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Euro vs US-Dollar: Warum die 1,1000 Marke bald erreicht werden kann

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Das Euro Symbol

Wie ich in meinem gestrigen Artikel schon geschrieben habe, besitzt der Euro zum US-Dollar aktuell viel Aufwärtspotential. Im mittelfristigen Bereich (siehe Chart unten) sieht man deutlich, dass der Major einen frischen Long-Trend entwickelt. Als in den Morgenstunden der wichtige Widerstand bei 1,0920 erobert wurde, war es zu vermuten, dass sich der Euro weiter gegen den USD durchsetzen wird. Genauso ist es passiert. Die Bullen haben neue Kauforders am Markt platziert und der Major entwickelte erneut Dynamik auf der Oberseite. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, kletterte EUR/USD über 1,0970. Viele Händler haben schon damit gerechnet, dass die 1,1000 „big figure“ getestet wird. Dazu ist es aber nicht gekommen. Im Hoch notierte gestern der Euro vs USD bei 1,0994. Als der Widerstand bei 1,0995 gehalten hat, haben die Day-Trader ihre Long-Positionen glattgestellt und die Gewinne mitgenommen. Danach folgte eine leichte Korrektur. Am Abend rutschte der Kurs bis ca. 1,0970.

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Gestern wurden erneut wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht (Verbrauchervertrauen und die US-Hausverkäufe). Da die Daten gemischt ausgefallen sind, konnte der US-Dollar auch von der fundamentalen Seite keine Unterstützung erhalten. Es war gestern insgesamt ein spannender Tag am Devisenmarkt. Nicht nur der Euro, sondern auch die anderen Majors, wie das GBP (britisches Pfund), AUD (australischer Dollar) oder JPY (japanischer Yen) haben gegen den US-Dollar aufgewertet. Die Investoren verlieren das Vertrauen in die amerikanische Währung und verkaufen den US-Dollar.

Es sind zwischen den Währungspaaren Korrelationen entstanden, die das Trading angenehm gemacht haben. Wer sich mit vielen Währungspaaren beschäftigt, kann oft von solchen Marktentwicklungen profitieren. Aus diesem Grund ist es ratsam, insbesondere für Forex-Einsteiger, von Anfang an, alle Hauptwährungspaare zu verfolgen. Auch die angespannte Situation zwischen Amerika und China belastet den US-Dollar. US-Präsident Donald Trump unterstützt die Honkonger Freiheitsbewegung und droht erneut mit harten Maßnahmen gegen die Volksrepublik. Wie genau sein Plan aussehen sollte, wird er diese Woche noch der Öffentlichkeit mitteilen. Auf jeden Fall spitzt sich die Lage zwischen den beiden Ländern weiter zu und das bekommt der USD aktuell negativ zu spüren.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert EUR/USD bei ca. 1,0960. Der Major korrigiert leicht nach dem starken Anstieg von gestern. Aus technischer Sicht besitzt das Währungspaar weiterhin Aufwärtspotential. Im kurzfristigen Zeitfenster sind die Indikatoren auf der Short-Seite bald ausgereizt und werden demnächst neue Long-Signale generieren. Es waren hauptsächlich die Gewinnmitnahmen der Bullen, die den Euro zu einer Gegenreaktion auf der Unterseite gezwungen haben. Im Bereich von 1,0947 befindet sich eine wichtige Unterstützung. Es ist das 38,2% Fibonacci Retracement. Solange diese Marke hält, ist der frische Aufwärtstrend noch in Takt. Es wird von großer Bedeutung sein, ob diese Unterstützung halten kann. Sollte der Support stark genug sein, kann die Konsolidierung hier zu Ende sein. Auf der Oberseite befindet sich der nächste wichtige Widerstand bei 1,0965. Wenn es den Bullen gelingt, diese Marke zu erobern, wird klar die 1,1000 „big figure“ in den Fokus der Händler rücken. Wenn der Major genug Kraft entwickeln wird, stehen die Chancen für den großen Ausbruch über 1,1000 gut.

