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Devisen

Aktuell: Euro steigt gegenüber US-Dollar – ein großer Vorteil!

Claudio Kummerfeld

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am

Das Symbol für den Euro

Es ist ein kleines Spiel, was derzeit unsichtbar am Devisenmarkt ausgefochten wird. Aber es ist vorhanden. Und derzeit liegt der Euro vorne, unbeabsichtigt. Das Coronavirus (wo ist mehr Panik?) schwächt die Wirtschaft, und/oder der Markt glaubt an eine stäkere Schwächung, was insgesamt bei Aktien, Öl etc diese Woche zu massiven Verlusten führt. In einer gewissen Panik-Verfassung glaubt man also an eine starke wirtschaftliche Schwäche – was ja auch so kommen kann!

Fed hat mehr Luft nach unten

Betrachtet man einige Analystenaussagen, dann wird die Federal Reserve wohl noch zwei Mal in diesem Jahr die Zinsen senken. Schaut man auf das CME Fed Watch Tool, dann steht für den nächsten Termin am 18. März die Wahrscheinlichkeit für die nächste Zinssenkung um 25 Basispunkte aktuell bei 54,3%. Und das Entscheidende bei Betrachtung der Zinssituation in den USA ist: Die Amerikaner hatten in den letzten Jahren im Verlauf des extrem lang anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs ihre Zinsen spürbar angehoben. Daher haben sie jetzt auch wieder Spielraum um die Zinsen senken zu können. Und genau jetzt kommen wir zum Grund, warum der liebe Euro derzeit gegen den US-Dollar Stärke zeigt.

EZB kann wohl nur minimal senken

Denn die EZB hat diesen großen Spielraum für Zinssenkungen nicht, der in den USA noch vorhanden ist. Die Zinsen in Euroland wurden nämlich in den letzten Jahren nie angehoben, sondern kleben konstant im Keller! Robert Halver erwähnt diese fast nicht mehr vorhandene Möglichkeit der EZB für niedrigere Zinsen in einem ganz aktuellen Interview (hier zu sehen ab Minute 3:50). Laut Berichten (zum Beispiel im Handelsblatt) preist der Geldmarkt für die Eurozone derzeit in diesem Jahr noch einen Zinsschritt nach unten ein. Der Strafzins für die Banken werde wohl noch weiter sinken. Schon jetzt belastet er die Banken mit -0,50 Prozent. Liebe Leute, mal ehrlich. Welcher Stimulus soll für die Wirtschaft damit denn noch erzeugt werden, so möchten wir fragen. Aber ja, die Damen und Herren Notenbanker leben in ihrer eigenen kleinen Welt, wo sie wirklich glauben mit so etwas die Realwirtschaft anschieben zu können. Aber gut, solange der Markt darauf positiv reagiert? Der Euro jedenfalls legt ja derzeit zu! Aber halt nur deswegen, weil die Zinssenkungsphantasie für die USA spürbar größer ist als die für die Eurozone! Aus Sicht der Euro-Bullen ist das aktuell der große Vorteil gegenüber dem US-Dollar.

Euro steigt gegen den Dollar

Im folgenden Chart sieht man im Verlauf der letzten fünf Tage, wie der Euro gegen den US-Dollar seit gestern um 100 Pips ansteigt auf aktuell 1,0971. Gleichzeitig sieht man den Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) als blaue Linie fallen. Wochenlang zeigte er Stärke. Jetzt aktuell fällt er auf 98,51 Indexpunkte, von gestern um die 99 glatt. Es ist gut möglich (natürlich nicht garantiert), dass dieser frische Aufwärtsmove für den Euro weitergeht!

Euro vs US-Dollar im Vergleich zum Dollar-Index

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hans Winkelmann, alias Meiser

    27. Februar 2020 17:42 at 17:42

    Ach so, daher kommen meine 40%. Vielen Dank!

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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