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Devisen

Euro vs US-Dollar: Droht dem Euro bald die Trendwende?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar konnte auch in der gestrigen Handelssitzung keinen großen Durchbruch erreichen. Der Major befindet sich schon seit Tagen in einer volatilen Seitwärtsphase. Der Euro kämpft mit großer Mühe um die Marke von 1,1800. Dieser Bereich scheint aktuell für das Währungspaar von Bedeutung zu sein. Der Kurs pendelt auf diesem Niveau und die Energie staut sich immer mehr auf. Wer im Trading Erfahrung hat, weiß, dass solche Situationen häufig mit einem heftigen Ausbruch enden. Die Händler werden ungeduldig und wollen eine Entscheidung sehen. In solcher Situation befindet sich EUR/USD aktuell. Deswegen sollte man in den nächsten Tagen besonders diszipliniert und konsequent agieren.

In den gestrigen Morgenstunden, konnte sich der Euro zum US-Dollar noch über die 1,18“ big figure“ halten. Kurzfristig sah es sogar danach aus, als könnte ein Break-Out auf der Oberseite stattfinden. Die Bullen haben den ersten Angriff auf den Widerstand bei 1,1835 gestartet. Dieser Versuch ist aber gescheitert. Der Euro konnte nicht genügend Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Der 120er Moving Average, der zu diesem Zeitpunkt knapp darunter verlief, hat anscheinend die Händler davon abgehalten, weitere Kauforders zu platzieren. Im Chart hat sich ein kleiner Spike ausgebildet, der den Bullen signalisiert hat, dass über 1,1825 kein Kaufinteresse für den Euro mehr bestand. Die Long-Trader haben danach ihre Positionen geschlossen und der Euro gegen den USD wurde wieder schwächer. Die Enttäuschung war schnell zu spüren. Der Kurs rutschte in den nächsten Stunden unter 1,1780. Danach konnte sich der Euro wieder leicht erholen, doch die 1,18 Marke blieb gestern für den Major zu stark.

Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, wurde der nächste Angriff auf die Short-Seite gestartet. Die Bären haben den Euro weiter verkauft und die Dynamik auf der Unterseite hat sich erhöht. Die wichtige Unterstützung bei 1,1781 wurde nach unten durchbrochen. Das war kein gutes Zeichen für den Euro. Die Break-Out Trader wurden ebenfalls aktiv und die Abwärtsbewegung hat sich fortgesetzt. In den Abendstunden erreichte der Major sein Tagestief bei 1,1755. Dieser Support hat zwar gehalten, doch der Euro vs US-Dollar bleibt weiter angeschlagen. Der übergeordnete Aufwärtstrend gerät somit immer mehr in Gefahr.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1781. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, konnte sich der Euro leicht erholen. Die Volatilität war aber zu gering, um die 1,18 „big figure“ zu erreichen. Solang der Euro es nicht schafft, die wichtige psychologische Grenze bei 1,1800 nachhaltig zu erobern, wird es für den Major immer schwieriger werden, den übergeordneten Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten. Die Bären spüren, dass der Euro vs USD seine Kraft verliert, und sie werden heute vermutlich erneut die Short-Seite angreifen.

Aus technischer Sicht hätte der Euro gute Chancen für eine Erholung, da sich die Indikatoren wieder im positiven Modus befinden. Es fehlt jedoch bis jetzt, für den Durchbruch, der entscheidende Impuls. Auf der Oberseite befindet sich bei EUR/USD der erste wichtige Widerstand bei 1,1802. Sollte dieser brechen, kann der Major weiter bis 1,1830 steigen. Ab hier muss man die Lage neu analysieren, da man jetzt noch nicht sagen kann, wie viel Dynamik der Kurs dann noch entwickeln kann. Wenn die 1,1800 „big figure“ hält un der Kurs abprallt, kann sich die frische Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Das würde den Euro zum USD weiter unter Druck setzen. Als nächstes Kursziel kann man den Bereich von 1,1755 sehen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1782.

Diese Grafik zeigt den Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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