglich, und es liege nun an den Briten, was passieren soll. Brexit mit Deal, ohne Deal, Verschiebung, lange Verschiebung, oder Brexit ganz absagen. Hier im Wortlaut:

As regards Brexit, the European Council formalised last night’s decisions by the EU27 and the UK, to delay the cliff-edge and allow for an extension. Personally, I am really happy about this development. As I said yesterday, it means that until the twelfth of April, anything is possible: a deal, a long extension – if the UK decided to re-think its strategy – or revoking Article 50, which is a prerogative of the UK Government. The fate of Brexit is in the hands of our British friends. We are, as EU, prepared for the worst, but hope for the best. As you know, hope dies last. Thank you.

Die gestrigen Verluste im Pfund (vs US-Dollar), als es während der Verhandlungen in Brüssel nicht so gut aussah, wurden inzwischen wieder ausgebügelt. Nun hoffen die Pfund-Bullen mal wieder, dass doch noch alles gut wird, und es irgendeine Art Brexit-Deal geben wird.

Pfund USD


Donald Tusk. Foto: Mateusz Włodarczyk – www.wlodarczykfoto.pl CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Brexit: EU gibt Briten den Fahrplan vor – so sieht er aus

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Die EU hat die Zügel in Sachen Brexit übernommen. Jetzt hat Großbritannien wenigstens eine klare Vorgabe, was bis wann zu tun ist! Die EU gibt Theresa May nach langen Verhandlungen weitere zwei Wochen Zeit, um ein No-Deal-Brexit zu vermeiden. Theresa May nahm das Angebot an, welches das Verfahren nach Artikel 50 um zwei Wochen verlängert.

Die Verhandlungsführer der Europäischen Union wehrten somit die Gefahr ab, dass Großbritannien am kommenden Freitag ohne ein Abkommen aus der EU austritt, indem sie Theresa May zwei Wochen mehr Zeit gibt, um herauszufinden, was zu tun ist. Auf dem gestrigen Gipfel in Brüssel teilten die EU-Mitglieder Theresa May mit, dass, wenn die britischen Gesetzgeber ihren Brexit-Deal nächste Woche nicht unterstützen, UK am 12. April mit einem harten Brexit die EU verlässt.

Mit der gestrigen Entscheidung wird die unmittelbare Möglichkeit eines Brexits ohne eine Vereinbarung in sieben Tagen ausgeschlossen. Theresa May sagte, dass sie das Abkommen nächste Woche wieder ins Parlament bringen wird. Geschlagene sieben Stunden diskutierten die EU-Führer über das Abkommen und May‘s umfangreiche Präsentation. Nachdem Theresa May ihre Präsentation beendete, bat man sie den Raum verlassen zu dürfen. Danach wurde ohne May das jetzige Ergebnis beschlossen.

Donald Tusk, der noch den Vorschlag letzten Mai angenommen hatte, sagte: „Ich war heute vor unserem Treffen wirklich traurig, jetzt bin ich viel optimistischer.“ Das Pfund stieg kurz nach Bekanntgabe der Einigung um 0,2 Prozent gegenüber dem Dollar, nachdem es sogar, sicher aus Angst dass es keine Verlängerung gibt, um 1,5 Prozent gefallen war.

Wenn es May gelingt, ein Abkommen zu erzielen, was zur Zeit nicht so aussieht weil sie bereits zwei schwere Niederlagen im Unterhaus erlitten hat, wird die EU Großbritannien bis zum 22. Mai in der Gemeinschaft behalten, um die Formalitäten zu erledigen. Wenn nicht, muss sie sich entscheiden, ob sie eine längere Verlängerung anstrebt, vielleicht bis zum Ende des Jahres, oder ohne einen Deal geht.

„Was die heutige Entscheidung unterstreicht, ist die Bedeutung, dass das Unterhaus nächste Woche eine Brexit-Vereinbarung verabschiedet, damit der Unsicherheit ein Ende gesetzt wird und Großbritannien auf reibungslose und geordnete Weise gehen kann“, sagte May gegen Mitternacht in einer Pressekonferenz. „Morgen früh werde ich nach Großbritannien zurückkehren und hart daran arbeiten, Unterstützung für den Abschluss des Deals aufzubauen.“

Auf der EU-Seite war eine wichtige Überlegung in den Diskussionen die Ende Mai anstehende EU-Parlamentswahl. Da euroskeptischen Populisten versuchen das europäische Projekt zu stören, waren die Verantwortlichen sehr daran interessiert, den Brexit noch vor der Wahl zum Abschluss zu bringen.

