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Devisen

Euro vs US-Dollar: Warum der Euro weiter steigen kann

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro-Geldscheine in Brieftasche

Der Euro zum US-Dollar hat in der letzten Handelswoche viele gute Trading-Möglichkeiten geboten. Die Volatilität war groß und man hatte viele Gelegenheiten gehabt, sowohl auf der Short als auch auf der Long-Seite Gewinne zu erzielen. Die Trading-Range war breit, so dass auch diejenigen, die etwas längerfristig orientiert waren, ihre Chancen finden konnten. Sogar die 1,19 Marke konnte kurzfristig erobert werden. Es ist dem Euro zwar noch nicht gelungen, diese wichtige psychologische Grenze nachhaltig zu brechen, doch der übergeordnete Aufwärtstrend beim Euro vs USD ist nach wie vor in Takt.

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Am Freitag in den Morgenstunden haben die Bullen erneut versucht, den Euro nach oben zu treiben. Der wichtige Widerstand bei 1,1845 wurde überschritten und die Long-Trader haben angefangen, den Euro fleißig zu kaufen. Der 420er Moving Average wurde durchbrochen und der Major hat eine neue Dynamik auf der Oberseite entwickelt. Im Bereich von 1,1871, ist dem Euro dann aber die Luft ausgegangen. Die Händler waren vor dem Wochenschluss nicht mehr gewillt, hohe Risiken einzugehen. Wer bereits auf der Long-Seite positioniert war, hat schnell seine Gewinne realisiert, um die Woche mit einer positiven Performance abzuschließen. Das hat den Euro natürlich kurzfristig unter Druck gesetzt. Der Kurs von EUR/USD ist wieder gefallen und notierte am frühen Nachmittag bei ca. 1,1830. Hier verlief zu diesem Zeitpunkt der 120er Moving Average, der eine weitere Korrektur unterbrochen hat. Danach bewegte sich der Euro zum US-Dollar nur noch seitwärts in einer engen Range von ca. 20 Pips. Die Volatilität war gering, was auch die amerikanischen Händler davon abgehalten hat, in EUR/USD zu investieren.

Der Freitag verlief also insgesamt eher ruhig. Die spektakulären Moves haben wir in den Tagen davor gesehen. Im langfristigen Zeitfenster besitzt der Euro vs USD nach wie vor noch Aufwärtspotential. Nach der letzten größeren Korrektur konnte sich der Euro wieder erholen. Das hat gezeigt, dass er weiter gegen den USD favorisiert wird. Jede Gegenreaktion auf der Unterseite wird von den Bullen dazu genutzt, frische Long-Positionen zu eröffnen. Die USA befinden sich in einer tiefen Krise. Nicht nur das Coronavirus hält das Land fest im Griff. Auch die aggressiven Demonstranten in zahlreichen Regionen und die verheerenden Brände an der Westküste sorgen für Chaos und Ratlosigkeit. Das Land ist tief gespalten und das bekommt der US-Dollar ebenfalls kräftig zu spüren.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro zum USD bei 1,1850. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht konnte der Euro leicht zulegen. Der Kurs hat den wichtigen Widerstand bei 1,1840 gebrochen. Die Volatilität ist zwar noch gering, doch das wird sich vermutlich in den nächsten Stunden ändern. Aus technischer Sicht besitzt EUR/USD ein Aufwärtspotential. Die Indikatoren im mittelfristigen Bereich sind im positiven Modus. Das wird die Bullen sicherlich dazu motivieren, die Long-Seite erneut anzugreifen. Wenn es ihnen gelingt, den Widerstand bei 1,1870 zu erobern, kann sich eine neue Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Das nächste Ziel ist dann klar die 1,1900 Marke zu sehen. Hier kann der Kurs eine kleine Pause einlegen. Über 1,1900 liegen viele Stop-Loss Orders, wenn diese gezogen werden, kann der Major dann noch weiter bis 1,1935 steigen. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1811 und dann bei 1,1802. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1846.

Grafik zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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