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Euro-Dollar: Mögliche Long-Chance direkt voraus?

Solange es keine neuen Hochs oberhalb von ca. 1.19390/1.19600 gibt, besteht weiterhin die Gefahr eines folgenschweren Kursrutschs in Richtung von rund 1.16600 und 1.15330..

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Eine Analyse von forexhome.de

Anzeichen einer Gegenbewegung sind noch kein Garant für einen Kursrutsch, weshalb ich auch meine aktuellen Planungen bzgl. eines kurzfristigen Long-Setups aufzeigen möchte. Schließlich bietet es sich immer an einen Plan B in der Tasche zu haben. Insgesamt rechne ich im laufenden Handelsjahr nicht mehr mit einem großen Wurf auf Tages-, Wochen- oder gar Monatsbasis und konzentriere mich deshalb momentan verstärkt auf den H4-Chart.

Ausgangslage nicht vergessen!

Die jüngste Rally seit Mitte des Monats ist keine große Überraschung, basiert sie doch augenscheinlich an der Stabilisierung auf Höhe der 50er Fibonacci Retracements der letzten großen Rally seit dem 07.11.2017. Über diese Thematik hatten wir schon unzählige Male gesprochen. Stabilisiert sich der Kurs an den 50er Retracements sollte aller Wahrscheinlichkeit nach eine umfangreiche Gegenbewegung folgen. Diese kann man zwar nutzen, aber ich würde das große Ganze nicht aus den Augen verlieren und vor allem nicht auf die bullishen Impulse blind vertrauen.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Solang es keine neuen Hochs oberhalb von ca. 1.19390/1.19600 gibt, besteht meiner Meinung nach weiterhin die Gefahr eines folgenschweren Kursrutschs in Richtung von rund 1.16600 und 1.15330. Basierend auf den von mir ermittelten mutmaßlichen Kurszielen der Range, die sich Ende letzten Monats gebildet hatte, der aktuell im Fokus stehenden vermeintlichen abwärtsgerichteten Flagge, den Fibonacci Retracements der besagten Rally seit Anfang November und den Fibonacci Expansion Levels. Im Augenblick sind wir in meinem Signaldienst sowohl long als auch short investiert, was der ganzen Sache etwas die Schärfe nimmt. Die Planungen dazu hatten schon Ende letzten Monats begonnen, da ich zum Ende des Jahres mit der aktuellen Pattsituation gerechnet hatte. Mehr Infos hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

Bullishe Planungen

Im unter- und stark untergeordneten Rahmen hatte der Wind frühzeitig gedreht und vor allem auf Stundenbasis ergaben sich mit dem Ausbruch aus der Range Anfang der Woche erste bullishe Positionierungsmöglichkeiten. Nachdem nun feststeht, dass ich es mit einem nachhaltigen Ausbruch aus der besagten Range zu tun habe, muss ich damit rechnen, dass diese Dynamik noch ein wenig anhält. Evtl. kommt es sogar wirklich zu einer noch umfassenderen Erholung. Zunächst rücken die scheinbar intakten Barrieren zwischen ca. 1.19060 und 1.19390 in den Fokus weiterer bullisher Engagements.

Günstige Positionierungsmöglichkeiten ergeben sich für mich rund um die 30er Retracements der letzten Rally und dem damit verbundenen, zuletzt überwundenen weichen Widerstandsbereichs bei ca. 1.18600. Ich stelle folgende Probleme fest: Weder den Ausbruch über diesen Widerstand noch den Ausbruch aus der großen abwärtsgerichteten Flagge kann ich als nachhaltig bezeichnen.

Mehr noch. Ich muss die Situation laut meiner Definition sogar als bullishe Übertreibung benennen. Ein evtl. Long-Setup steht also auf Messers Schneide und eine Absicherung an den genannten großen Barrieren würde sich anbieten. Meine etwas aggressivere Herangehensweise bezieht sich auf die besagte jüngste Übertreibung bei ca. 1.18808. Vielleicht ergänze ich ein etwas tiefer eröffnetes Setup, was ich bevorzugen würde, um eine Spekulation auf einen nächsten bullishen Schub bei Überschreiten der besagten Übertreibung respektive plötzlichen Umkehr. An meinen sonstigen Einschätzungen zum Tages-, Wochen- und Monatschart hat sich nichts geändert.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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