Sollte widererwartend die Unterstützung bei 1,0947 brechen, kann es zu einer Enttäuschung im Markt kommen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0957. Insgesamt befindet sich EUR/USD weiter im positiven Modus. Wer also den Major shorten möchte, sollte damit rechnen, dass er sich gegen den neuen Trend stellt.

Chart mit Indikatoren für Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira: Neues Rekordtief – kein Ende in Sicht?

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Rekordtief. Ist kein Ende in Sicht? Es gibt an den Aktienmärkten den Spruch „Die Hausse nährt die Hausse“. Die Rallye wird immer weiter verstärkt durch immer neue Spekulanten, die auf den fahrenden Zug aufspringen und auch kaufen. Beim derzeitigen Lira-Absturz könnte dies zu einem guten Teil auch zutreffen. Je weiter die türkische Lira fällt, desto mehr Short-Spekulanten springen auf den Zug auf.

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Türkische Lira auf dem Weg nach unten nicht zu halten?

Anfang der Woche hatten wir die Gründe für die immer weiter fallende türkische Lira bereits besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Nach mehreren Höchstständen des US-Dollar gegen die Lira bei 7,35 diese Woche liegt der Wechselkurs jetzt auf Rekordhoch bei 7,37. Im Chart sieht man den USDTRY-Kursverlauf in den letzten zwölf Monaten. Auch Euro vs Lira liegt aktuell mit 8,71 direkt am Rekordhoch!

Solange die türkische Zentralbank nicht den großen Schritt einer Zinsanhebung macht, wird sich wohl kaum etwas ändern an der Lira-Schwäche. Denn Präsident Erdogan wünscht keine steigenden Zinsen. Ganz im Gegenteil! Auch müsste grundsätzlich das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit gestärkt werden, aber dank der politischen Einflussnahme sieht es nicht danach aus.

Aktualität

Aktuell wird der Verfall der Lira noch durch verschiedene Entwicklungen verschärft. Denn oft ist es so: Versucht eine Institution einen Preisverfall durch künstliche Eingriffe zu begrenzen, bekommen die Menschen noch mehr Panik, und der Preisverfall beschleunigt sich. So auch diesem Fall? So gibt es aktuell Berichte (siehe hier FAZ), dass türkische Banken wegen des Kursverfalls der Lira inzwischen damit begonnen haben, Gebühren für Barabhebungen ausländischer Devisen zu verlangen. Alle Institute würden dem wahrscheinlich folgen. Versucht man so etwas die Bürger davon abzuhalten, sich Geld in ausländischer Währung auszahlen zu lassen?

Und gerade erst bot die Zentralbank in Ankara heimischen Geschäftsbanken teurere Finanzierungen an, in einem neuen Versuch den Rückgang der Lira zu stoppen, ohne den Leitzinssatz erhöhen zu müssen. Die Zentralbank führte am Donnerstag eine einmonatige Repo-Auktion über 20 Milliarden türkische Lira durch (2,7 Milliarden US-Dollar). Der durchschnittliche einfache Zinssatz für Kreditgeber, die Mittel erhielten, lag bei 10,96 Prozent. Das sind satte 271 Basispunkte mehr als die Benchmark der Zentralbank. Da die Bereitstellung von Liquidität zu ihrem günstigsten Zinssatz von 8,25 Prozent eingestellt wurde, indem in der vergangenen Woche einwöchige Repo-Auktionen aussetzt wurden, nahmen türkische Banken die Lira benötigten, an dieser Auktion teil und trieben mit ihren Geboten die Kosten in die Höhe.

Wie geht es weiter?

