Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Gawooni Anleihe
  • Brokervergleich

Gold/Silber

Euro und Gold: Geht das Leid weiter?

Veröffentlicht

am

Euro/USD

Wie schon seit Monaten konnte sich der Euro auch im Verlauf der zurückliegenden Woche nicht zu einer richtungsweisenden Entscheidung hinreißen. Mit dem erneuten Abverkauf konnte der Euro zwar meine jüngste Sichtweise exakt nachvollziehen, doch hat sich die europäische Leitwährung durch diesen Schritt das Tor gen Norden offen gehalten. Wie der Langzeitchart es zeigt, könnte sich auf dem aktuellen Niveau durchaus ein sehr tragfähiger Boden ausbilden. Mein aktuelles Szenario habe ich bereist daraufhin umgestellt.

Ausblick:

Aktuell formt sich die kleine Welle (2) der größeren Welle (i) aus. Der bislang vermiedene Bruch des kleinen 0.76 Retracements (1.1217 $) ist ein sehr positives Indiz auf das dargestellte Szenario. Demzufolge erwarte ich auch für die sich anschließenden 1-2 Wochen nicht, daß diese sehr wichtige Unterstützungslinie gebrochen wird. Die sich anschließende Welle (3) läßt den Euro dann relativ dynamisch steigen. Der Startschuß hierfür fällt indes erst mit Überschreiten des 0.62 Retracements bei 1.1347 $. In der Folge steigt das Währungspaar dann bis zur 1.62-Linie bei aktuell 1.1458 $.

 

Erst von diesem Niveau aus ist dann vom Eintreten einer etwas größeren Korrektur auszugehen. Sollte sich dieses Szenario so einstellen, ist dieses Prozedere als Abschluß der seit über einem Jahr währenden Korrektur anzusehen. Auf der anderen Seite würde ein Unterschreiten der 0.76 Unterstützung (1.1217 $) die Korrektur wieder aufleben lassen. Doch allein der Aspekt, daß das große und existenzielle 0.50 Retracement (1.1182 $) bislang noch nicht mittels Schlußkurs gebrochen wurde, ist für mich ein Anzeichen auf eine nachhaltige Bodenbildung.

Fazit:

 

Der Euro steht, so wie schon lange nicht mehr, aktuell am Scheideweg. Ein eventueller Schlußkurs über dem 0.62 Retracement (1.1347 $) ist ein mittleres Kaufsignal mit Fantasie bis 1.15 $ und zudem der Startschuß für eine größere Rallye. Noch sollte die Situation mit Argusaugen betrachtet werden. Die Absicherung Ihrer Positionen sollte wie bereits seit Monaten auf dem 0.50 Retracement (1.1182 $) erfolgen.

 

 

Gold

Bedingt durch den erneuten Preisabschlag, hat Gold die angeschlagene korrektive Konstellation, in welcher sich das Edelmetall seit Monaten befindet, einmal mehr unter Beweis gestellt. Seit Monaten weise ich hier an dieser Stelle auf diesen Aspekt hin. Natürlich in Abweichung von der medialen Berichterstattung, deren Tenor einen sehr starken Goldkauf einiger Zentralbanken vermittelt. Wie Sie es den Charts entnehmen können, habe ich daraufhin meine Wellenzählung leicht umgestellt. Nach wie vor erwarte ich das Eintreten einer größeren Korrektur. Der Langzeitchart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

Ausblick:

Hervorgerufen durch den massiven Bruch des 0.38 Retracements (1.287 $), kann das seit Anfang des Jahres laufende kleine Triangle (a-b-c-d-e) als abgeschlossen angesehen werden. Im Gleichklang wurde auch die größere Welle (b) vollendet. Zudem stellt der Ausbruch aus dem hellgrauen Trendkanal ein sehr negatives Zeichen auf die sich anschließende Performance dar. Somit ist für die Folgezeit von erneuten Kursverlusten auszugehen. Mit dem 1.00 Retracement (1.267 $) steht die nächste Ziel- und Haltemarke bereits in unmittelbarer Nähe.

Wie im Chart dargestellt erwarte ich von diesem Niveau aus eine kleinere aufwärtsgerichtete Korrekturwelle (2). Deren maximal zu erreichendes Ziel wird durch das 0.76 Retracement (1.301 $) gebildet. Erst ein Schlußkurs über dieser in der Tat sehr wichtigen Widerstandslinie würde eine gewisse Verbesserung der Ausgangslage darstellen. Sehr realistisch erscheint mir diese Option indes nicht. Vielmehr sollte der Abverkauf bis zur 1.62 Unterstützung bei 1.241 $ ins Kalkül gezogen werden. Selbst der Bruch dieses Bereiches, und verbunden damit der Lauf bis zur unteren hellroten Trendlinie, stellt keine Utopie dar.

