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Devisen

Euro vs US-Dollar: Start in die neue Handelswoche

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Die letzte Handelswoche verlief für den Euro gegen den US-Dollar alles andere als erfolgreich. Es gab keinen Tag, an dem unsere europäische Leitwährung ihre Verluste wieder gut machen konnte. Der mittelfristige Abwärtstrend wurde von Tag zu Tag stärker. Diese Situation hat natürlich die Bären gefreut, die noch zum Wochenabschluss ihre Gewinne sichern konnten. Der Euro hat über 150 Punkte gegenüber dem Greenback verloren und notierte am Freitag im Tief bei 1,0941.

Wie ich schon letzte Woche ein paar Mal erwähnt habe, war und ist dieser Support für den Euro von großer Bedeutung. Es war nicht sicher, dass der Major tatsächlich so weit fallen würde, doch als die Dynamik am Freitag noch zugenommen hat und die Marke von 1,0977 nicht gehalten hat, kannte EURUSD nur noch eine Richtung, und zwar nach Süden.

Die US- Arbeitsmarktdaten stark – das schwächt den Euro zusätzlich

Wie an jedem ersten Freitag des Monats, wurde auch am letzten Freitag der Arbeitsmarktbericht aus den USA veröffentlicht. Die Zahlen sind viel stärker als erwartet ausgefallen. Es wurden im Januar 225.000 neue Stellen gemeldet, erwartet wurden nur 160.000. Das war das beste Ergebnis in den letzten neun Monaten. Es war ganz klar, dass diese Nachrichten den gesamten USD-Block noch zusätzlich an Kraft verleihen werden. Da der Euro vs. Dollar schon davor stark angeschlagen war, konnte von einer Erholung zum Wochenende keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil, der mittelfristige Abwärtstrend hat sich fortgesetzt und der Major musste die Handelswoche mit einem dicken Minus abschließen.

Für Donald Trump waren die positiven Arbeitsmarktdaten wieder Wasser auf seine Mühlen. Wir werden in den nächsten Tagen sicherlich noch oft von ihm hören, dass es seiner Politik zu verdanken ist, dass die amerikanische Wirtschaft so stark und schnell wächst. Auf die Äußerungen von Donald Trump sollte man immer Obacht geben, da sie oft den US-Dollar zu schwanken bringen.

Das mögliche Szenario für heute

Aktuell, am Montagmorgen, befindet sich EURUSD knapp über 1,0950. Heute Nacht, in der asiatischen Session konnte der Major ein paar Punkte wieder gut machen, doch von einer Erholung kann man noch lange nicht sprechen. Es waren mehr die Gewinnmitnahmen der asiatischen Händler, die dem Euro ein wenig an Kraft gegeben haben. Die Marke von 1,0940 wird am heutigen Handelstag entscheidend sein. Wenn EURUSD in der Lage sein wird, dieses Level zu verteidigen, werden die Day-Trader langsam ihre Long-Orders platzieren. Ob das schon in der europäischen Sitzung stattfindet, bleibt abzuwarten. Zu hoch wurde der Euro gegen den US-Dollar in den letzten Tagen bestraft. Die Bären werden so schnell nicht aufgeben, da der starke Short-Trend noch voll intakt ist.

Sollte es dem Major jedoch gelingen, die Unterstützung zu halten, wird es zu einer Gegenbewegung auf der Oberseite kommen. Als erstes Kursziel kann man den Widerstand bei 1,0977 sehen. Hier befindet sich das 23,60er Fibonacci Retracement, das als eine starke Hürde gilt. Wenn diese bricht, wird der Major den Bereich bei 1,1000 ansteuern. Wenn dagegen die Bären erneut erfolgreich angreifen werden, und der Support bei 1,0940 geknackt wird, wird der Euro vs. Dollar weiter fallen und die Preise um 1,0900 werden immer wahrscheinlicher. Die heutige Handelssitzung kann ganz spannend werden, es ist aber ratsam, vorerst geduldig zu bleiben und die neuen Tendenzen abzuwarten. Der Markt muss sich, wie immer, nach dem Wochenende zuerst neu ordnen.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

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Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

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am

Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

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