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Euro-Dollar und FOMC heute: Nachhaltig? Ja. Nachhaltig? Nein.

Bei aller Euphorie um die aktuelle Rallye ist dem einen oder anderen vielleicht etwas entgangen..

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Eine Analyse von forexhome

EURUSD-Prognose und FOMC: Ein Währungspaar sollte man nie isoliert betrachten. Korrelationen sind ein wichtiges Gut im Dschungel der technischen Analyse, um vor möglicherweise wichtigen Kurswechseln gewarnt zu werden.

Die heutige Analyse zum Thema EUR/USD und FOMC soll die Möglichkeit einer nicht zu unterschätzenden Korrektur aufzeigen, die man sich im Kontext der aktuellen kleinen Rallye vielleicht nicht vorstellen mag. Natürlich sollte damit die Nachhaltigkeit dieser stark untergeordneten Erholung nicht beeinträchtigt werden, doch kurzfristig sollte evtl. Aktionismus seitens der Bullen zurückgefahren werden. All jene, die noch nicht dabei sind, dürfen höchstwahrscheinlich aufatmen, denn die nächste Chance wartet vermutlich schon.

Trendrichtung durch Korrelation bestätigt?

Wir lassen die Wochen- und Monatscharts heute wieder außen vor. Interessante ist es aktuell vor allem im H4- und Tageschart. Die bereits in der letzten Analyse benannten mutmaßlichen Kursziele bei rund 1.18440 und 1.18800 bleiben weiterhin bestehen.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Beide überschneiden sich in etwa mit den heutigen Daily R1 und R2 Pivot Points. Im Falle des sekundären Kursziels sprechen wir sogar über den Monthly Pivot Point und das 61.8er Fibonacci Retracement der letzten Talfahrt. Durchaus sinnvolle Kursziele, die durch die aktuellen bearishen Bestrebungen im USD-Index bestätigt scheinen.

Hier müssen wir nun jedoch differenzieren zwischen bestätigten Kurszielen und bestätigter Trendrichtung. Dass dies noch sehr wichtig werden könnte, werden wir gleich sehen. Zunächst offenbart der Blick auf den H4-Chart im USD-Index, dass die aufwärtsgerichtete Flagge bearish durchbrochen wurde und sich ein logisches Kursziel bei rund 91.950 zu bilden scheint.

Gleichzeitig handelt es sich dabei um einen Gap Close und Retest des Ausbruchsniveaus der abwärtsgerichteten Flagge im Tageschart. Dazu gleich mehr.

Fehlt da nicht etwas?

Bei aller Euphorie um die aktuelle Rallye ist dem einen oder anderen vielleicht etwas entgangen. Der Blick in den negativ korrelierenden USD-Index offenbart einen noch nicht erfolgten Retest des Ausbruchsniveaus oder der Formation an sich. Das ist kein Weltuntergang, Kursziele werden auch ohne Retest erreicht. Ggf. erfolgt der Retest später und man kann erneut in Richtung der ursprünglichen Kursziele einsteigen.

Dennoch machte mich das misstrauisch und eine nähere Analyse im EUR/USD zeigt auch warum. Der bullishe Ausbruch aus der abwärtsgerichteten Wimpelformation sieht solide aus, inklusive eines Retest des Ausbruchsniveau und einem inzwischen harten Unterstützungsbereich bei rund 1.17310. Aber der vermeintliche Ausbruch am 08.10.2017 ist in meinen Augen gar keiner.

Es handelt sich um eine Sonntagskerze. Diese wird zwar im Tages- und H4-Chart dargestellt, ist jedoch nichts wert. Eine Stunde. An einem unbedeutenden Handelstag. Der nachhaltige Ausbruch erfolgte meiner Meinung nach erst einige Stunden später, mit der 4 Uhr H4-Kerze am 09.10.2017. Damit gibt es auch noch keinen Retest des Ausbruchsniveaus. Das verändert die Situation grundlegend, denn nun wird vermutlich auch die Wahrscheinlichkeit eines Rücksetzers im EUR/USD größer.

Fehlausbrüche im Tageschart

Damit kommen wir wieder zum Tageschart, denn sollte es im USD-Index erneut zu einer Erholung und im EUR/USD zu einer Korrektur kommen, wäre eine Ergänzung des H4-Charts durch den etwas übergeordneten Tageschart wünschenswert.

Die Bullen im USD-Index testeten, nach dem Ausbruch aus der abwärtsgerichteten Flagge, den ersten harten Widerstandsbereich bei rund 93.735, was letztlich in einem Fehlausbruch endete. Demnach ist es durchaus plausibel, dass der Kurs noch einmal ansteigen kann und diesen Bereich einem Test unterzieht. Anschließend hat die weitere Korrektur in Richtung Gap Close bei ca. 91.950 meinen Segen.

Im EURUSD sollte uns solch eine Bewegung zurück auf die ehemals im Fokus stehende Kursmarke bei rund 1.17250 führen, als es vergangene Woche zu einem möglichen bearishen Fehlausbruch unter diese scheinbar sehr wichtige Marke kam. Auch im Wochenchart spielt dieser Bereich eine tragende Rolle. Auch in meinem Signaldienst spekulieren wir auf diese Möglichkeit und haben uns entsprechend vorbereitet. Mehr Infos dazu hier: https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

Zusammengefasst rücken die beiden Retests der beiden mutmaßlichen Fehlausbrüche im USD-Index und EUR/USD in den Fokus. Die ersten Impulse könnten im Zuge der heutigen Veröffentlichung des FOMC Protokoll erfolgen.

Hier der Autor in der Videoanalyse:

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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