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Devisen

Euro vs US-Dollar: Steht der Euro jetzt vor einer Korrektur?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Der Euro zum USD hat in der gestrigen Handelssitzung eine interessante Entwicklung erfahren. Wer gestern den Major handeln wollte, bekam dazu genügend Möglichkeiten. Die Volatilität war groß und die Bewegungen schnell. Das mögen die meisten Händler. Nicht nur der Euro vs USD wurde gestern viel getauscht, auch bei den anderen Majors war es nicht langweilig.

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Zuerst in den Morgenstunden bewegte sich der Euro zum USD seitwärts. Man hat gespürt, dass es zu einem richtigen Kampf zwischen den Bullen und den Bären kam. Beide Seiten wollten unbedingt den nächsten Ausbruch schaffen. Der Widerstand bei 1,20 war das nächste Ziel der Long-Trader. Da diese Marke auch als eine starke psychologische Grenze gilt, war sie nicht leicht zu erobern. Der erste Angriff auf die Oberseite ist gescheitert. Das hat den Euro danach ein wenig unter Druck gesetzt. Im Bereich von ca. 1,1965 befand sich aber eine starke Unterstützung, die eine größere Korrektur noch verhindert hat. Am Vormittag haben die Bullen erneut die Marke von 1,20 angegriffen. Diesmal war der Versuch erfolgreich und der Kurs kletterte kurzfristig bis 1,2009. Dieser Ausbruch war jedoch ein false break-out.

Im Chart hat sich ein großer Spike ausgebildet, da weitere Kauforders über 1,20 gefehlt haben. Die Bullen mussten sich geschlagen geben. Die Enttäuschung war groß. Obwohl der Euro gute Chancen hatte, die 1,20 nachhaltig zu erobern, ist es dazu nicht gekommen. Viele Händler hat der Mut verlassen und sie haben sich aus dem Markt zurückgezogen. Diese Situation nutzten die Bären natürlich für sich und haben frische Short-Orders am Markt platziert. Die Gegenreaktion bei EUR/USD hat dann nicht mehr lange auf sich warten lassen. Der Euro wurde schnell wieder verkauft und die Short-Bewegung hat sich am Nachmittag, während der amerikanischen Session, beschleunigt. Durch die Schließung der Long-Positionen hat sich eine enorme Dynamik auf der Short-Seite entwickelt.

Der Kurs ist innerhalb der nächsten Stunden um über 100 Pips gefallen und testete am Abend die 1,1900 Marke. Das war bitter für den Euro. Für alle Short-Trader dagegen eine schöne Überraschung. Wer gestern auf den fallenden Euro zum USD spekuliert hat, konnte große Gewinne in der kurzen Zeit erzielen. Die gestrige Kursentwicklung bei EUR/USD hat es erneut bestätigt, welche wichtige Rolle die Psyche und die Emotionen im Trading spielen. Als die signifikante psychologische Hürde bei 1,20 nicht erobert werden konnte, musste der Euro herbe Verluste hinnehmen.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1901. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, konnte sich der Euro nur kurzfristig erholen. Im Bereich von 1,1927 war die Long-Bewegung schon zu Ende. Ab dann ging es für den Euro gegen den USD wieder abwärts. Die Händler haben danach den USD favorisiert. Der Kurs ist kurzfristig sogar unter 1,1900 gefallen. Der Euro ist momentan angeschlagen und es wird für den Major nicht ganz leicht sein, heute wieder zu steigen. Aus technischer Sicht kann sich die Korrektur heute weiter fortsetzen, da die Indikatoren inzwischen ihre Richtung ins Negative gewechselt haben. Die 1,1900 Marke wird entscheidend sein. Sollte diese Unterstützung nach unten durchbrochen werden, wird sich vermutlich eine frische Dynamik entwickeln. Als nächstes Kursziel kann man die Marke von 1,1842 ins Auge fassen. Hier kann der Kurs eine Pause einlegen. Auf der Oberseite befinden sich die nächsten Widerstände bei 1,1937 und 1,1965. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1944.

Der Chart zeigt den Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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