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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Höhenflug geht weiter – nächstes Ziel 1,16 Marke?

Agata Janik

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am

Ein 100 Euro Geldschein

Der große Aufwärtstrend beim Euro zum US-Dollar wurde auch am gestrigen Handelstag erneut bestätigt. Der Euro scheint momentan unaufhaltbar zu sein. Jede kleine Korrektur wird sofort zum Kauf genutzt. Unsere europäische Leitwährung erlebt gerade einen richtigen Run. Einen, den wir schon lange nicht mehr gesehen haben. Viele Investoren fragen sich zurecht, was die Hintergründe für die aktuelle Euro-Stärke sind. Es ist, wie so oft, eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die für die momentane Situation verantwortlich sind. Zu den wichtigsten gehört mit Sicherheit die dramatische Lage in den USA. Die Bilder, die wir täglich in den Nachrichten gezeigt bekommen, können die Krise natürlich nicht deutlich genug widerspiegeln. Das Land befindet sich in einem Chaos. Nicht nur das Coronavirus, das sich immer schneller verbreitet, überfordert das Gesundheitssystem und die Politiker.

Lage in den USA belastet den US-Dollar

Viele Menschen trauen sich in manchen Teilen der USA nicht mehr die Innenstädte zu besuchen. Noch dazu wird das Land durch die bevorstehenden Wahlen immer tiefer gespaltet. Hoffnungslosigkeit und Ängste breiten sich aus. Das alles belastet den US-Dollar stark. Die schwache Währung spiegelt die angeschlagene Wirtschaft wider und prognostiziert düstre Zukunft. Egal, wer die Präsidentschaftswahlen gewinnt. In den nächsten Jahren werden die USA vor großen Herausforderungen stehen. Natürlich haben auch wir in Europa zahlreiche Baustellen zu bewältigen, was der letzte EU-Gipfel wieder bestätigt hat. Trotzdem scheint die aktuelle Lage auf unserem Kontinent etwas positiver zu sein. So sehen das zumindest die Investoren und Devisenhändler, die seit Tagen den Euro gegen den US-Dollar deutlich favorisieren.

EUR/USD hat gestern in den Morgenstunden nur kurzfristig korrigiert. Im Bereich von 1,1510 war die Gegenreaktion schon zu Ende und die Bullen wurden wieder aktiv. Der Major bewegte sich anschließend erneut in die nördliche Richtung. Schon am Anfang der amerikanischen Handelssitzung notierte das Währungspaar über 1,1580. Viele Händler haben damit gerechnet, dass die wichtige psychologische Marke von 1,1600 nachhaltig überschritten wird. Dazu ist es aber nicht gekommen. Im Bereich von 1,1598 wurde der Kurs ausgebremst. Kurzfristig wurde zwar die 1,1600 Marke gesehen, doch dieses Niveau konnte nicht erobert werden. Die Bullen haben sofort angefangen, ihre Positionen zu schließen um die Gewinne abzusichern. Danach ist EUR/USD ein wenig gefallen. Im späten Handel bewegte sich das Währungspaar nur noch seitwärts.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1580. In der asiatischen Session heute Nacht, gab es nur wenig Volatilität. Man spürt aber jetzt schon, dass der nächste Angriff auf die 1,16 Marke demnächst beginnen wird. Die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster werden bald frische Long-Signale liefern. Der Aufwärtstrend ist weiter in Takt. Wer also gerne auf den fallenden Euro setzen möchte, sollte vorsichtig sein. Die Bullen wollen die 1,16 Marke sehen und werden alles dafür tun, um den Preis dahin zu treiben. Über 1,16 liegen vermutlich viel Stops, auf die die Break-Out Trader spekulieren. Wenn der Widerstand bei 1,1600 durchbrochen wird, kann der Euro frische Kraft bekommen. Als nächstes Kursziel kann man dann den Bereich von 1,1625 ins Auge fassen. Hier sollte man aber die Lage neu analysieren. Auf der Unterseite befindet sich die erste signifikante Unterstützung bei 1,1543 und dann bei 1,1508. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1556.

Der Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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