Fazit:

Gold bewegt sich im Rahmen einer Korrektur. Ein erneutes Engagement ist auf absehbare Zeit nicht gerechtfertigt. Ein kleines bis 1.301 $ reichendes Signal wird erst über dem 0.24 Retracement (1.280 $) generiert. Die Absicherung sollte bei 1.267 $ (1.00 Retracement) erfolgen.

 

Foto: Stevebidmead – https://pixabay.com/en/gold-ingots-golden-treasure-513062/ Gemeinfrei

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

Silberpreis wartet auf nächsten Impuls

Veröffentlicht

am

Der Silberpreis sammelt Kraft für den Angriff auf eine ganze Kaskade an Horizontalwiderständen.

 

Die Ausgangslage für den Silberpreis

Bereits Mitte Juli war der Silberpreis aus seinem dreijährigen Abwärtstrend bei 15,46 US$ pro Unze nach oben ausgebrochen. Nur zwei Tage später erfolgte der Angriff auf den nächsten mittelfristigen Abwärtstrend bei 16 US$. Dieser stammte aus dem April 2017 und wurde in den letzten zwei Jahren ganze sechs Mal getestet. Der Durchbruch gelang im Zuge der aktuellen Aufwärtsbewegung am 18. Juli.
Den nächsten Horizontalwiderstand bei ca. 16,18 US$ durchschnitt Silber wie das heiße Messer die Butter. Statt auch nur kurz zu verschnaufen, lief der Preis des weißen Edelmetalls direkt an die sehr bedeutende 200-Wochen-Durchschnittslinie (EMA 200) bei 16,60 US$ heran.

Der Silberpreis steht an zentralen Widerständen

 

Der EMA 200

Zu dieser gewichteten Durchschnittslinie (Exponential Moving Average) muss man wissen, dass je länger der gewählte Zeitraum ist und je höher die gewählten Zeiteinheiten der Kerzen sind, umso nachhaltiger ist das erzeugte Signal.

 

Zunächst jedoch zwang dieser signifikante Widerstand den Silberpreis in eine Korrektur, die die Notierungen bis auf den zuletzt überwundenen Abwärtstrend bei 16 US$ zurückführte.

Diese Konsolidierung war jedoch nur von kurzer Dauer: Bereits am 7. August konnte Silber den 200-Wochen-Durchschnitt mit einer brutalen Kerze nach oben durchstoßen und sogar die Marke von 17 US$ überwinden. Anlass war der Tweet von Donald Trump über die Einführung neuer Zölle auf chinesische Importe ab 1. September. Damit hat der Silberpreis nun charttechnisch einen neuen belastbaren Aufwärtstrend etabliert.

 

Das dicke Brett für den Silberpreis

Um zum zyklischen Höchststand des Jahres 2016 bei 21,15 US$ vorzustoßen, muss der Silberpreis aber noch eine ganze Kaskade an Horizontalwiderständen überwinden (bei ca. 17,30 US$, 17,70 US$ 18,60 US$, 19 US$ und 20 US$).

Die Chancen dafür stehen charttechnisch besser als ein Rückfall in die mittelfristigen Abwärtstrends. Die aktuelle Seitwärtskonsolidierung erfolgt Nahe der zyklischen Höchststände und offenbart einen hartnäckigen Aufwärtsdrang des Silberpreises.

Dennoch tut die aktuelle Konsolidierung not, da Silber kurzfristig charttechnisch überkauft ist und auch die Terminmarktstruktur an Hand des COT-Indikators ein Verkaufssignal generiert hat. Im Klartext bedeutet dies, dass die Long-Positionierung der Spekulanten überdurchschnittlich hoch ist, ebenso wie die kommerziellen Absicherungen gegen kurzfristige Preisrückschläge. Diese Konstellation signalisiert zumindest kurzfristig erhöhten Konsolidierungsbedarf.

 

Fazit

Die Gesamtlage für das monetäre Edelmetall Silber bleibt mittelfristig konstruktiv: Die Geldpolitik wird aggressiver, die globalen Risiken nehmen weiter zu, die physische Nachfrage via ETFs ist seit Mai um 100 Mio. Unzen förmlich explodiert und das Chartbild signalisiert aktuell einen neuen Aufwärtszyklus.

weiterlesen

Gold/Silber

Euro zum Goldpreis auf Allzeittief – Fieberkurve der Märkte

Veröffentlicht

am

In Dollar notiert der Goldpreis noch deutlich unter seinem Allzeithoch – nicht so aber zum Euro und einigen anderen wichtigen Währungen! So handelt der „Weltgoldpreis“ – also der Goldpreis in allen anderen Währungen ausgenommen der US-Dollar – bereits auf Allzeithoch (laut Thorsten Polleit). Beim Euro liegt der Goldpreis kurz vor dem höchsten je erreichten Stand – und das hat gute Gründe, die viel mit der Gemeinschaftswährung zu tun haben.

