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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Kampf um die 1,13 Marke geht in die nächste Runde

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Wie erwartet, verlief der Handel beim Euro gegen den US-Dollar am Freitag ruhig und ohne Überraschungen. Es war insgesamt wenig Volatilität am Devisenmarkt vorhanden. Die meisten Händler haben sich zurückgehalten und sind etwas früher ins Wochenende gegangen. Grund dafür war der Feiertag (4.Juli) in den USA. Die US-Börsen blieben schon am Freitag geschlossen. Immer, wenn in Amerika Feiertage sind, bekommen das die weltweiten Finanzmärkte zu spüren. Vor allem an der Forex sind die fehlenden Umsätze sichtbar.

Am frühen Morgen am Freitag, bewegte sich der Euro zum USD schon relativ wenig. Der Kurs war auf der Oberseite durch den 420en und den 120en Moving Average gedeckelt. Wenn die beiden Linien parallel verlaufen, entsteht ein doppelter Widerstand. Um solche Hürden zu überwinden, benötigt der Markt viel Kraft. Diese hat vor dem Wochenende gänzlich gefehlt, also war es ziemlich sicher, dass der Major den Ausbruch nicht schaffen wird.

Die Bären haben am Vormittag noch versucht, die Short-Seite anzugreifen. Kurzfristig sah es so aus, als würde es ihnen gelingen. Der Kurs von EUR/USD ist leicht gefallen und testete die Unterstützung bei 1,1217. Das war auch das Tagestief von Freitag. Die 1,1200 „big figure“ konnte nicht mehr erreicht werden, was bei den Short-Trader zu einer Enttäuschung geführt hat. Als sie gemerkt haben, dass der Kurs auch auf der Unterseite kein Potential mehr besaß, schlossen sie schnell ihre Trades. Danach ist der Euro erneut angestiegen und kehrte in die Seitwärtsrange zurück. Im späten Handel notierte das Währungspaar wieder bei ca. 1,1240.

Es war also insgesamt eher ein langweiliger Handelstag nicht nur für den Euro vs USD, sondern auch für die anderen Majors. Die wichtigen Arbeitsmarktdaten wurden schon am Donnerstag veröffentlicht und dem Markt fehlten neue Impulse, um mehr Bewegungen zu erfahren. Die Energie im Markt staut sich erneut auf. Man spürt, dass die Händler eine Entscheidung sehen wollen. Diese kann mit hoher Wahrscheinlichkeit schon heute fallen. Die neue Handelswoche beginnt gerade und mit ihr werden sich auch neue Tendenzen ausbilden.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1285. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, konnte sich der Euro klar gegen den Greenback durchsetzen. Der Ausbruch aus der Seitwärtsrange ist gelungen und der Major zeigt sich jetzt schon von der starken Seite. Das sind gute Prognosen für die europäische Leitwährung. Der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD ist noch nicht vorbei. So wie es aktuell aussieht, werden die Bullen heute erneut versuchen, die wichtige psychologische Grenze bei 1,1300 zu erobern. Diese Marke ist für die weitere Kursentwicklung von großer Bedeutung. Sollte es den Long-Trader gelingen, diesen Widerstand zu erreichen, kann es zu einer Stop-Lawine auf der Oberseite kommen.

Das würde dem Euro frische Kraft verleihen. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1332. Wer kurzfristig orientiert ist, kann auf diesem Niveau seine Long-Positionen schließen oder mit einem Trailing-Stop arbeiten. Im Moment kann man noch nicht sagen, ob diese Marke durchbrochen werden kann. Das wird davon abhängig sein, wie viel Dynamik auf der Long-Seite entstehen wird. Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützung bei 1,1242. Sollte widererwartend diese Marke unterschritten werden, wird der Kurs erneut die 1,1200 „big figure“ suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD ist befindet sich heute bei 1,1237.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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