Devisen

Euro „crasht“ nach oben – was nun, Mario Draghi?

Von Markus Fugmann

Der Euro stieg heute Vormittag über die 1,10er-Marke und überwand damit einen wichtigen Widerstand. Aber in den letzten Minuten kann man fast von einem „Aufwärtscrash“ sprechen – es crashen nämlich offenkundig die Short-Positionen auf den Euro (respektive die Dollar-Longpositionen):

euro

Das wird den Dax nicht wirklich freuen – ausserdem nicht diejenigen, die glaubten, sich günstig in Euro verschulden zu können. Das konnten sie – aber wer aus dem Dollar-Raum kommt (oder aus anderen Währungsräumen), der muß jetzt zusehen, wie seine Schulden an Wert gewinnen. Was diese Bewegung so ausserordentlich macht, ist, dass der Euro auch stark gegenüber Währungen der Schwellenländer stark zulegen kann (etwa zur türkischen Lira), aber auch zu Währungen wie dem Neuseeland-Dollar sowie zum australischen Dollar (von 1,42 auf 1,44 in einer schnellen Bewegung).

Das beweist einmal mehr: risk-off ist angesagt, carry-trades werden eliminiert!

Und die EZB? Die Inflation steigt deutlich an, zu deutlich vielleicht (Verbraucherpreise, Geldmenge M1 und M3). Das kann bedeuten, wie es heute Morgan Stanley formuliert hat, dass die EZB ihr QE vorzeitig beenden muß, und das drückt den Euro nach oben..



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2 Kommentare

  1. …der Vogel wird nochmals hochgezogen, bevor wir Ende der Woche wieder abstürzen.

    Gold/Silber/Öl machen diesmal nicht mit, an der Nachhaltigkeit dieses Anstieges muss gezweifelt werden.

  2. Gut analysiert!

    Danke

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