Wenn das nicht gelingt, will man das Vereinigte Königreich dazu zwingen, zu bleiben und seine Verpflichtungen wie die anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu erfüllen. Der 12. April ist der Stichtag für die Entscheidung Großbritanniens, ob es an den EU-Wahlen teilnehmen wird. Der 22. Mai ist der letzte Tag vor Beginn der Abstimmung.

Das Chaos nimmt nicht ab. Wir dachten gestern sei der entscheidende Tag in Sachen Brexit gewesen, aber man sieht es ja. Es geht immer weiter, weiter, und weiter. Und da Pfund schöpft Hoffnung. Was für ein Wahnsinn.

Brexit Juncker Brüssel
Jean-Claude Juncker gestern in Brüssel. Foto: © European Union, 2019. Photographer: Etienne Ansotte. Source: EC – Audiovisual Service

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Aktuell: Bank of England mit Zinsentscheidung

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Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Man hat beschlossen den Leitzins bei 0,75% zu belassen. Der Notenbankrat hat diese Entscheidung einstimmig getroffen. So war auch die allgemeine Erwartung für die heutige Entscheidung.

Die Bank of England sieht die Inflation wie erwartet laufen. Der Brexit könne ihre Geldpolitik in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Begrenzte Verknappung (der Geldpolitik) sei eventuell immer noch notwendig. Die Unsicherheit zum Brexit belaste das Konjunkturvertrauen und die wirtschaftliche Aktivität in Großbritannien.

Das britische Pfund vs USD reagiert momentan nur minimal mit gerade mal -4 Pips.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

Since the Committee’s previous meeting, the news in economic data has been mixed, but the MPC’s February Inflation Report projections appear on track. In those projections, a weaker near-term outlook was expected to lead to a small margin of slack opening up this year. Thereafter, demand growth exceeded the subdued pace of supply growth and excess demand built over the second half of the forecast period.

The broad-based softening in global GDP and trade growth has continued. Global financial conditions have eased, in part supported by announcements of more accommodative policies in some major economies.

Shifting expectations about the potential nature and timing of the United Kingdom’s withdrawal from the European Union have continued to generate volatility in UK asset prices, particularly the sterling exchange rate. Brexit uncertainties also continue to weigh on confidence and short-term economic activity, notably business investment. Employment growth has been strong, although survey indicators suggest that the outlook has softened. Most indicators of consumer spending are consistent with ongoing modest growth. As the Committee has previously noted, short-term economic data may provide less of a signal than usual about the medium-term growth outlook.

CPI inflation rose slightly to 1.9% in February and is expected to remain close to the 2% target over coming months. The labour market remains tight and annual pay growth, having risen through 2018, has remained around 3½%. Given continuing weakness in productivity growth, growth in unit wage costs has also risen, although other indicators of domestically generated inflation have remained modest.

The Committee’s February Inflation Report projections were conditioned on a smooth adjustment to the average of a range of possible outcomes for the United Kingdom’s eventual trading relationship with the European Union. The Committee continues to judge that, were the economy to develop broadly in line with those projections, an ongoing tightening of monetary policy over the forecast period, at a gradual pace and to a limited extent, would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target at a conventional horizon.

The economic outlook will continue to depend significantly on the nature and timing of EU withdrawal, in particular: the new trading arrangements between the European Union and the United Kingdom; whether the transition to them is abrupt or smooth; and how households, businesses and financial markets respond. The appropriate path of monetary policy will depend on the balance of these effects on demand, supply and the exchange rate. The monetary policy response to Brexit, whatever form it takes, will not be automatic and could be in either direction. The MPC judges at this month’s meeting that the current stance of monetary policy is appropriate. The Committee will always act to achieve the 2% inflation target.

Bank of England
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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