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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Major zeigt weiter viel Aufwärtspotential

Agata Janik

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am

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar befindet sich nach wie vor in einem stabilen Aufwärtstrend. Auch am gestrigen Montag konnte sich der Euro gegen den Greenback ganz gut behaupten. Am frühen Morgen haben die Bullen erneut die Long Seite angegriffen. Es war interessant zu beobachten, dass schon in der asiatischen Handelssitzung gleich zum Wochenstart, der Euro favorisiert wurde. Normalerweise verhält sich der Markt in den ersten Stunden einer neuen Handelswoche ziemlich ruhig und die Händler warten ab, bis sie die neuen Tendenzen zuerst im Laufe des Tages ausbilden. Gestern war es aber anders. Der Euro hat mit frischer Kraft und viel Schwung die neue Handelswoche begonnen.

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Der Widerstand bei 1,1445 konnte jedoch nicht erobert werden. Diese Hürde hat sich für EUR/USD als zu stark erwiesen. Die Bullen haben tapfer gekämpft, doch der Widerstand war einfach nicht zu knacken. Die Long-Trader mussten sich kurzfristig geschlagen geben und eventuell ihre Trades im Verlust schließen. Die Enttäuschung am Markt war schnell zu erkennen. Nach einer kurzen Seitwärtsphase hat sich die Abwärtsbewegung beschleunigt. Die Bären haben ihre Chance gesucht und frische Short-Orders am Markt platziert. Das hat den Euro zum USD kurzfristig unter Druck gesetzt und im Chart bildeten sich lange rote Kerzen aus. Wer mit Kerzenformationen arbeitet, wusste genau, was das zu bedeuten hatte.

Eine Chance für ein Short. Es wurden viele Stop-Loss Marken gezogen und der Kurs fiel immer tiefer. Zwischenzeitlich wurde sogar die wichtige Marke von 1,1400 getestet. Diese Unterstützung war aber stark genug, um den weiteren Kursrutsch zu verhindern. Auf diesem Niveau lagen viele Long-Orders, die für eine Gegenreaktion gesorgt haben. Im Chart hat sich dadurch ein großer Spike ausgebildet, der darauf hindeutete, dass die Korrekturphase bald zu Ende ist. So kam es auch, die Bären haben die Lage schnell erkannt und ihre Short-Trades mit einem schönen Gewinn glattgestellt. Danach konnte sich der Euro vs USD wieder leicht erholen. Der Kurs ist langsam, aber konstant nach oben geklettert und erreichte am Nachmittag die Marke von 1,1435. Im späten Handel notierte dann der Major bei ca. 1,1445.

Es war also insgesamt kein langweiliger Handelstag. Viele Händler haben natürlich auf eine Entscheidung aus Brüssel gewartet, die neue Impulse dem Markt geben sollte. Obwohl es letztendlich zu einer Einigung kam, hat es auf den Euro wenig Einfluss gehabt, da die Entwicklung schon vorweggenommen wurde.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1430. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, ist es dem Major kurzfristig gelungen, den wichtigen Widerstand bei 1,1445 zu erobern. Der Kurs ist nach oben ausgebrochen und erreichte im Hoch die Marke von 1,1458. Auf diesem Niveau wurden jedoch die Long-Positionen wieder geschlossen und seitdem fällt der Major leicht.

Aus technischer Sicht besitzt EUR/USD mittelfristig weiter Aufwärtspotential. Es ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die nächste wichtige psychologische Marke von 1,1500 erreicht wird. Kurzfristig sind die Indikatoren jedoch ausgereizt. Das bedeutet, dass man mit schnellen und kürzeren Kursrücksetzern rechnen muss. Solange aber die 1,1400 Marke hält, bin ich für EUR/USD positiv gestimmt. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1465. Sollte diese Hürde heute genommen werden, wird die 1,1500 Marke gesucht. Ob sie heute überschritten wird, kann man noch nicht genau sagen. Es wird von der Dynamik im Markt und der fundamentalen Daten abhängig sein. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1441.

Dieser Chart zeigt Euro gegen US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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