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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Euro in einer Achterbahn-Stimmung

Agata Janik

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am

Euro Geldscheine

Wer in der gestrigen Handelssitzung den Euro zum USD-Dollar gehandelt hat, dem war es sicherlich nicht langweilig. Der Major hat für viel Aufmerksamkeit bei den Händlern gesorgt und wurde eifrig getauscht. Der Chart hat nach dem Preisabsturz der letzten Woche ganz interessant ausgesehen. Wie ich schon in der Analyse gestern beschrieben habe, besaß das Währungspaar ein Aufwärtspotential. Ein Rebound hat sich schon in der Nacht zum Montag angedeutet.

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Am frühen Morgen ist der Kurs von Euro vs USD leicht angestiegen. Der wichtige Widerstand bei 1,1241 wurde ohne Probleme erobert. Das hat viele Trader dazu ermutigt, schon am Vormittag die erste Long-Positionen zu eröffnen. Das hat den Preis bis 1,1263 nach oben bewegt. Der erste Angriff auf diese Marke ist jedoch gescheitert und der Euro zum USD erfuhr danach eine leichte Korrektur. Der 420er Moving Average, der im Bereich von 1,1243 lag, hat die Korrektur aber schnell beendet. Hier sind die kurzfristigen Daytrader wieder aktiv geworden und haben den Euro erneut gekauft. Es entstand eine erhöhte Dynamik im Markt und der Widerstand bei 1,1263 wurde überschritten. Die Bullen haben den Kurs noch weiter nach oben angetrieben und wollten unbedingt die 1,1300 „big figure“ erreichen. Auf dem Niveau von 1,1285 wurde die Luft jedoch dünner.

Das Risiko wurde vielen dann doch zu groß, hier den Euro noch weiter zu kaufen. Die Bullen hat der Mut verlassen und sie fingen an, ihre Long-Positionen glatt zu stellen. Was folgte, war eine schnelle Gegenreaktion auf der Unterseite. Man sah im Chart nur noch rote Kerzen. EUR/USD fiel wieder so schnell, wie er gestiegen war. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, wurde das Währungspaar im Bereich von ca. 1,1240 gehandelt. Kurzfristig ist der Preis sogar unter 1,1230 gefallen. Im Tagestief notierte der Euro zum US-Dollar bei 1,1218. Die Bären wollten noch die 1,1200 „big figure“ angreifen. Es hat sich aber ein Spike im Chart ausgebildet, der den Kursrutsch gestoppt hat. EUR/USD ist danach wieder leicht angestiegen. Im späten Handel bewegte sich der Major bei ca. 1,1248.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro vs US-Dollar bei ca. 1,1235. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, pendelte der Major in einer engen Range von ca. 20 Pips. Heute erwartet uns ein spannender Handelstag. EUR/USD steht vor der nächsten wichtigen Entscheidung. Wenn es den Bullen gelingt, die 1,1200 Marke zu halten, kann sich der Rebound von gestern weiter fortsetzen. Der Widerstand bei 1,1263 muss erneut erobert werden. Wenn es dem Euro zum USD gelingt, diese Hürde zu überwinden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir heute den nächsten Angriff auf die 1,1300 „big figure“ sehen werden.

Dieser Bereich wird darüber entscheiden, ob sich der der Euro gegen den USD auch mittelfristig durchsetzen wird. Über 1,1300 befindet sich der nächste signifikante Widerstand bei 1,1335. Ob diese Marke heute schon gesehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Im Laufe der Woche ist es aber möglich. Auf der Unterseite dagegen sitzt die wichtige Unterstützung bei 1,1200. Sollte widererwartend dieser Bereich unterschritten werden, kann sich das charttechnische Bild wieder trüben. Das würde den Euro erneut unter Druck setzen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-Dollar liegt heute bei 1,1223.

Dieser Chart zeigt Euro gegen den US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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