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Devisen

Euro vs US-Dollar: Die Spannung steigt – Geht die Rally heute weiter?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar befindet sich aktuell in einem klaren Aufwärtstrend. Die gestrige Handelssitzung verlief für den Major sehr erfolgreich. Die Händler haben den Euro zum USD favorisiert und es herrschte in der ersten Tageshälfte fast eine euphorische Stimmung. Der Sieg über die wichtige psychologische Marke bei 1,1400 hat den Euro richtig beflügelt. Schon seit Wochen war es unklar, ob sich der übergeordnete Aufwärtstrend fortsetzen wird oder ob der Euro eine größere Korrektur erfahren wird. Jetzt ist die Lage geklärt. EUR/USD kletterte weit über 1,1400 und hat somit alle Zweifel beseitigt.

Am frühen Morgen ist der Kurs noch einmal kurzfristig unter 1,1400 gerutscht, aber schon im Bereich von 1,1390 haben die Händler den Euro wieder gekauft. Man hat gespürt, dass der Major eigentlich weiter nach oben möchte. So kam es auch. Die Dynamik hat sich am Vormittag stark erhöht. Die kurzfristigen Daytrader sind ebenfalls auf den fahrenden Zug aufgesprungen und haben dem Euro frische Kraft verliehen. Die Aufwärtsbewegung hat sich schnell beschleunigt, im Chart bildeten sich lange grüne Kerzen aus, und die Freude der Trader wurde spürbar. Erst im Bereich von 1,1440 hat der Kurs eine Pause eingelegt. Ich habe schon in der gestrigen Analyse darüber geschrieben, dass der Euro weiter Aufwärtspotential besitzt.

Der Widerstand bei 1,1440 war sehr stark. Die kurzfristigen Händler haben auf diesem Niveau ihre Long-Positionen glattgestellt und der Euro geriet unter Druck. Zuerst ist der Kurs in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Bullen haben mit aller Kraft versucht, diesen Widerstand zu erobern. Es entwickelte sich in den Nachmittagsstunden ein echter Kampf. Kurzfristig ist der Kurs bis 1,1450 angestiegen. Hier fehlten jedoch die Anschlusskäufe und der Kurs ist schnell wieder in die Seitwärtsrange zurückgekehrt. Im Chart hat sich ein Spike ausgebildet, der eine Korrektur ausgelöst hat. Die Bullen haben schnell ihre Trades geschlossen und den Euro somit geschwächt. Der Kurs von EUR/USD ist dann im späten Nachmittag gefallen und erreichte die Unterstützung bei 1,1402. Es war aber keine Überraschung, mit dieser Bewegung haben viele Händler gerechnet. Es war eine gesunde Gegenreaktion, die durch die Gewinnmitnahmen verursacht wurde. Im späten Handel bewegte sich EUR/USD im Bereich von ca. 1,1415. Es war also insgesamt ein spannender Handelstag für den Euro zum USD, an dem man in kurzer Zeit gute Gewinne erzielen konnte.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1403. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht bewegte sich der Major in einer engen Range von ca. 15 Pips. Aus technischer Sicht befindet sich der Major weiter in einem positiven Modus. Da aber die Indikatoren im kurzfristigen Bereich schon ausgereizt sind, kann es zuerst zu einer Korrektur kommen. Es handelt sich aber wirklich nur um eine Gegenbewegung. Jeder Kursrücksetzer wird zum Kauf genutzt. Wer also heute die Short-Seite favorisieren möchte, sollte es in dem Bewusstsein tun, dass er sich gegen den übergeordneten Trend stellt. Die Bullen werden demnächst erneut die Long-Seite angreifen. Als erstes Kursziel auf der Oberseite kann man den Bereich von 1,1440 sehen. Sollte auch diese Hürde genommen werden, kann der Major noch weiter bis 1,1465 oder sogar 1,1492 steigen. Dann kann der Major aber wieder eine Pause einlegen. Die 1,1500 Marke wird nicht leicht zu erobern werden. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1372. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1419.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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