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Devisen

Euro gegen den US-Dollar: Zeit für eine größere Korrektur?

Agata Janik

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am

Ein 20 Euro Schein

Der Wochenstart verlief beim Euro vs US-Dollar ganz spannend. Selten beobachtet man so viel Volatilität am ersten Tag der Handelswoche. Wer gestern den Major gehandelt hat, dem war es sicherlich nicht langweilig. Es gab für kurzfristige Daytrader ein gute Möglichkeit, allgemein am Devisenmarkt Profite zu erzielen. EUR/USD wurde schon in der ersten Tageshälfte kräftig gehandelt. Der Kurs bewegte sich in einer breiten Range von knapp 100 Punkten. Das hat natürlich auch viele Privat-Trader dazu motiviert, am Markt aktiv zu werden. In der europäischen Session haben die Bullen versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,1500 anzugreifen. Dafür konnte sich jedoch nicht genug Dynamik auf der Oberseite entwickeln, und jeder Angriff endetet anschließend mit einer Enttäuschung. Der Bereich von 1,1500 scheint momentan für den Euro noch ein Tabu zu sein. Wie lange es so bleibt, werden die nächsten Handelstage zeigen.

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In der amerikanischen Session wurden die Bullen endgültig geschlagen und der Kurs erfuhr eine deutliche Gegenreaktion auf der Downside. Heute Nacht, in der asiatischen Session, hat sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt und der Kurs verlor seit gestern insgesamt über 100 Punkte. Nach dem gestrigen Crash an den weltweiten Wertpapiermärkten, der durch den Ölkrieg zwischen Russland und den Saudis noch beschleunigt wurde, konnten heute Nacht die asiatischen Börsen eine leichte Erholung erfahren. Die freundlichen Aktienmärkte in Asien haben den Euro zum US-Dollar ein wenig geschwächt. Die Sorgen, die mit dem Coronavirus einhergehen sind inzwischen auch an dem Devisenmarkt angekommen. Die Unruhe und Nervosität spiegeln sich nicht nur bei der Kursentwicklung von Euro zum US-Dollar wider, sondern auch bei den anderen Majors wie GBP/USD oder USD/JPY.

Wird der Euro heute schwächer notieren?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man auf jeden Fall die weitere Entwicklung an den Wertpapiermärkten beobachten. Wenn der DAX es heute schafft, seine Talfahrt zu stoppen und die herben Verluste der gestrigen Sitzung ein wenig wieder gut zu machen, kann die Korrektur bei Euro vs US-Dollar fortgesetzt werden. Aktuell (Dienstagmorgen) notiert der Major bei ca.1,1350. Die Indikatoren im kurzfristigen Bereich sind schon stark überkauft, was darauf hindeutet, dass auch aus technischer Sicht eine Korrektur beim EUR/USD fällig ist. Der Anstieg der letzten Wochen war fundamental begründet. Das Coronavirus sorgt fast jeden Tag für neue Schlagzeilen. In Italien sind die Auswirkungen der Epidemie am meisten zu spüren und das Land scheint das Virus nicht in den Griff zu bekommen. Die Regierung greift jetzt zu brutalen Maßnahmen und erklärt das gesamte Land, mit rund 60 Millionen Einwohnern zu einer Sperrzone. In Italien gibt es bis jetzt schon über 10.000 Infizierte und 460 Menschen sind an den Folgen des Covid-19 bereits gestorben. Aber auch in anderen europäischen Ländern, wird das öffentliche Leben immer mehr eingeschränkt. Wenn in Deutschland schon darüber diskutiert wird, ob die Fußballspiele abgesagt werden sollten, dann wird die Lage auch hierzulande sehr ernst.

Diese Situation wird natürlich auch die weitere Kursentwicklung des Euro beeinflussen. Wichtig ist auch, dass Donald Trump gestern Abend erklärte, dass es wohl Steuererleichterungen in den USA geben werde im Kampf gegen das Coronavirus! Wer heute den Major handeln möchte, sollte definitiv die Wertpapiermärkte verfolgen. Aus technischer Sicht, sollte mit einer Korrektur auf der Unterseite gerechnet werden. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,1328 (23,6% Fibonacci-Level). Sollte diese Marke brechen, wird der Major die 1,1300 „big figure“ suchen. Darunter wartet auf den Euro vs US-Dollar der nächste wichtige Support bei 1,1285. Sollten dagegen die Aktienmärkte erneut fallen, wird der Euro wahrscheinlich wieder an Stärke gewinnen. Auf der Oberseite befinden sich die signifikanten Widerstände bei 1,1411 (Pivot Point) und bei 1,1468.

Chart für Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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am

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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