Spekulation, zu niedrige Zinsen, ein grundsätzlicher Vertrauensverlust, fehlende Touristen in der Türkei und stark schwindende Devisenreserven bilden einen Mix, der für die türkische Lira alles andere als gut ist. Es scheint zumindest derzeit so, als könne die Abwertung der Lira so weitergehen. Aber bekanntlich sind solche Szenarien ja nie dauerhaft in Stein gemeißelt.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira

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US-Dollar gegen Euro, Yen und Pfund – was ist zu erwarten?

Redaktion

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Obwohl die Devisenmärkte in den vergangenen Wochen einen kontinuierlichen Rückgang des US-Dollar verzeichneten, konnte der Greenback zuletzt wieder zulegen. Zuvor allerdings war der US-Dollar sieben Wochen in Folge gefallen.

Im Vergleich zu einem Korb von Währungen (Dollar-Index) schien die Performance des Dollar etwas stärker zu sein. Das am meisten gehandelte Devisenpaar, der Euro-Dollar, ist weiter gestiegen und markierte letzte Woche sogar ein Zweijahreshoch bei $1,1915. Dies hat sich nun als eine wichtige Widerstandsmarke erwiesen, mit einer Unterstützung bei etwa $1,1700-1,1720.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf Euro-Dollar, Dollar-Yen und Euro-Pfund – und zeigt seine konkrete Strategie, wie man diese Märkte nun handeln könnte:

Kommt nach dem Abverkauf eine Erholung beim US-Dollar?

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Devisen

Türkische Lira: Absturz geht weiter, neues Rekordtief gegen US-Dollar

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira notiert aktuell nicht nur mit einem neuen Rekordtief gegenüber dem Euro, sondern jetzt auch gegenüber dem US-Dollar. Die offenbar wochenlangen Interventionen von türkischen Geschäftsbanken vor allem bei US-Dollar gegen die türkische Landeswährung sind somit offenkundig erfolglos blieben. Die Devisenreserven schmelzen, was am Devisenmarkt für noch mehr Unsicherheit gegenüber der Türkei sorgt. Während der Euro gegen die türkische Lira letzte Woche bereits mehrere neue Rekordstände erreichte, notiert sie aktuell mit einem Wechselkurs von 8,60 fast am Hochpunkt. Bei US-Dollar vs TRY gab es im Mai bei 7,26 den Hochpunkt, der nun auch überschritten wurde mit einem aktuellen Wechselkurs von 7,32!

Die Gründe für diese Entwicklung hatten wir schon letzte Woche besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Die Zentralbanker wollen vielleicht die Zinsen anheben? Aber es geht nicht. Präsident Erdogan will möglichst niedrige Zinsen, damit die Geschäftsbanken Wirtschaft und Verbraucher mit billigem Geld versorgen können. Und so ist der Weg für eine weiter fallende türkische Lira frei. Jüngst hat Goldman Sachs eine Prognose für die Lira erneuert. Für die zeitlichen Ziele 3, 6 und 12 Monate hat Goldman für US-Dollar vs Türkische Lira die Kursziele erhöht (Lira-Abwertung) von bislang 7, 7,50 und 8 auf jetzt 7,75, 8 und 8,25.

Was kann die türkische Lira retten?

Nun ja, Präsident Erdogan könnte die Zentralbank in Ankara aus dem politischen Würgegriff entlassen. Dann könnte/würde sie vermutlich den Leitzins anheben. Aber Erdogan wird das nicht tun. Auch könnte die Türkei Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen, was die türkische Lira wohl stützen würde. Aber erstens wäre die Türkei dann Vorgaben des IWF unterworfen in Sachen Reformen. Und zweitens: Für Präsident Erdogan wäre diese Hilfe von außen wohl ein deftiger Gesichtsverlust, was er sich nicht antun möchte. Man kann es auch relativ einfach formulieren. Die türkische Lira ist derzeit einfach ein leichtes Opfer für die Spekulanten am Devisenmarkt. Es gibt gute fundamentale Gründe die Lira zu shorten, und die Spekulanten springen auf den Zug auf. Der folgende Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Verlauf der letzten zwei Jahre.

Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Kursverlauf seit 2018

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