Devisen

Euro fällt unter wichtige Marke – aktuelle Gründe

Schon gestern hatten wir die extrem wichtige Marke im Euro gegen den US-Dollar bei 1,0926 angesprochen. In den letzten Wochen gab es zwei Tiefstpunkte genau bei 1,0926. Und diesen Wert hatte die Gemeinschaftswährung gestern im Tagesverlauf mehrfach getestet, und dann um 21 Uhr nach unten durchschritten. Aktuell notiert Euro vs Dollar bei 1,0909.

500 Euro Scheine
Foto: pixabay / PublicDomainPictures

Aktuelle Gründe für die Euro-Schwäche

Im folgenden Chart, der bis Ende August zurückreicht, sieht man gut das aktuelle Unterschreiten der beiden Tiefs bei 1,0926. Aus charttechnischer Sicht ist nun sehr viel Platz nach unten vorhanden, den Short-Spekulanten nutzen könnten um kräftig auf die Short-Pumpe zu drücken. Ein wichtiger Hauptgrund für die aktuelle Schwäche im Euro ist ganz einfach die Dollar-Stärke! Unsicherheiten (Trump-Chaos, Handelskrieg etc) stärken tendenziell immer eher den Dollar als angeblich sicherste aller Währungen. Der folgenden Chart zeigt den steigenden Dollar-Index seit dem 20. August.

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Dollar steigt, das schwächt natürlich automatisch den Euro

Grundsätzlich lastet auf dem Euro auch, dass die EZB „anfällig“ zu sein scheint für eine weitere geldpolitische Lockerung unter der im November antretenden neuen Chefin Christine Lagarde. Das Lager der Gegner wurde gerade erst geschwächt, weil vorgestern erst mit Sabine Lautenschläger eine wichtige Protagonistin innerhalb der EZB wohl aus Protest zurückgetreten ist. Auch die aktuellen Wirtschaftsdaten aus Euroland deuten darauf hin, dass der EZB weiterhin Luft für Zinssenkungen eingeräumt wird. Denn ganz aktuell zeigen zum Beispiel die deutschen Importpreise eine kräftige Deflation mit -2,7%. Ein Argument mehr für eine noch stärkere Ausweitung des Gelddruckens, und somit einen noch schwächeren Euro?

Optionen befeuern aktuell Schwäche im Euro?

Laut Ipek Ozkardeskaya, Senior Market Analyst bei der London Capital Group (LCG), hat die ganz aktuelle Schwäche im Euro auch damit zu tun, dass am Montag den 30. September auf dem Niveau von 1,0900 große Put-Optionen auslaufen. Auch große Positionen beim Auslaufen von Optionen bei 1,1000 sollen den Druck auf den Euro aufrecht erhalten. Auch zum Quartalsende verstärkt in Yen getätigte Käufe gegen den Euro sollen zusätzlich Druck ausüben. Und schließlich könnte sich laut LCG der Sell-Off im Euro vs USD verstärken, sollte der Kurs unter 1,09 fallen, weil dort zahlreiche Stop Orders liegen sollen (die dann einen Lawineneffekt auslösen können). Im folgenden Chart sieht man Euro vs USD seit Ende 2016. Aktuell haben wir den tiefsten Kurs seit Mitte 2017, und charttechnisch scheint im Augenblick bis grob gesagt 1,05 Platz zu sein.

Euro vs USD seit Ende 2016



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