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Euro vs US-Dollar: Kann der Euro die 1,19 Marke wieder angreifen?

Agata Janik

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am

20 Euro Schein

Der Euro zum US-Dollar hat gestern, wie vermutet versucht, die wichtige psychologische Marke von 1,1900 zu erobern. Schon in der asiatischen Session wurde der Euro gegen den USD leicht favorisiert. Auch die Indikatoren befanden sich am frühen Morgen im positiven Modus und haben Long-Signale generiert. Die Bullen haben in der europäischen Session den Euro gekauft. Der erste Angriff auf die 1,19 „big figure“ ist gescheitert. Im Bereich von 1,1895 ist dem Euro die Luft ausgegangen. Dieser Widerstand hat sich als zu stark erwiesen. Die kurzfristigen Day-Trader haben ihre Long-Positionen glattgestellt und der Euro geriet gegen den USD leicht unter Druck. Der Kurs hat eine kleine Korrektur erfahren.

Auf dem Niveau von 1,1875 konnte die Short-Bewegung vorerst gestoppt werden. Die Bullen haben noch nicht aufgegeben, ganz im Gegenteil, sie haben einen zweiten Angriff auf die 1,19 Marke gewagt. Der Kurs stieg schnell an und erreichte gegen Mittag erneut den Preis von 1,1899. Hier ist es zu einem kleinen Kampf gekommen. Die 1,19 „big figure“ konnte jedoch aber auch beim zweiten Versuch nicht durchbrochen werden. Im Chart hat sich eine Doppelspitze ausgebildet, die als eine bekannte Umkehr-Formation in der Chartanalyse gilt. Die Bullen mussten aufgeben und schnell ihre Long-Positionen schließen, um die Gewinne abzusichern. Danach kam es, wie so oft, zu einer Enttäuschung am Markt. Der Euro vs USD wurde wieder verkauft und der Kurs erfuhr eine schnelle Gegenreaktion auf der Unterseite. Im Chart haben sich lange rote Kerzen ausgebildet, die auch die Break-Out Trader dazu motiviert haben, die Short-Seite zu wählen.

Im Bereich von 1,1840 konnte die Talfahrt vorerst gestoppt werden und der Kurs ist danach in eine Seitwärtsphase übergegangen. Wer auf der Short-Seite positioniert war, hat seine Gewinne realisiert und wer Long war, musste sich geschlagen geben. Während der ganzen amerikanischen Session bewegte sich EUR/USD nur noch wenig in einer Range von ca. 12 Pips. Am späten Abend haben die Bären noch einmal versucht, den Euro zu drücken. Kurzfristig ist der Kurs dann bis 1,1827 gefallen. Auf diesem Niveau verlief aber der 420er Moving Average, der den Euro aufgefangen hat. Der gestrige Handelstag verlief also für den Major durchwachsen. Obwohl die Chancen da waren, hat es der Euro wieder nicht geschafft, die 1,19 Marke zu erobern.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca.1,1850. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, konnte sich der Euro leicht erholen. Die Volatilität ist zwar noch gering, aber wir werden vermutlich in den nächsten Stunden die nächste Entscheidung sehen. Im kurzfristigen Zeitfenster ist der Euro angeschlagen. Die Bullen werden viel Mut benötigen, um erneut den Kurs nach oben zu bewegen. Im Bereich von 1,1865 befindet sich ein starker Widerstand. Der Euro wird viel Kraft brauchen, um diese Hürde zu überwinden. Sollte es jedoch gelingen, werden die Long-Trader erneut versuchen, die 1,19 Marke zu erreichen. Scheitert der Kurs an dem Widerstand bei 1,1865, kann sich die Korrektur weiter fortsetzen. Die nächste signifikante Unterstützung bei EUR/USD befindet sich bei 1,1831. Sollte diese unterschritten werden, wird der Kurs die 1,18 „big figure“ suchen. Heute Abend um 20.30 Uhr unserer Zeit findet eine wichtige Pressekonferenz mit dem Fed-Chef Powell statt. Die Finanzwelt wartet mit großer Spannung auf die Aussagen und neuen Impulse aus Washington. Es kann also in den Abendstunden zu einer erhöhten Volatilität am Devisenmarkt kommen. Bleiben Sie diszipliniert und halten konsequent Ihr Stop-Loss Marken ein.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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