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Euro vs US-Dollar: Kann der Euro die wichtige 1,08 Marke halten?

Euro Geldscheine

In der gestrigen Handelssitzung verhielt sich der Euro zum US-Dollar ziemlich ruhig. Am frühen Morgen haben die Long-Trader versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,0855 zu erobern. Der Major konnte jedoch nicht genügend Kraft entwickeln, um diese Hürde zu nehmen. Die Enttäuschung war anschließend schnell zu spüren. Die Bullen wurden auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihre Long-Positionen schließen. Der Euro hat sich gestern gegen den US-Dollar geschlagen gegeben. Die Bären haben sich mit ihren Euro Verkäufen durchgesetzt und schickten den Kurs in die südliche Richtung. Die Abwärtsbewegung war zwar langsam, aber konstant. Am späten Abend wurde sogar die wichtige Unterstützung bei 1,0800 durchbrochen. Im Tief notierte gestern der Euro zum USD bei 1,0783.

Der Wochenstart verlief am Devisenmarkt allgemein unspektakulär. Viele Händler haben sich noch zurückgehalten und die große Volatilität war nicht vorhanden. Umso interessanter kann es heute für den Euro & Co werden. Die ersten Tendenzen haben sich schon angedeutet und jetzt wird es sich entscheiden, welche Währungen sich heute am Markt besser behaupten werden. Die Auswirkungen der Corona-Krise bekommt man immer deutlicher zu spüren. Die Frustration zeigt sich vor allem in den sozialen Medien und durch die vielen Demonstrationen. Die Existenzängste breiten sich genau so schnell wie das Coronavirus aus. Es entsteht eine tiefe Spaltung sowohl bei den EU-Politikern als auch in der Bevölkerung. Vor allem in Italien und Spanien wachsen die Sorgen und auch die Schulden.

Da es in Brüssel aber zu keiner Einigung kommt und der Streit um die Schuldenfrage noch lange nicht vom Tisch ist, gerät auch der Euro zunehmend unter Druck. Dann gibt es noch den „unangenehmen“ Widerstand aus Deutschland zum Thema der Anleihekäufe durch die EZB. Das sind alles Faktoren, die die Zukunft des Euro unsicher machen. Die Europäische Union steht vor enormen Herausforderungen, und heute kann noch niemand sagen, ob sie in dieser Form auch in Zukunft bestehen wird. Auch der Euro wird auf eine harte Probe gestellt. Wenn die Politiker bald keine Lösung für die Rettung der verschuldeten Staaten finden, wird der Euro vermutlich in den nächsten Jahren zerbrechen und in die Geschichte eingehen. Auch wenn die Aussichten gerade düster sind, sollten wir nicht vergessen, dass jede Krise auch als Chance gesehen werden soll. Der Wandel ist konstant, und das nennt man Evolution.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0802. Der Kurs pendelt noch langsam um die „big figure“ und wartet auf den nächsten Impuls. Die 1,0800 Marke wird heute für den Euro von großer Bedeutung sein. Die Entscheidung wird wahrscheinlich in den nächsten Stunden fallen. Sollten die Bären es schaffen, die 1,0800 Marke nachhaltig zu unterschreiten, wird sich frische Dynamik auf der Unterseite entwickeln. Es kann eine Stop-Lawine auslösen, die den Euro weiter unter Druck setzen wird. Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0785. Wenn auch diese bricht, kann EUR/USD noch bis 1,0755 fallen. Das würde das charttechnische Bild verändern und der übergeordnete Abwärtstrend wäre somit erneut bestätigt. Wenn dagegen die 1,0800 Marke hält, kann der Euro auf eine Erholung hoffen. Der erste wichtige Widerstand liegt bei 1,0840 und dann bei 1,0885. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,0820. Am Nachmittag werden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die die Kursentwicklung von EUR/USD beeinflussen können. Wer also heute am Devisenmarkt aktiv sein will, sollte den Wirtschaftskalender im Auge behalten.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf
Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. Eines vorneweg Frau Janik,

    super dass, Sie sich mit dem Markt beschäftigen.

    „Der Wochenstart verlief am Devisenmarkt allgemein unspektakulär. Viele Händler haben sich noch zurückgehalten und die große Volatilität war nicht vorhanden. Umso interessanter kann es heute für den Euro & Co werden. Die ersten Tendenzen haben sich schon angedeutet und jetzt wird es sich entscheiden, welche Währungen sich heute am Markt besser behaupten werden. “

    „Da es in Brüssel aber zu keiner Einigung kommt und der Streit um die Schuldenfrage noch lange nicht vom Tisch ist, gerät auch der Euro zunehmend unter Druck.“

    Wenn hier einer unter Druck steht, dann ist es Südeuropa, wer möchte, dass die Grenzen geöffnet werden ? ‚Nord – oder Südeuropa ?

    Südeuropa, genau, weil die Angst haben, dass die Nordeuropäer nicht mehr in der Sommersaison Südeuruopa besuchen werden !!!
    dreimal dürfen sie raten, wer zu 80 % den Hauptanteil aller Touristen in Südeuropa stellt .. ? Dies ist ein Staat und der fängt mit „D“ an :D

    Welche währungen … ?

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