Bekanntlich sieht die Konjunktur in Europa nicht besonders gut aus, speziell nicht im „economic powerhouse of Europe“, also Deutschland. Nun will die EZB in Reaktion auf die gleichermaßen schwache Konjunktur und Inflation auf ihrer September-Sitzung reagieren und plant, glaubt man dem eher hawkishen finnischen EZB-Mitglied Rehn, eher „überschiessen“ als „unterschiessen“ mit den Gegenmaßnahmen. Nun wenden Kritiker ein, dass die EZB mit ihrer ultralaxen Geldpolitik ihre Ziele vor allem in Sachen Inflation nicht erreicht hat – aber die Notenbank macht unverdrossen weiter und gibt wohl bald noch mehr von der immer unwirksameren Medizin.

Neue Studien zeigen immer klarer, dass diese Geldpolitik zum Scheitern verurteilt ist: sie erhöht nicht die Kreditvergabe der Banken, ändert kaum etwas an der Sparquote der Bürger, und trocknet die Liquidität an Geldmärkten und Anleihemärkten aus. Profi-Investoren flüchten daher in Junk-Bonds oder in US-Staatsanleihen, um noch Renditen erzielen zu können – das dürfte einer der tieferen Gründe sein für den Fall der US-Renditen in den letzten Monaten.

 

Diese Geldpolitik wiederum läßt den Euro weiter abwerten – und daraus wiederum ergeben sich Kaskaden an Konsequenzen. Erstens: der Yuan ist nicht an den Dollar gekoppelt, sondern an einen Währungskorb, bei dem der Dollar 22% ausmacht, der Euro aber immerhin 16%. Wertet der Euro ab, schwächt das also auch den Yuan erheblich.

Werten wiederum Yuan und Euro weiter ab, dürfte das  das Verlangen des US-Präsidenten steigern, sowohl China als auch die EU als Währungsmanipulator zu attackieren – ergo also nicht nur gegen China weitere Strafzölle zu verhängen, sondern auch gegen die EU. Das wiederum schwächt die Weltwirtschaft weiter, mindert weitere Investitionen und sorgt auch in den USA für Druck, schließlich erzielen die Unternehmen im amerikanischen Leitindex S&P 500 ihre Umsätze zu 40% im Ausland.

Mit anderen Worten: der Euro ist ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte. Und der Euro zum Goldpreis gewissermaßen das Fieberthermometer der Finanzmärkte, das Lars Erichsen in diesem Video ausführlich analysiert:

 

Der Euro verliert zum Gold immer mehr an Wert

weiterlesen

Anleihen

Gold und die Negativrendite bei Anleihen

Veröffentlicht

am

Gold steigt und steigt. Erst vorgestern berichteten wir vom neuen Jahreshoch. Es ist klar. In Zeiten von Handelskrieg, Iran-Krise etc flieht der Anleger in die sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken. Und natürlich, es ist auch klar: Je weiter die Zinsen für Anleihen ins Negative sinken, desto attraktiver wird Gold nun mal. Der Goldpreis kann zwar schwanken, aber immerhin gibt es keine Negativverzinsung.

Gold vs Anleiherendite

Und die Korrelation zeigt eindeutig: Je tiefer die Rendite bei Anleihen sinkt, desto weiter steigt Gold. Im folgenden Chart sieht man in den letzten zwölf Monaten den Goldpreis im Vergleich zum Kursverlauf der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe. Sie laufen parallel. Denn je höher der Kurs, desto tiefer die Rendite bei Anleihen. Denn je mehr ein Anleger für eine Anleihe beim Kauf bezahlen muss, desto geringer ist seine Rendite. Denn die Verzinsung ändert sich ja während der Laufzeit nicht.

Gold vs Bundesanleihen

Interessant ist auch der folgende Chart. Er zeigt seit 2014 den Preis für Gold im Vergleich zum vorhandenen Volumen von Anleihen mit negativer Rendite. Beide laufen auch parallel nach oben. Ein weiterer Beweis für die These, dass Gold für Anleger umso attraktiver wird, je weiter die Renditen bei Anleihen sinken. Und das, obwohl Gold ein richtig kräftiges Kursrisiko beinhaltet. Bei Anleihen weiß der Käufer wenigstens, dass er nach einer festen Laufzeit den Nominalwert zurück erhält.

Anleihe-Wahnsinn geht immer weiter

 

Übrigens: Am Anleihemarkt geht der „Wahnsinn“ gen Süden immer weiter. Morgen will der deutsche Staat zum ersten Mal überhaupt eine 30 Jahre laufende Anleihe mit einem Zinskupon von 0,00% ausgeben! Und deutsche Banken bereiten sich offenbar darauf vor Immobilienkredite mit Negativverzinsung anzubieten. Lesen Sie dazu gerne diesen aktuellen Artikel von finanz-szene.de. Und aktuell notieren die Renditen für zehn Jahre laufende deutsche Pfandbriefe schon mit -0,25% Rendite.

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen