Folgen Sie uns

Devisen

Euro mit Absturz – diese Gründe sorgen ganz aktuell für Verschnaufpause – Vorsicht!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gestern hatten wir den Absturz im Euro gegen den US-Dollar bereits besprochen, und von einem Absturz mit Ansage gesprochen. Und in den letzten 24 Stunden? Mit 1,0972 notiert der Euro aktuell ein paar Pips höher als gestern Nachmittag. Also gibt es aktuell eine kleine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten? Was ist aktuell passiert?

Vor allem ISM-Daten geben Euro kleine Verschnaufpause

Am wichtigsten sind die vor wenigen Minuten frisch veröffentlichten ISM-Daten für die US-Industrie, die mit einem Wert von unter 50 auf eine rückläufige Produktion hindeuten. Ein sehr schwacher Wert! Der US-Aktienmarkt fällt aktuell wie ein Strich (Dow zügig -170 Punkte). Das erhöht natürlich die Möglichkeit, dass sich die Federal Reserve doch einer weiteren Zinssenkung zuwendet. Natürlich wird die Fed nicht sofort ihre ganze Politik überdenken nur aufgrund der ISM-Zahl. Aber sie ist ein kleiner Baustein für zukünftige Entscheidungen. Und so wertet der US-Dollar aktuell ein klein wenig ab. Dementsprechend wertet der Euro gegen den Dollar ein wenig auf, um derzeit 33 Pips seit 15:30 Uhr. Das ist wirklich nicht die Welt, aber bei dem seit Tagen fallenden Preis kann der Euro jegliche Hilfe gut gebrauchen.

Gesponserter Inhalt

Handeln Sie die größten und beliebtesten Indizes der Welt sowie eine riesige Auswahl an Devisenpaaren, und diversifizieren Sie Ihr Portfolio. Schließen Sie sich Tausenden von Händlern auf der ganzen Welt an, die bei Forex und CFDs handeln. Erleben Sie die extrem geringen Spreads von zum Beispiel 1 Punkt bei GER30 und NAS100. oder . Benutzen Sie unser Angebot, das unter anderem folgende Vorteile beinhaltet: Keine Provisionen, kein Dealing Desk, blitzschnelle Ausführungsgeschwindigkeiten ohne Anforderungen oder Teilfüllungen, Scalping erlaubt uvm.

Hinzu kommt ganz vorsichtig unterstützend auch das aktuelle Gerücht, dass die EZB womöglich dazu tendiert am 12. September nur die Zinsen zu senken, und nicht neue Anleihekäufe aufzulegen. Auch könnten Banken in der Eurozone mit einem gestaffelten Banken-Einlangenzins etwas entlastet werden. Aber das ist nur ein Gerücht. Und die Daten sind (so unsere Meinung) insgesamt derart schwach… dass es sich bei diesem aktuellen leichten Anstieg im Euro nur um eine sehr kurzweilige Verschnaufpause handeln könnte! Wissen tun wir es natürlich nicht. Es ist nur ein Szenario, dass der Absturz im Euro schon morgen weitergehen könnte.

Negative Konjunkturdaten aus Europa, Brasilien, Südkorea

Denn solche Daten wie der ISM wirken oft nur wenige Stunden und müssen von weiteren negativen Daten unterstützt werden, wenn sie mehrere Tage wirken sollen. Der Euro-Absturz der letzten Tage lag hauptsächlich an einer grundsätzlichen Dollar-Stärke, und an den erwarteten Zinssenkungen der EZB. Mario Draghi und seine Kollegen werden im Sinne der Eurozone auch darauf schauen (so vermuten wir), dass sich die globale Konjunktur weiter abkühlt. Und da tut sich heute mal wieder so einiges. In Brasilien wurde heute die Industrieproduktion für Juli im Jahresvergleich den zweiten Monat in Folge mit einem dicken Minus vermeldet.


source: tradingeconomics.com

Wir hatten es heute früh bereits erwähnt. Plötzlich ist die Inflation in Südkorea von 0,6% auf 0,00% gesunken. Also direkt an der Kante zur Deflation in diesem so wichtigen Produktionsland in Asien. Genau davon sprechen derzeit schon asiatische Presseberichte. Immerhin ist Südkorea die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens!


source: tradingeconomics.com

Mario Draghi wird auch die heute Mittag veröffentlichten Erzeugerpreise im Blick haben, die einmal mehr weiter schwächelnde Preise für die Eurozone andeuten. All das wirkt nicht nachhaltig positiv, sondern eher weiter negativ für die weitere Entwicklung des Euro bis zur EZB-Entscheidung am 12. September. Im folgenden Chart sieht man den Euro vs US-Dollar in rot-grün gegen den steigenden Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Leitwährungen). Tagelang stieg der Dollar, der Euro fiel. Ganz am Ende des Charts sieht man die von uns am Anfang des Artikels besprochene Verschnaufpause dank des ISM-Index. Eine Trendwende? Zumindest sind Zweifel daran angebracht. Geht die Euro-Abwertung schon morgen weiter? Gut denkbar (das ist natürlich keine Garantie und keine Handelsempfehlung).

Euro vs USD gegen Dollar-Index

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

weiterlesen

Devisen

Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage