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Euro vs US-Dollar: Die Lage spitzt sich zu – was geschieht jetzt?

Agata Janik

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am

Beispielfoto für einen 100 Euro Schein

Wenn man den mittelfristigen Chart bei Euro gegen den US-Dollar (siehe unten) betrachtet, wird deutlich, dass der Kurs kurz vor der nächsten wichtigen Entscheidung steht. Da aber der Abwärtstrend schon so lange andauert und die Gemeinschaftswährung praktisch seit Anfang Februar nur fällt, trauen sich auf dem aktuellen Niveau immer weniger Händler, jetzt noch die Unterseite zu traden. EUR/USD hat in den letzten Wochen über 300 Punkte verloren, ohne dass es dazwischen eine Gegenreaktion gegeben hat. Solche Situation beobachtet man am Forex-Markt auch nicht sehr häufig. Ein Rebound ist längst überfällig, trotzdem verliert der Euro gegen den Greenback weiter an Wert. Einer der Gründe dafür sind die stabilen Wirtschaftsdaten aus den USA. Aber auch die zunehmenden Sorgen, die mit dem Coronavirus einhergehen, tragen dazu bei, dass immer mehr Investoren den US-Dollar als einen „sicheren Hafen“ betrachten.

Gestern zum Beispiel wurde wieder der Philadelphia Fed Index für den Februar aus den USA veröffentlicht. Die Zahlen sind erneut viel besser ausgefallen als erwartet (36,7, prognostiziert wurden nur 12,0). Es war interessant zu beobachten, dass diese starken News kaum noch einen Einfluss auf den Euro hatten. Das zeigt, dass die Luft bei EUR/USD auf der Unterseite langsam dünn wird und auf dem Level unter 1,0790 momentan wenig Short-Orders sitzen. Die Händler rechnen immer mehr mit einem Rebound, der sicherlich bald erfolgen wird.

Euro vs Dollar vor dem Wochenabschluss

Es war in den letzten 24 Stunden nicht leicht, den Euro gegen den US-Dollar zu handeln. Der Kurs bewegte sich nur seitwärts und die Volatilität hat gänzlich gefehlt. Eine langweilige Situation, die jeden Händler auf die Probe stellen kann. Es gibt aber auch ein wenig Hoffnung. Der Kurs hat unter der Marke von 1,0800 einen Boden gebildet, der heute, zum Wochenabschluss, von großer Bedeutung sein kann. Die asiatischen Märkte in der Nacht haben gemischt performt. Das hat ebenfalls für einen ruhigen Kursverlauf bei Euro vs. USD, und den anderen Majors gesorgt.

Da der Euro in den letzten Tagen Federn lassen musste, stellt sich die Frage, ob es heute zu einer Erholung kommen kann. Viele Short-Trader werden sicherlich ihre Positionen am Freitag glattstellen, um die Handelswoche mit einer positiven Performance abzuschließen. Das kann den Euro ein wenig entlasten. Die endgültige Entscheidung wird aber an dem letzten Tief bei ca. 1,0781 fallen. Dieser Bereich gilt aktuell als das Maß aller Dinge. Sollte die signifikante Unterstützung in den nächsten Stunden halten, wird eine Gegenreaktion auf der Oberseite immer wahrscheinlicher.

Es ist auch ein gutes Niveau, um einen Long-Einstieg zu wagen, ohne ein großes Risiko eingehen zu müssen. Man kann den Stop Loss eng unter dem letzten low setzen und auf einen Rebound spekulieren. Wenn es dem Euro vs US-Dollar doch gelingen sollte, über die 1,08 „big figure“ wieder zu klettern, wird sich eine neue Dynamik entwickeln und der Kurs kann noch ein wenig steigen. Als erstes Kursziel kann man den Bereich von 1,0830 sehen. Sollte auch diese Marke brechen, hätte der Major noch Luft bis ca. 1,0855. Ob der Euro aber tatsächlich heute eine leichte Erholung erfahren wird, wird ebenfalls von der 1,0801 Marke abhängig sein, denn hier befindet sich der Daily Pivot Point, der ebenfalls eine Hürde für den Major darstellt.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Pingback: Euro vs US dollar: The situation is getting worse | En24 News

  2. Avatar

    Marcel Andre szillinsky

    22. Februar 2020 18:07 at 18:07

    Es zeigt sich das die Leute die sich als sogenannte Experten bezeichnen, keine ahnung haben. Die USA und damit verbunden der Dollar ist im Grunde wertlos. Die Staatsverschuldung der USA liegt soweit über den Staats Einkommen, dad USA genau genommen bankrott sind. Da sind die wirtschaftlichen Daten nur Täuschung. So also würde man sagen „Diese Leiche ist schön geschminkt“ der beste Beweis dafür sind die Haushalt stops!!

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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