Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: Kann der Euro weiter steigen?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat auch gestern viel Volatilität gezeigt. Unsere europäische Leitwährung erfreut sich aktuell großer Beliebtheit und wird klar gegen den USD favorisiert. Das sorgt für viel Bewegung am Markt und für gute Laune bei den Händlern. Insbesondere die kurzfristigen Daytrader können von der aktuellen Lage profitieren. Der übergeordnete Trend wurde erneut bestätigt, das motiviert die Bullen dazu, weiter aktiv zu sein.

Das Trading ist momentan spannend und das lieben die Händler. Es gibt nichts Langweiligeres, als wenn der Kurs nur seitwärts läuft. Das kann man von EUR/USD momentan wirklich nicht behaupten. Die Ausschläge sind groß und die Dynamik konstant. Einer der Gründe, warum der Euro gegen den USD aufgewertet wird, sind natürlich die fundamentalen Daten, die aktuell in Europa besser ausfallen als in den USA. Die Corona-Krise hält Amerika fest im Griff und die Zahlen der Neuinfizierten steigen weiter dramatisch an. Das Land bekommt die Epidemie nicht in den Griff. Die Aussichten sind düster und das schwächt auch die amerikanische Währung. Noch dazu herrscht in den USA in vielen Teilen des Landes Chaos und Ratlosigkeit. Auch Donald Trump polarisiert mit seinen umstrittenen Auftritten und Entscheidungen und spaltet die Gesellschaft. Es sind schwierige Zeiten, denen die Amerikaner gerade begegnen und es wird sich zeigen, ob sie die Herausforderungen meistern können. Momentan bekommt das der US-Dollar deutlich zu spüren. Nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors verliert der Greenback an Wert.

Für den starken Euro sorgen zusätzlich die Korrelationen, die sich aktuell zum DAX entwickeln. Über dieses Thema habe ich auch schon in den vergangenen Artikeln geschrieben. Es lohnt sich wirklich, die Entwicklung vom DAX parallel zu beobachten, wenn man gerne EUR/USD handelt. In der gestrigen Session ist der Euro zum USD erneut über die 1,1400 Marke angestiegen. Der Kurs hat ohne große Mühe diesen wichtigen Widerstand erobert. Im Tageshoch notierte das Währungspaar bei 1,1441. Diese Hürde hat sich dann aber für den Euro als zu stark erwiesen und der Major erfuhr anschließend eine Korrektur. Im Späten Handel notierte EUR/USD bei ca. 1,1385.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1387. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, kämpfte der Major mit der 1,1400 Marke. Die Volatilität war nicht sehr groß, was dazu geführt hat, dass der Kurs einen Seitwärtstrend entwickelt hat. Heute kann es wieder spannend werden am Devisenmarkt. Für den Euro vs US-Dollar wird es von großer Bedeutung sein, ob der Major die 1,1400 Marke wieder überschreiten wird. Sollte es den Bullen gelingen, die 1,14 „big figure“ erneut zu knacken, kann sich wieder eine größere Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Als erstes Ziel kann man dann den Widerstand bei 1,1440 ins Auge fassen. Diese Hürde zu überwinden wird nicht ganz leicht sein, wenn es aber trotzdem gelingt, wird das letzte Hoch bei 1,1450 angesteuert. Auf diesem Niveau empfiehlt es sich, die Long-Positionen zu schließen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dieser Widerstand noch vor dem Wochenende durchbrochen wird. Auf der Unterseite befindet sich die erste signifikante Unterstützung bei 1,1372. Wenn diese bricht, kann der Kurs noch weiter bis 1,1345 fallen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1399.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage