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Euro vs US-Dollar: Der Aufwärtstrend gerät immer mehr in Gefahr

Das Euro Symbol

Der Euro zum US-Dollar gerät weiterhin unter Druck. Auch in der gestrigen Handelssitzung konnte der Euro die wichtige psychologische Marke von 1,1300 nicht mehr erobern. Nach der Seitwärtsphase, haben die Bullen auf den Ausbruch auf der Oberseite gehofft. Neue Kauforders sollten den signifikanten Widerstand bei 1,1285 durchbrechen und den Euro vs USD weiter stärken. Der 120er Moving Average hat dieses jedoch verhindert. Nur kurzfristig konnte der Major über die 1,1285 Marke steigen. Die Anschlussorders haben dann aber gefehlt und im Chart hat sich ein Spike ausgebildet. Die ersehnte 1,1300 „big figure“ konnte nicht mehr erreicht werden.

Die Enttäuschung der Long-Trader war sofort zu spüren. Schon am Anfang der europäischen Session hat sich die Short-Richtung beim EUR/USD klar durchgesetzt. Gegen Mittag notierte das Währungspaar unter 1,1220. Im Tagestief testete der Euro vs USD die Marke von 1,1205. Die Bären haben natürlich versucht, die 1,1200 „big figure“ zu erreichen um eine Stop-Lawine auf der Unterseite auszulösen. Die Unterstützung bei 1,1205 hat jedoch gehalten und der Euro konnte seinen Fall vorerst stoppen. Anschließend haben die Daytrader Ihre Short-Positionen geschlossen und der Kurs erfuhr während der amerikanischer Session eine leichte Erholung. Am Abend notierte EUR/USD wieder bei ca. 1,1240. Gestern Nachmittag wurden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA (Baubeginne) veröffentlicht. Die Zahlen sind etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Das hat den USD kurzfristig ebenfalls geschwächt, dem Euro aber geholfen, die 1,1200 Marke zu halten.

Wenn man den langfristigen Chart von Euro vs USD betrachtet, wird es immer mehr sichtbar, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bald zu Ende sein kann. Der Euro tut sich ab 1,1340 schwer. Die Indikatoren befinden sich im negativen Modus und liefern schon seit Tagen Short-Signale. Wenn der Major weiter unter 1,1300 bleibt, wird eine Trendwende immer wahrscheinlicher.Für langfristig orientierte Trader wird es langsam an der Zeit, die Long-Trades zu schließen. Wer den Trend weiter ausreizen möchte, muss damit rechnen, dass er eventuell den optimalen Ausstieg verpasst. Viele Händler reduzieren in solchen Situationen ihre Positionen, um das Risiko gering zu halten. Das ist sicherlich eine gute Strategie. Es ist sinnvoll, Teilgewinne zu realisieren und dann mit einem Trailing-Stop zu arbeiten.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1245. In der asiatischen Session heute Nacht, haben die Bären den Euro kurzfristig verkauft. Im Bereich von 1,1223 war die Abwärtsbewegung aber schon zu Ende und der Euro konnte sich anschließend wieder erholen. Momentan kann man eine leichte Aufwärtsbewegung beobachten, die Märkte sind aber noch relativ ruhig. Die Volatilität wird vermutlich erst in den nächsten Stunden ansteigen. Aus technischer Sicht könnte der Major kurzfristig wieder steigen. Entscheidend wird wieder die Marke von 1,1300 sein. Sollte diese heute wieder erobert werden, kann der übergeordnete Aufwärtstrend noch gerettet werden. Im Bereich von 1,1285 befindet sich jedoch ein starker Widerstand. Um diese Hürde zu nehmen, wird viel Dynamik im Markt benötigt. Sollte es den Bullen gelingen diese Marke zu brechen, wäre der Weg bis 1,1300 frei.

Wenn dagegen der Widerstand hält, werden die Short-Trader heue erneut ihre Chance suchen. Die erste signifikante Unterstützung bei EUR/USD befindet sich bei 1,1223. Wenn dieser Support bricht, wird die 1,1200 „big figure“ angesteuert. Auf diesem Niveau sollte man die Lage neu analysieren. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar liegt heute bei 1,1247.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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