Devisen

Aktuelle Fluchtbewegung am Devisenmarkt Euro rutscht weiter in den Keller – Fed und Putin belasten

Euro-Geldscheine

Doppel-Schlag gegen den Euro! Seit heute früh 8 Uhr rutscht die Gemeinschaftswährung von 0,9965 gegen den US-Dollar auf aktuell 0,9910 (vorhin im Tief 0,9884). Die enorme Schwäche setzt sich also fort! Im folgenden TradingView Chart sehen wir im Verlauf der letzten zwölf Monate den immer weiter fallenden Euro (blaue Linie). EURUSD notierte vor einem Jahr noch bei 1,17. Dem gegenüber sehen wir den stetig weiter ansteigenden US-Dollar in Form des US-Dollar-Index, eines Währungskorbs des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen, darunter auch den Euro.

Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 12 Monate

Euro verliert – Putins Teilmobilisierung drückt nach unten

Die heute früh von Wladimir Putin verkündete Teilmobilisierung hat den Abrutsch des Euro heute früh ausgelöst. Die militärische Eskalation zwischen der Ukraine und Russland droht. Und in unsicheren Zeiten entstehen immer schnell Fluchtreflexe am Kapitalmarkt. Man flüchtet in „Sichere Häfen“, und da ist der US-Dollar das große angesagte Fluchtziel. Verlierer ist in dem Fall unter anderem der Euro. Damit wird die Schwäche der letzten Wochen durch ein aktuelles Ereignis noch weiter verstärkt.

Dazu schreibt Bloomberg aktuell: „Diese Schlagzeilen deuten darauf hin, dass wir uns am Rande einer Eskalation des Krieges befinden, was eine ganze Reihe neuer Unsicherheiten mit sich bringt“, sagte Jane Foley, Strategin bei der Rabobank. „Dies wird den Euro und die Währungen Osteuropas belasten.“ Sie fügte hinzu, dass dies die Anziehungskraft des Dollars als Zufluchtsort verstärken werde und dass „der Euro die wirtschaftlichen Gefahren im Zusammenhang mit der Energiekrise noch nicht eingepreist habe.“

Kurz vor der Fed

Abseits dieser aktuellen Meldung, die den Euro belastet, schwebt die heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit anstehende Zinsanhebung durch die Federal Reserve als große Belastung über der Gemeinschaftswährung. 0,75 Prozentpunkte Anhebung werden erwartet. Aber können es auch 1,00 Prozentpunkte Anhebung werden? Je nachdem was entschieden wird und wie sich Fed-Chef Jerome Powell nach der Entscheidung in der Pressekonferenz äußert, könnte der US-Dollar noch weiter an Stärke gewinnen, und der Euro noch weiter abwerten, deutlich unter die Marke von 0,99 gegen den US-Dollar.

FMW/Bloomberg



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage