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Devisen

Euro vs US-Dollar: Warum der Euro bald korrigieren wird

Agata Janik

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am

Beispielbild für Euro Geldscheine

Der gestrige Handelstag beim Euro zum US-Dollar verlief ohne große Überraschungen. In meiner Analyse hatte ich darüber geschrieben, dass der Major kurz vor der Eroberung der signifikanten 1,1000 Marke stand. Der große Ausbruch hat auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Am frühen Morgen musste zwar der Euro noch kurzfristig nachgeben, aber es war nur ein schneller Spike auf der Unterseite, der durch die letzten Gewinnmitnahmen der asiatischen Händler verursacht wurde. Wie es im Chart (siehe unten) deutlich zu erkennen ist, hat der Kurs genau am Fibo-Level den Fall gestoppt. Es war kein Hexenwerk, den nächsten Move vorauszusehen. Die Bullen haben schon im Vorfeld auf diese Bewegung gewartet und sobald die Korrektur abgeschlossen war, wurden frische Long-Orders am Markt platziert.

Der Euro hat danach sofort wieder gegen den Dollar an Stärke gewonnen und im Chart bildete sich eine lange grüne Kerze aus. Als der Widerstand bei 1,0960 gebrochen wurde, sind sogar die Angsthasen auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Ab dann gab es für den Euro keinen Halt mehr und die magische 1,1000 Marke wurde ohne Probleme erobert. Da über 1,1000 „big figure“ viele Stopps platziert waren, hat sich eine Stopp-Lawine auf der Oberseite entwickelt, die dem Euro zusätzlichen Rückenwind verliehen hat. Gegen Mittag notierte EUR/USD schon bei 1,1029. In diesem Bereich befindet sich ein starker Widerstand, also haben die kurzfristigen Daytrader ihre Long-Positionen geschlossen, um die Gewinne abzusichern. Danach erfuhr der Euro vs USD eine Konsolidierung. Es war eine natürliche Gegenreaktion.

Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, haben die Bullen erneut die Long-Seite angegriffen. Auch dieser Versuch war erfolgreich und der Major kletterte zum zweiten Mal über die 1,1000 Marke. Im späten Handel notierte der Euro vs US-Dollar über 1,1020 und erreichte ein neues Tageshoch bei 1,1034. Der gestrige Handelstag war einer der angenehmsten in diesem Monat. Die Trends waren klar und man konnte die Bewegungen frühzeitig erkennen. Ohne großen Nervenkitzel, hat man die Möglichkeit gehabt, ein Stück vom Kuchen für sich herauszuschneiden. Nicht nur bei EUR/USD, sondern auch bei den anderen Majors gab es gestern gute Gelegenheiten, Profite zu erzielen.

Der Tagesausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell notiert der Euro vs US-Dollar bei ca.1,1006. In der asiatischen Session hat der Major eine leichte Korrektur erfahren. Die Indikatoren im kurzfristigen Bereich sind schon ausgereizt, also man kann mit einer baldigen Konsolidierung beim EUR/USD rechnen. Nach dem starken Anstieg der letzten Tage, werden die Bullen ihre Positionen schließen. Der Euro wird vermutlich kurzfristig korrigieren, bevor der nächste Angriff auf die 1,1030 Marke erfolgen wird. Wer also kurzfristig orientiert ist und gerne die Long Seite handelt, sollte eventuell die Gegenreaktion auf der Unterseite zuerst abwarten, um einen besseren Einstieg zu bekommen.

Die Bären werden heute versuchen, den Euro unter Druck zu setzen. Wenn die 1,1000 Marke unterschritten wird, kann sich frische Dynamik auf der Short-Seite entwickeln. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0971. Sollte auch diese brechen, kann der Major noch weiter bis 1,0953 fallen. Auf diesem Niveau sollte man aber nicht mehr verkaufen, da der Kurs hier auf das 50% Fibonacci-Retracement trifft. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0994. Diese Marke gilt momentan also ebenfalls als eine wichtige Unterstützung.

Kursverlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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