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Devisen

Euro: Unter Druck – weil der Dollar so stark ist

Agata Janik

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Der Wochenstart beim Wechselkurs Euro zum Dollar  verlief eher ruhig und die Händler haben mit großer Spannung auf den nächsten Ausbruch gewartet. Der hat bis gestern auf sich warten lassen, aber dann war er endlich da und es konnte für Day-Trader endlich losgehen. Wie schon in der gestrigen Analyse erwähnt, war der Bereich von 1,1035 entscheidend. Der Euro hat es nicht geschafft, diese Unterstützung erfolgreich zu verteidigen – und mit dem Bruch dieser Unterstützung bewegte sich EUR/USD nur in eine Richtung, und zwar nach unten.

Zu dem schnellen Down-Move haben sicherlich auch die Nachrichten über einen neuen Impfstoff gegen das Coronavirus beigetragen. Als es sich aber kurz danach herausgestellt hat, dass das sehr wahrscheinlich nur „Fake-News“ waren, hat EUR/USD weitere Dynamik entwickelt, die Short-Bewegung hat sich beschleunigt. Starke US-Konjunkturdaten (ADP Arbeitsmarktbericht und ISM Index Service) sorgten für ein Abflauen der Zinssenkungsfantasien in den USA, was den Dollar unterstützt. Wir haben es also mehr mit einer Stärke des Dollar zu tun als mit einer Schwäche des Euro!

Wie ich auch gestern angedeutet habe, war und wird die Unterstützung bei 1,0991 von großer Bedeutung sein. So kam es dann auch, der Euro notierte zum Dollar nämlich gestern im Tief den Preis von 1,0992.

Danach ist der Markt in einen Seitwärtstrend übergegangen und es passierte nicht mehr viel.

Auch in der asiatischen Session heute Nacht hat die Volatilität gefehlt. Obwohl die Finanzmärkte in Asien mit großem Plus auf breiter Front geschlossen haben, blieb EUR/USD weitgehend unbewegt.

Euro: Die zentrale Unterstützung

Die europäische Session hat bereits begonnen und es ist jetzt schon ziemlich spürbar, dass bei EURUSD heute nicht langweilig wird. Auch bei den anderen Währungspaaren tut sich schon viel – und so wie es aussieht, wird es heute gute Chancen geben, am Forex-Markt Gewinne zu erzielen.

Aktuell befindet sich der Euro zum Dollar knapp unter der 1,1000 „big figure“ und versucht gerade, das gestrige Low zu durchbrechen. Es herrscht Hektik, da viele Long- und Short-Orders sich auf diesem Level befinden. Das ist von großer Bedeutung, denn auch die Break-Out Trader werden sich jetzt positionieren. Die Händler stehen schon in den Startlöchern oder sind schon aktiv.  Fällt EUR/USD unter die oben genannte Unterstützung, werden Stops der Bullen gezogen, was die Dynamik noch erhöhen kann.

Als nächstes Ziel kann man die Unterstützung bei 1,0979 ins Auge fassen. Sollte auch dieses Level brechen, kann es anschließend ganz schnell weiter nach unten gehen, denn der langfristige Abwärtstrend würde damit bestätigt. Dieses Szenario wird wiederum die Euro-Bären dazu motivieren, ihre Short-Positionen weiter aufzustocken. Mittelfristig sehe ich beim EURUSD auf der Unterseite Potential bis 1,0940 – aber bis dahin hat das Währungspaar noch eine lange Strecke vor sich.

Sollte auf der anderen Seite die Unterstützung bei 1,0991 doch halten, was ich bei der heutigen Dynamik für unwahrscheinlich halte, wird der Euro versuchen, einen Rebound aufzubauen. Es wird jedoch nicht leicht sein, denn schon bei 1,1014 befindet sich der Daily Pivot-Point, der als ein starker Widerstand gilt. Hier werden die Bären wieder ihre Chancen suchen und erneut Short-Orders platzieren.

Summa summarum: EUR/USD ist momentan stark angeschlagen und die Short-Seite wird von vielen Händlern jetzt favorisiert. Wer trotzdem auf einen Rebound setzen möchte, sollte wissen, dass es die „gefährlichere“ Seite ist. Davon abgesehen, es gibt unter den Händlern einen Spruch: Nach unten geht es immer schneller.

Der Euro uner Druck, weil der Dollar ingesamt stark ist - Zinssenkungsfantasien haben nachgelassen

Der Chartverlauf des Euro zum Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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