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Devisen

Euro im Sinkflug nach Aussagen des EZB-Chefvolkswirts Praet

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Euro hat das Tief nach den Terroranschlägen in Paris noch einmal deutlich unterboten:

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Ein entscheidender Auslöser für die erneute Schwäche der Gemeinschaftswährung sind Aussagen des Chefvolkswirts der EZB, Praet. Der Belgier betonte erneut die zu niedrige Inflationserwartung und führte den Rückgang der Rohstoffpreise auf die fehlende Nachfrage zurück. Letzteres ist gewissermaßen das neue Mantra der EZB – manche vermuten dahinter einen Vorwand, um weitere Maßnahmen ergreifen zu können, zumal viele Volkswirte nicht in der Nachfrage, sondern im zu großen Angebot den Grund für die fallenden Rohstoffpreise sehen. Hier die zentralen Aussagen von Praet:

„It is key for a central bank to keep inflation expectations anchored, especially in a period of slack in the economy. And we have some signals that these inflation expectations are still fragile.

I think it’s still the case. Long-term inflation expectations remain fragile. I never said they are de-anchored, I don’t think they are, but there are risks and this is why we are considering further action. A possible de-anchoring of inflation expectations together with a lot of slack is a dangerous cocktail.

A lot of the latest wave of commodity price declines is demand related. At some point in the recent past you had a supply side issue, which is a windfall for consumers, but now a significant part is also coming from weak global conditions. Global growth this year will be the weakest since 2009.“

Damit setzt sich der Reigen der Verbalrhetorik von EZB-Mitgliedern fort, deren Ziel offenkundig die Schwächung der Gemeinschaftswährung ist. Nach den Pariser Anschlägen ist die Wahrscheinlichkeit für weitere Maßnahmen der EZB auf ihrer nächsten Sitzung am 03.Dezember noch einmal gestiegen. Morgen wird das Fed-Protokoll veröffentlicht – sollte daraus klar hervorgehen, dass die Anhebung der Zinsen im Dezember durch die Fed beschlossene Sache ist, dürfte der Euro weiter auf 1,05 absacken.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Chris

    17. November 2015 12:22 at 12:22

    Ich versuche,die geplante, Wertlosmachung des €uro wenigstens einigermassen zu verstehen.Leider gelingt es mir nicht.Die Gleichung:Schwache Währung=starke Wirtschaft=Wachstum&Zufriedenheit geht mir so gar nicht rein.Wahrscheinlich denke ich zuviel an D-Mark-Zeiten,als eine starke Mark uns gegen die Knoblauch&Warmwasserstaaten geschützt hat!Nun,da sich diese einen Familienstatus erschlichen&mehrere Brückenköpfe in unserer Schwachmatenregierung gebildet haben,ist es wohl vorbei mit:Jeder ist seines Glückes Schmied!So nehmen wir uns ein Beispiel an Uncle Sam.Schulden,Haushaltsdefizit,schwarze Null,Maastricht,Lissabon&all die anderen Gesetze:So what!Es wird immer wieder einen Grund geben,Schönwettergesetze zu umgehen,selbst wenn man dazu menschenverachtenden Terrorismus braucht.Wie wärs denn mit einem fürchterlichen Anschlag in Griechenland?Würde schön passen.Ein paar tausend Opfer wären hinnehmbarer Kollateralschaden .Es widert mich nur noch an!P.s.Könnte ein Extremweich€uro mir meinen Lebensabend versüssen?Wenn ja,wo?,nur nicht in Muselmanenstaaten wie z.B. Frankreich,dazu hänge ich doch zu sehr an meinem Leben!In den Kinos läuft momentan sehr erfolgreich:Er ist wieder da.In mehreren €uroländern ist das schon Wirklichkeit.Bei uns,mit unserer Geschichte undenkbar?Täuscht €uch nicht!Der Deutsche ist vom Wesen her immer 0 oder 1,will heissen:extrem gut oder das genaue Gegenteil davon!Erkenntnis einer Selfiestudie?

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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