Devisen

Euro mit Absturz – diese Gründe sorgen ganz aktuell für Verschnaufpause – Vorsicht!

Gestern hatten wir den Absturz im Euro gegen den US-Dollar bereits besprochen, und von einem Absturz mit Ansage gesprochen. Und in den letzten 24 Stunden? Mit 1,0972 notiert der Euro aktuell ein paar Pips höher als gestern Nachmittag. Also gibt es aktuell eine kleine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten? Was ist aktuell passiert?

Vor allem ISM-Daten geben Euro kleine Verschnaufpause

Am wichtigsten sind die vor wenigen Minuten frisch veröffentlichten ISM-Daten für die US-Industrie, die mit einem Wert von unter 50 auf eine rückläufige Produktion hindeuten. Ein sehr schwacher Wert! Der US-Aktienmarkt fällt aktuell wie ein Strich (Dow zügig -170 Punkte). Das erhöht natürlich die Möglichkeit, dass sich die Federal Reserve doch einer weiteren Zinssenkung zuwendet. Natürlich wird die Fed nicht sofort ihre ganze Politik überdenken nur aufgrund der ISM-Zahl. Aber sie ist ein kleiner Baustein für zukünftige Entscheidungen. Und so wertet der US-Dollar aktuell ein klein wenig ab. Dementsprechend wertet der Euro gegen den Dollar ein wenig auf, um derzeit 33 Pips seit 15:30 Uhr. Das ist wirklich nicht die Welt, aber bei dem seit Tagen fallenden Preis kann der Euro jegliche Hilfe gut gebrauchen.

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Hinzu kommt ganz vorsichtig unterstützend auch das aktuelle Gerücht, dass die EZB womöglich dazu tendiert am 12. September nur die Zinsen zu senken, und nicht neue Anleihekäufe aufzulegen. Auch könnten Banken in der Eurozone mit einem gestaffelten Banken-Einlangenzins etwas entlastet werden. Aber das ist nur ein Gerücht. Und die Daten sind (so unsere Meinung) insgesamt derart schwach… dass es sich bei diesem aktuellen leichten Anstieg im Euro nur um eine sehr kurzweilige Verschnaufpause handeln könnte! Wissen tun wir es natürlich nicht. Es ist nur ein Szenario, dass der Absturz im Euro schon morgen weitergehen könnte.

Negative Konjunkturdaten aus Europa, Brasilien, Südkorea

Denn solche Daten wie der ISM wirken oft nur wenige Stunden und müssen von weiteren negativen Daten unterstützt werden, wenn sie mehrere Tage wirken sollen. Der Euro-Absturz der letzten Tage lag hauptsächlich an einer grundsätzlichen Dollar-Stärke, und an den erwarteten Zinssenkungen der EZB. Mario Draghi und seine Kollegen werden im Sinne der Eurozone auch darauf schauen (so vermuten wir), dass sich die globale Konjunktur weiter abkühlt. Und da tut sich heute mal wieder so einiges. In Brasilien wurde heute die Industrieproduktion für Juli im Jahresvergleich den zweiten Monat in Folge mit einem dicken Minus vermeldet.


source: tradingeconomics.com

Wir hatten es heute früh bereits erwähnt. Plötzlich ist die Inflation in Südkorea von 0,6% auf 0,00% gesunken. Also direkt an der Kante zur Deflation in diesem so wichtigen Produktionsland in Asien. Genau davon sprechen derzeit schon asiatische Presseberichte. Immerhin ist Südkorea die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens!


source: tradingeconomics.com

Mario Draghi wird auch die heute Mittag veröffentlichten Erzeugerpreise im Blick haben, die einmal mehr weiter schwächelnde Preise für die Eurozone andeuten. All das wirkt nicht nachhaltig positiv, sondern eher weiter negativ für die weitere Entwicklung des Euro bis zur EZB-Entscheidung am 12. September. Im folgenden Chart sieht man den Euro vs US-Dollar in rot-grün gegen den steigenden Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Leitwährungen). Tagelang stieg der Dollar, der Euro fiel. Ganz am Ende des Charts sieht man die von uns am Anfang des Artikels besprochene Verschnaufpause dank des ISM-Index. Eine Trendwende? Zumindest sind Zweifel daran angebracht. Geht die Euro-Abwertung schon morgen weiter? Gut denkbar (das ist natürlich keine Garantie und keine Handelsempfehlung).

Euro vs USD gegen Dollar-Index



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