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Euro vs US-Dollar: Coronavirus belastet US-Währung

Agata Janik

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am

Euro-Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der letzten Woche eine positive Entwicklung an den Tag gelegt. Die europäische Leitwährung konnte sich klar gegen den US-Dollar durchsetzen. Auch am Freitag, obwohl viele Händler ihre Long-Positionen vor dem Wochenende geschlossen haben, konnte der Euro weiter an Stärke gewinnen. Die Gewinnmitnahmen waren nur kurzfristig am Vormittag spürbar. Nachdem die Unterstützung bei 1,0960 halten konnte, haben die Bullen sofort wieder die Long-Seite angegriffen und dem Euro einen frischen Rückenwind verliehen. Der Kurs ist zum Wochenabschluss erneut über 150 Pips gestiegen und notierte im Hoch bei 1,1145.

Am Sonntagabend startete der Major in die neue Handelswoche mit einem kleinen Gap auf der Unterseite, das aber ziemlich schnell wieder geschlossen wurde. In der asiatischen Sitzung heute Nacht haben die Händler versucht, den Break-Out über die Marke von 1,1145 zu erreichen, doch der Angriff ist vorerst gescheitert. Anschließend konnte man eine leichte Enttäuschung am Markt spüren, die zu einem Kursrückgang von ca. 50 Pips geführt hat.

Die Corona-Krise schwächt den US-Dollar

Seit letzter Woche gelten die USA als Epizentrum des Covid-19. Die dramatische Situation, die aktuell in manchen Teilen des Landes herrscht, zeigt deutlich, dass das Coronavirus unvorhersehbare Folgen auch für die US-Wirtschaft haben wird. Die Arbeitslosigkeit steigt massiv an und immer mehr Menschen können ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Donald Trump hat zwar fast allen Bürgern finanzielle Unterstützung versprochen, doch immer mehr Amerikaner geraten in Not und Verzweiflung. Die Städte New York und New Orleans scheinen am meisten von Covid-19 betroffen zu sein. Trotzdem hat der US-Präsident beschlossen, diese Städte nicht abzuriegeln. Donald Trump hat am Sonntagabend in seiner Pressekonferenz mitgeteilt, dass die Schutzmaßnahmen vorerst bis Ende April verlängert werden. Außerdem schätzt er, dass es in den USA ca. 100.000 Todesopfer geben wird.

Aktuell gibt es in den USA laut Johns-Hopkins-Universität 142.502 mit dem Coronavirus infizierte Personen, und 2.506 sind bereits an dem Virus gestorben. Die Experten vermuten, dass der Höhepunkt erst in den nächsten Wochen die USA erreichen wird. Es ist also wahrscheinlich, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro und den anderen Majors weiter schwach bleiben dürfte.

Der Ausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell (Montagmorgen) notiert der Euro vs USD bei ca. 1,1075. Der Kurs korrigiert leicht, aber die Volatilität ist noch ziemlich gering. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben heute Nacht auf breiter Front negativ performt. Sowohl der Nikkei 225 als auch der Shanghai Composite und Hang Seng haben rote Zahlen geschrieben.

Aus technischer Sicht befindet sich der Euro zum US-Dollar in einem überkauften Bereich. Die Indikatoren im mittelfristigen Bereich sind schon im Extrembereich und werden demnächst wahrscheinlich drehen und frische Short-Signale generieren. Eine Korrektur auf der Unterseite wird fällig sein. Wie weit sie ausfallen wird, wird zum Teil auch von der fundamentalen Nachrichtenlage abhängig sein. Die erste signifikante Unterstützung beim EUR/USD liegt bei 1,1030. Hier trifft der Major auf den 23,6 Fibonacci-Retracement und auf den 420er Moving Average. Es ist also eine doppelte Unterstützung, die den Kurs vermutlich auffangen wird. Sollte auch diese brechen, kann der Kurs weiter bis 1,1000 fallen.

Wenn der Euro widererwartend weiter steigen sollte, wird er den nächsten wichtigen Widerstand bei 1,1100 ansteuern. Wenn diese Marke erobert wird, werden die Bullen das letzte Hoch bei 1,1145 angreifen wollen. Dieser Bereich wird jedoch nicht leicht zu erobern sein. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar liegt heute bei 1,1079.

Kursverlauf im Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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