Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: Unter 1,18 – Fed Aussagen beflügeln den US-Dollar

Agata Janik

Veröffentlicht

am

100 Euro Geldscheine

Die Entwicklung von Euro zum US-Dollar in der gestrigen Handelssitzung hat erneut gezeigt, dass die signifikante psychologische Grenze bei 1,1900 momentan noch für den Major zu stark ist. Der Euro möchte zwar steigen, doch im Bereich ab 1,1870 verliert er an Kraft. Die Händler sind aktuell nicht mehr bereit für EUR/USD mehr zu bezahlen.

Gestern in den Morgenstunden haben die Bullen noch einmal versucht, den Euro nach oben zu treiben. Es ist ihnen kurzfristig sogar gelungen, den 120er Moving Average (bei 1,1860), der ebenfalls als eine starke Hürde gilt, zu durchbrechen. Der Kurs stieg danach noch bis 1,1881. Das war aber schon alles, mehr war für den Euro vs USD gestern nicht drin. Die Anschlussorders haben gefehlt, die Bullen mussten aufgeben und schnell den Markt verlassen, um keine Verluste zu erleiden. Ab dann ging es für den Euro zum USD nur noch abwärts. Die Bären haben sofort ihre Chance erkannt und neue Short-Orders am Markt platziert. Gegen Mittag notierte EUR/USD schon bei 1,1841. Obwohl diese Unterstützung stark ist, konnte sie gestern die Korrektur nicht stoppen. Die Break-Out Trader wurden aktiv und der Durchbruch auf der Unterseite ist gelungen. Auch der 420er Moving Average, der zu diesem Zeitpunkt im Bereich von 1,1832 verlief, wurde ohne Probleme unterschritten. Der Euro geriet weiter unter Druck. Als der Kurs am Anfang der amerikanischen Session eine kurze Gegenreaktion auf der Oberseite erfuhr, haben die Bären sofort wieder zugeschlagen. Ab dann war es klar, der US-Dollar wird sich gegen den Euro weiter durchsetzen.

Die Finanzwelt hat gestern mit großer Spannung auf die Pressekonferenz der Fed (Federal Reserve Bank) gewartet. Die Aussagen von Jerome Powell waren klar. Die US-Notenbank wird voraussichtlich bis Ende 2023 den Leitzins unverändert, bei nahe Null belassen. Im Vordergrund wird die Vollbeschäftigung stehen, denn obwohl sich die Wirtschaft schneller als vermutet erholt, bleibt die Arbeitslosigkeit eine der größten Herausforderungen. Die Konjunkturprognosen der US-Zentralbank sind positiv, die Fed rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um nur 3,7%. Diese Aussagen haben den US-Dollar auf breiter Front gestärkt. Der Greenback hat nach der PK nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors kräftig zugelegt.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
In dieser Sendung werde ich Ihnen das automatische Trading der Zukunft vorstellen und die verschiedenen Handelsstrategien erklären. Ich zeige Ihnen auch, wie Sie diese KOSTENLOS nutzen und am Forex Markt hohe Profite erzielen können. Die vorgestellten Handelsstrategien haben in den letzten 12 Monaten > +30 % Rendite erwirtschaftet. Mehr Info sowie Anmeldung hier: www.forex-sun.com

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Donnerstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1770. In der asiatischen Sitzung heute Nacht geriet der Euro weiter unter Druck. Die Händler haben den USD klar favorisiert, dadurch hat sich die frische Abwärtsbewegung weiter beschleunigt. Der Euro ist angeschlagen und es ist fraglich, ob er sich so schnell wieder erholen wird. Solange der Kurs unter 1,18 notiert, bleibe ich für den Major Short gestimmt. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass sich der neue Abwärtstrend auch heute fortsetzen wird. Die Bären wissen, dass der Euro geschwächt ist und werden weiter die Short-Seite angreifen. Aus technischer Sicht wird eine größere Korrektur möglich sein. Die Indikatorenlage hat sich nach dem gestrigen Tag verändert. Die nächste wichtige Unterstützung bei EUR/USD befindet sich bei 1,1725. Sollte diese brechen, wird der Kurs die 1,17 „big figure“ suchen. Hier sollte man vorsichtig sein und die Lage neu analysieren. Wer konservativ denkt, kann hier seine Short-Positionen schließen. Auf der Oberseite liegt der erste wichtige Widerstand bei 1,1803. Es wird für den Major nicht leicht werden, diese Marke zurück zu erobern. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,1824.

Chart zeigt den Kursverlauf des Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen