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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Euro auf dem Weg der Besserung

Agata Janik

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am

Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar konnte am Freitag, vor dem Wochenabschluss, seine Verluste leicht wieder gut machen. Im frühen Handel haben die Short-Trader noch vergeblich versucht, die wichtige psychologische Grenze von 1,0800 nachhaltig zu durchbrechen. Kurzfristig ist der Major zwar sogar bis 1,0787 gefallen. Die starke Unterstützung hat aber gehalten und die Bären mussten aufgeben. Der Kurs hat sich noch am Vormittag schnell erholt und kletterte wieder über die 1,0800 „big figure“. Bei 1,0825 verlief ein wichtiger Widerstand (420er Moving Average), der ebenfalls überschritten wurde. EUR/USD ist noch über 1,0840 angestiegen und notierte im Hoch am Freitag bei 1,0849. Diese Hürde hat sich aber für den Euro als zu stark erwiesen und der Kurs ist anschließend wieder leicht gefallen. In den Abendstunden notierte der Euro vs USD bei ca. 1,0820.

Auch die fundamentalen Daten haben vor dem Wochenende für zusätzliche Volatilität beim Euro vs USD gesorgt. Am Nachmittag wurde turnusgemäß das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan veröffentlicht. Mit 73,3 sind die Daten besser als erwartet ausgefallen. Prognostiziert wurde ein Wert von 68. Obwohl die Corona-Krise die USA weiter fest im Griff hat, scheinen die Amerikaner den Höhepunkt der Pandemie hinter sich zu haben. Der Lockdown wird in den meisten Teilen des Landes gelockert und ähnlich wie in Europa, kehren die Menschen langsam wieder zur Normalität zurück. Aktuell gibt es in den USA, laut Johns-Hopkins-Universität, 1.486.757 bestätigte Infizierte und 89.562 Todesfälle.

Auch in Europa geht die Zahl der Covid-19 Neuinfektionen konstant zurück. Immer mehr Länder wollen die Wirtschaft Schritt für Schritt wieder reaktivieren. Auch das Reisen sollte bald unter strengen Vorgaben möglich sein. Diese Aussichten lassen hoffen, dass die Wirtschaft in der EU angekurbelt wird und dass man das Schlimmste doch verhindern kann. Auch der Euro hat daher von den positiven Nachrichten zum Wochenschluss profitiert und konnte sich über die signifikante Marke von 1,0800 halten.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum USD bei ca. 1,0821. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht wurde der Major noch wenig gehandelt. Es war insgesamt ruhig am Devisenmarkt. Die asiatischen Händler haben sich noch zurückgehalten. An den Wertpapiermärkten herrschte eine leicht positive Stimmung. Für den Euro zum USD wird es heute von großer Bedeutung sein, ob der Major die 1,0800 Marke weiter erfolgreich verteidigen kann. Sollte es dem Währungspaar gelingen, besteht für den Euro die Hoffnung auf eine weitere Erholung.

Aus technischer Sicht besitzt EUR/USD mittelfristig weiter Aufwärtspotential. Die Indikatorenlage ist positiv gestimmt, und wenn der Euro es schafft, sich über 1,0800 zu halten, werden demnächst frische Long-Signale auch im kurzfristigen Zeitfenster generiert. Auf der Oberseite wartet auf den Euro die erste größere Hürde bei 1,0842 (420er Moving Average). Wenn es den Bullen gelingt, diese Marke zu erobern, kann sich frische Dynamik auf der Long-Seite entwickeln. Auch die Break-Out Trader werden auf diesem Niveau vermutlich ihre Chance suchen. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,0877. Hier kann der Kurs eine kleine Pause einlegen.

Sollte widererwartend die 1,0800 „big figrue“ unterschritten werden, werden die Bären neue Verkaufsorders am Markt platzieren. Die erste wichtige Unterstützung beim EUR/USD liegt bei 1,0787 (das Low vom Freitag). Wenn auch diese Marke brechen sollte, würde sich die Lage für den Euro dramatisch verschlechtern. Das charttechnische Bild würde sich wieder verändern und der langfristige Abwärtstrend könnte sich weiter fortsetzen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,0819.

Kursvlerlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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