Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: In Erwartung auf den nächsten Break-Out

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Symbol

Wie es im Euro vs US-Dollar Chart (siehe unten) deutlich zu erkennen ist, hat der Major in der gestrigen Handelssitzung eine klassische Achterbahnfahrt erfahren. Am frühen Morgen haben die Short-Trader die Unterseite angegriffen und wollten den Euro unter Druck setzen. Die wichtige Unterstützung bei 1,0810 hat gehalten. Der 120er Moving Average konnte den Ausbruch nach unten verhindern. Viele Bären wurden dadurch auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihren Positionen mit einem Verlust schließen. Die Enttäuschung am Markt war deutlich zu spüren. Die kurzfristigen Long-Trader haben viele Kauforders platziert, was dem Euro vs US-Dollar frischen Rückenwind verliehen hat. Im Chart haben sich überwiegend grüne Kerzen ausgebildet, die die neue Aufwärtsbewegung zusätzlich bestätigt und beschleunigt haben. Die mutigen Bullen haben schon die lang ersehnte 1,0900 Marke vor dem geistigen Auge gesehen.

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Der Wille war da, doch im Bereich von 1,0880 ist dem Euro erneut die Luft ausgegangen. Die 1,0900 „big figure“ scheint weiterhin für den Major unerreichbar zu sein. Ab 1,0880 wurde der Euro nicht mehr nachgefragt. Die Bullen mussten auch dieses Mal aufgeben und der Kurs ist anschließend wieder gefallen. So schnell, wie der Euro vs USD gestern angestiegen ist, so schnell musste er wieder seine Gewinne abgeben. In den Abendstunden notierte der Major schon unter 1,0830. Auch wenn der Euro zum US-Dollar die entscheidende Marke von 1,0900 nicht erreicht hat, war es insgesamt ein angenehmer Handelstag. Die Trends waren klar und relativ leicht zu erkennen. Viele Händler haben von der Achterbahnstimmung profitiert und schöne Gewinne erzielt. Diese Gewinne konnten schnell realisiert werden und man musste keine langweiligen Seitwärtsphasen aushalten.

Der Euro konnte gestern zum Teil auch von den erfreulichen Nachrichten über die Lockerungen der harten Maßnahmen in manchen europäischen Ländern profitieren. Vor allem Österreich hat mutige Entscheidungen getroffen, die bei vielen positive Gefühle und Hoffnung auf baldige Rückkehr zur Normalität geweckt haben. Auch die anderen EU- Länder wie Frankreich und Spanien kündigten die nächsten Schritte an. In Deutschland dagegen mahnt das Robert-Koch-Institut vor zu schnellen Lockerungen. Dass immer mehr Menschen die langandauernden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr hinnehmen wollen, hat die Klage eines Bürgers in Saarland gezeigt. Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs in Saarbrücken am Dienstag, mussten die Maßnahmen mit sofortiger Wirkung gelockert werden.

Der Tagesausblick auf den Euro vs US-Dollar

Euro vs US-Dollar notiert aktuell (am Mittwochmorgen) bei ca. 1,0840. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, konnte der Major leicht zulegen und erreichte im Hoch den Bereich von 1,0850. Dieser Widerstand war jedoch für den Euro zu stark und der Kurs korrigierte danach leicht. Aus technischer Sicht, hat EUR/USD nach wie vor ein Aufwärtspotential. Wenn es den Bullen heute wieder gelingt, die signifikante Marke von 1,0880 zu erreichen, kann es zu einer frischen Dynamik auf der Oberseite kommen. Ab 1,0880 muss wieder schwer gekämpft werden. Wenn die 1,0900 „big figure“ brechen sollte, kann ein größerer Ausbruch auf der Long-Seite folgen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0930 und dann erst bei 1,0956.

Wenn der Euro zum US-Dollar aber erneut an der 1,0900 „big figure“ scheitern sollte, wird es wahrscheinlich zu einer noch größeren Enttäuschung kommen. Man sollte also auf jeden Fall mit einem baldigen Break-Out beim EUR/USD rechnen. Auf der Unterseite befinden sich wichtige Unterstützungen bei 1,0801 und bei 1,0765. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0843.

Euro vs US-Dollar Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen