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Euro vs US-Dollar: Warum der Euro über 1,20 steigen kann

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro-Geldscheine

Wie ich in meiner gestrigen Analyse von Euro zum USD beschrieben habe, besaß der Euro zum Wochenstart viel Aufwärtspotential. Die Vermutung, dass der Major die 1,1900 Marke erobern wird, hat sich schnell bestätigt. Das haben uns die Händler in der asiatischen Session schon angedeutet, in dem sie den Euro gegen den USD leicht favorisiert haben.

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In den gestrigen Morgenstunden konnte man beobachten, dass die wichtige Unterstützung bei 1,1881 gehalten hat. Das war ein Zeichen, dass der Euro einfach nicht mehr fallen wollte. Die Bullen wurden schnell aktiv und haben frische Kauforders am Markt platziert. Das hat dem Euro frische Kraft verliehen. Die 1,1900 „big fiure“ konnte endgültig durchbrochen werden. Es hat sich im kurzfristigen Zeitfenster ein neuer Long-Trend ausgebildet, der auch die Break-Out Trader dazu motiviert hat, den Euro zu kaufen. Als der Widerstand bei 1,1943 vorerst gehalten hat, haben manche Trader ihre Long-Positionen geschlossen und der Kurs hat eine leichte Korrektur auf der Unterseite erfahren. Im Bereich von ca 1,1920 war die Gegenreaktion aber schon zu Ende. Hier wurde der Euro wieder gesucht.

Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, hat der Major weiter an Stärke zugelegt und erreichte das Niveau von 1,1966. Das war auch gestern das Tageshoch. Dieser Widerstand hat sich dann als zu stark erwiesen. Die Bullen haben es schnell gemerkt und fingen an, Ihre Gewinne zu realisieren. Der Euro geriet dadurch erneut ein wenig unter Druck. Es war aber jedem klar, es handelte sich nur um die Gewinnmitnahmen und keine größere Korrektur. Am späten Abend hat die Volatilität bei EUR/USD wieder nachgelassen. Der Kurs bewegte sich dann nur noch seitwärts.

Der gestrige Handelstag war für den Euro zum USD erfolgreich. Der Major konnte die signifikante Grenze bei 1,1900 überwinden. Der Kurs ist zum Wochenstart über 60 Punkte angestiegen. Das ist eine gute Performance und kann sich sehen lassen. Wenn man den langfristigen Chart von EUR/USD betrachtet, kann man sich schon fragen, ob es sich bei der letzten Entwicklung um eine Euro-Stärke oder mehr um eine USD-Schwäche handelt. Meiner Meinung nach ist es eine Kombination. Europa hat bis jetzt die Pandemie besser in den Griff bekommen, das stärkt die Währung. Die USA befinden sich aktuell in einer schwierigen Situation und dies nicht nur wirtschaftlich gesehen, sondern auch politisch. Das Land ist tief gespalten, es herrschen in manchen Teilen chaotische Zustände. Das schafft momentan wenig Vertrauen in die amerikanische Währung. Der Dollar wird abgewertet und verliert nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors an Wert.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Dienstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1986. In der asiatischen Session heute Nacht, konnte sich der Euro weiter durchsetzen. Es gab viel Volatilität und die Händler haben den Euro gerne gekauft. Es ist den Bullen sogar gelungen, den wichtigen Widerstand bei 1,1965 zu durchbrechen. Das war schon eine kleine Überraschung, die es zeigt, dass der Euro auch heute gegen den USD weiter favorisiert werden kann.

Natürlich wollen die Bullen so schnell wie möglich die 1,20 Marke sehen. Es ist eine wichtige psychologische Grenze, die für den weiteren Kursverlauf bei EUR/USD von großer Bedeutung sein wird. Wenn der Kurs es schafft, dieses Niveau nachhaltig zu erobern, wird sich der langfristige Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Die Chancen dafür stehen gut. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,2054. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1927.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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am

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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