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Euro vs US-Dollar: Warum der Euro gestärkt in die neue Woche geht

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Diverse Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat die letzte Handelswoche mit einer leichten Aufwärtsbewegung abgeschlossen. Am Freitagmorgen haben die Bären noch einmal versucht, den Euro unter Druck zu setzen. Der Kurs ist kurzfristig gefallen und erreichte im Tief die Marke von 1,0810. In diesem Bereich konnte der Fall jedoch gestoppt werden. Die Short-Trader haben ihre Positionen geschlossen, was den Euro immer mehr entlastet hat. Anschließend konnte sich der Euro zum US-Dollar ganz gut erholen. In den Nachmittagsstunden erreichte der Major den Widerstand bei 1,0890. Die 1,0900 Marke konnte aber nicht mehr erreicht werden, da viele Trader vor dem Wochenende kein unnötiges Risiko eingehen wollten und ihre Positionen an dem Widerstand geschlossen haben.

Der Wochenausklag verlief für viele Händler erfolgreich. Die Bewegungen am Markt waren ruhig und der Euro gegen den USD konnte konstant und ohne Hektik an Stärke gewinnen. Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus werden in vielen europäischen Ländern langsam wieder gelockert. Schritt für Schritt versuchen die einzelnen Regierungen, die Wirtschaft anzukurbeln und der Bevölkerung ein Stück Normalität wieder zurück zu geben. Viele Politiker warnen jedoch, dass man weiterhin vorsichtig und achtsam die Schritte umsetzen sollte, da zu große Sprünge mit einem hohen Risiko verbunden sind. Jens Spahn betonte in seiner Rede, dass die Deutschen mit einer tatsächlichen Rückkehr zum normalen Alltag erst dann rechnen sollten, wenn ein Impfstoff verfügbar ist. Ab heute darf in Deutschland der Einzelhandel teilweise wieder öffnen.

Aber auch in anderen europäischen Ländern wie Polen oder Frankreich werden die ersten Lockerungen umgesetzt. Auch in den stark betroffenen Ländern wie Spanien und Italien melden die Experten eine leichte Entspannung, die Zahlen der Toten und Neuinfizierte gehen langsam zurück. In den USA dagegen bleibt die Lage angespannt, in manchen Teilen des Landes sind die Krankenhäuser überfüllt und das Personal überfordert. Diese Situation drückt massiv auf die Wirtschaft und damit auch auf den US-Dollar. Die Lage in Europa scheint aktuell positiver zu sein, das kann momentan dem Euro helfen, sich gegen den USD besser zu behaupten.

Euro vs US-Dollar zum Wochenstart

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca.1,0870. In der asiatischen Handelssitzung bewegte sich der Major überwiegend nur seitwärts in einer Range von ca. 20 Pips. Es ist keine Überraschung. Viele Händler halten sich noch zurück und wollen zuerst die neuen Tendenzen abwarten. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben leicht gemischt performt.

Aus technischer Sicht hat der Euro zum US-Dollar noch viel Potential auf der Oberseite. Die Indikatoren im mittelfristigen Bereich generieren wieder Long Signale. Es wird heute für den Euro von großer Bedeutung sein, ob die 1,0900 Marke erreicht werden kann. Die Chancen dafür stehen gut. Wenn es den Bullen gelingt, die 1,0900 „big figure“ zu erobern, kann es zum größeren Ausbruch auf der Long-Seite kommen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0935. In diesem Bereich kann der Kurs vorerst eine kleine Pause einlegen. Wer also konservativ orientiert ist, sollte auf diesem Niveau die Positionen schließen oder den Stopp Loss nachziehen.

Sollte wider Erwarten der Euro die 1,0900 nicht erreichen, kann es zu einer Enttäuschung am Mark kommen. Die erste signifikante Unterstützung liegt bei 1,0840. Wenn auch diese Marke brechen sollte, kann EUR/USD weiter bis 1,0815 fallen. Wie an jedem Montag ist es ratsam, die ersten Stunden geduldig zu bleiben. Der Markt muss sich nach dem Wochenende neu orientieren. Die höhere Volatilität wird am Nachmittag in der amerikanischen Session erwartet. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0859.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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