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Euro vs US-Dollar: Der Major erobert die 1,09 Marke – wie geht es weiter?

Agata Janik

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am

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Wie es im Chart des Euro zum US-Dollar deutlich zu erkennen ist, hat der Major endlich den lang ersehnten Break-Out geschafft. Die langweilige und schwierige Seitwärtsphase wurde beendet. Viele Händler warteten schon seit Tagen auf den entscheidenden Move. Am frühen Morgen war die Lage beim Euro vs USD noch ruhig. Der erste Ausbruch auf der Unterseite ist gescheitert und man konnte spüren, dass sich noch mehr Energie am Markt aufgestaut hat. Obwohl der Kurs auf der Oberseite durch den 420er Moving Average (hier gut erklärt) gedeckelt war, haben die Bullen es geschafft, den wichtigen Widerstand zu durchbrechen. Der starke Euro wurde massiv durch die euphorischen Aktienmärkte unterstützt. Ohne die fundamentalen Daten hätte es der Euro viel schwieriger gehabt, sich gestern gegen den US-Dollar durchzusetzen.

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Der Dax ist im gestrigen Handel um satte 5,67 Prozent angestiegen. Diese Entwicklung hat sich auch auf den Euro positiv ausgewirkt und es ist eine Korrelation entstanden. Grund für die euphorische Stimmung an den Wertpapiermärkten waren die Nachrichten aus Amerika. Die US-Pharmafirma Moderna teilte mit, dass den Forschern ein großer Durchbruch in der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus gelungen sei. Ob das tatsächlich stimmt, kann man schwer beweisen. Auf jeden Fall haben diese Nachrichten neue Hoffnungen bei den Investoren geweckt und für Kauflaune gesorgt. Es wird spannend werden, ob der starke Anstieg länger anhalten wird. Wenn man sich die aktuellen Zahlen, die uns aus der Wirtschaft erreichen, anschaut, kann man schwer von einer Feierstimmung ausgehen.

Der Euro zum US-Dollar konnte gestern den großen Ausbruch auf der Oberseite endlich erfahren. Der Kurs ist insgesamt um über 100 Pips gestiegen. Auch der signifikante Widerstand bei 1,0900 wurde geknackt. EUR/USD erreichte am Nachmittag im Hoch die Marke von 1,0926. Anschließend bewegte sich der Major seitwärts. Die Bullen sehen noch höhere Gewinnchancen, daher halten sie weiterhin an ihren Long Positionen fest. Im Chart sieht man klar, dass nur die kurzfristig orientierten Trader ihre Positionen glatt gestellt haben.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0912. In der asiatischen Session heute Nacht konnte sich der Euro weiter über die 1,0900 „big figure“ halten. Man erkennt jetzt schon eine leichte Aufwärtstendenz. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich auf breiter Front von der freundlichen Seite gezeigt.

Bei EUR/USD wird heute die 1,0900 Marke eine große Rolle spielen. Man sieht jetzt schon, dass unter 1,0920 viele Long-Orders sitzen. Die Bullen werden weiter versuchen, den Kurs nach oben zu treiben. Für die Trendfollower ist die aktuelle Situation auch hoch interessant. Es wird also spannend werden, ob der Euro sich weiter gegen den Greenback durchsetzen wird. Sollte es den Bullen gelingen, das letzte Hoch bei 1,0926 zu erobern, werden auch die Break-Out Trader ihre Chance suchen. Es wird aber nicht ganz leicht sein, diese Hürde zu nehmen, denn genau hier verläuft aktuell der 420er Moving Average im 4 Std. Chart. Klappt es trotzdem, wird sich neue Dynamik am Markt entwickeln und der Kurs kann noch weiter bis 1,0970 steigen. Hier wird der Major wahrscheinlich eine kleine Pause einlegen.

Auf der Unterseite dagegen befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,0900 und dann bei 1,0865. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,0880. Summa summarum: Der frische Aufwärtstrend beim EUR/USD ist nach wie vor in Takt und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir auch heute einen starken Euro beobachten werden.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf mit Indikatoren

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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