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Euro gegen US-Dollar: Setzt sich die Talfahrt fort? Achtung bei 1,0790

Agata Janik

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am

Es ist schon erstaunlich zu beobachten, wie der Euro gegen den US-Dollar seit Anfang Februar bestraft wird. Der Kurs hat innerhalb dieser Zeit fast 300 Pips verloren. Aber warum ist das so? Einer der Gründe für die konstante Schwäche des Euro sind wahrscheinlich die positiven Wirtschaftsdaten, die regelmäßig aus Amerika veröffentlicht werden. Aber auch die negativen Zahlen aus der Eurozone beschleunigen den Euro-Sturz. Es gibt momentan in Europa wenig Positives zu berichten: Egal, ob man nach Deutschland, Frankreich oder Italien schaut. Es herrscht viel Unruhe und Chaos, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft. Dann gibt es noch den unangenehmen Brexit, dessen Konsequenzen für Europa noch gänzlich unbekannt sind.

Amerika dagegen blüht scheinbar immer mehr auf, Präsident Donald Trump lobt in höchsten Tönen seine eigene Politik und strahlt damit Stärke und Selbstbewussten in die Welt aus. Der US-Dollar reagiert dementsprechend positiv, was sich aktuell nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen andere Währungen wie das GBP oder den AUD zeigt.

Die Nachrichten über das  Coronavirus drücken ebenfalls auf die Stimmung, auch wenn manche immer noch versuchen, die drohende Gefahr für die Wirtschaft unter den Teppich zu kehren. Wegschauen wird wenig helfen, die ersten Befürchtungen bestätigen sich. Wenn schon solche großen Konzerne wie Apple anfangen zu verkünden, dass erste Produktionsengpässe entstanden sind, muss jedem bewusst werden, dass eine weltweite Krise immer realer wird. Sollte es dazu kommen, wird die europäische Wirtschaft wahrscheinlich noch viel stärker als die amerikanische betroffen sein. Diese Situation würde den Euro gegen den US-Dollar noch mehr schwächen, zumal der Dollar dann als „sicherer Hafen“ fungiert.

Euro vs US-Dollar kurz vor dem nächsten Down-Move

Aktuell befindet sich EUR/USD knapp unter 1,0800 und die Gemeinschaftswährung kämpft verzweifelt um die „big figure“. So wie es momentan aussieht, wird es für den Euro ziemlich schwer sein, das letzte Tief bei 1,0790 zu verteidigen. Der Druck auf der Unterseite ist nach wie vor vorhanden – und wenn am Nachmittag in der amerikanischen Session die Day Trader ihre Short- Orders platzieren werden, wird es für den Euro gegen den US-Dollar wahrscheinlich weiter in Richtung Süden gehen.

Sollte das letzte Tief bei 1,0790 brechen, kann man als nächstes Kursziel den Bereich von 1,0765 und später 1,0735 nehmen. Wie weit der Kurs heute noch fallen? Unter 1,0790 sitzen viele Stop-Loss Marken, das wissen die Short-Trader ganz genau und werden bestimmt demnächst versuchen, diese Unterstützung zu brechen. Wenn es dazu kommt, wird es zu einer Stopp-Lawine kommen und der nächste Ausbruch auf der Unterseite erfolgen.
Wenn dagegen das letzte Tief bei 1,0790 halten sollte, werden die Bären schnell ihre Short-Positionen schließen, was den Kurs leicht nach oben ziehen kann. Auf der Oberseite wartet jedoch schon bei 1,0839 der Daily Pivot Point, der eine große Hürde für den Kurs darstellen wird. Wer also heute auf einen Rebound setzt, sollte diese Marke nicht außer Acht lassen.

Summa summarum: Die Marke von 1,0790 dürfte heute der entscheidende Trigger werden für den weiteren Verlauf!

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der Euro ist seit Tagen unter Druck gegenüber dem Dollar

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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