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Euro vs US-Dollar: Warum es bald zum nächsten Ausbruch kommen wird

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

Die letzte Handelswoche verlief für den Euro zum US-Dollar sehr positiv. Der Major konnte seinen langfristigen Aufwärtstrend weiter fortsetzen und seine Dominanz gegen den USD erneut bestätigen. Die Long-Trader hatten gute Gründe zur Freude und haben dicke Gewinne eingefahren. Es war nicht sehr schwer EUR/USD zu handeln. Die Bewegungen waren klar und relativ leicht zu erkennen. Die technische Analyse hat gut funktioniert, was das Trading entspannter machte. Nicht nur gegen den US-Dollar, sondern auch gegen die anderen Majors zeigt sich der Euro aktuell als stark.

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Die Lage in Europa und den USA

Obwohl die politische Situation in Europa momentan ziemlich angespannt ist und die Einigung zu den Rettungspaketen und finanziellen Hilfen für die stark angeschlagenen Länder, wie Spanien und Italien, bis jetzt nicht gelungen ist und die EU immer tiefer spaltet, bekommt der Euro noch nicht viel davon zu spüren. Grund dafür ist vielleicht die noch schlechtere Lage in den USA. Das Land rutscht immer tiefer in eine gesundheitliche und wirtschaftliche Krise. Die Zahlen der Neuinfizierte steigen weiter dramatisch an und das Gesundheitssystem droht in manchen Teilen des Landes zu kollabieren. Auch die bevorstehenden Wahlen polarisieren die Amerikaner immer tiefer. Im November wird es sich zeigen, ob Präsident Donald Trump aus der Krise als Sieger oder Verlierer hervorgehen wird. Bis dahin wird sich in den USA wohl nicht sehr viel ändern und der Dollar wird es schwer haben, sich gegen den Euro behaupten zu können. Donald Trump hat sich schon immer einen schwachen USD gewünscht, also die aktuelle Situation am Devisenmarkt dürfte ihn freuen.

Am Freitagvormittag wurde der Euro weiter gegen den US-Dollar aufgewertet. Nachdem die wichtige Unterstützung bei 1,1375 halten konnte, haben die Bullen erneut die Long-Seite angegriffen und frische Long-Orders am Markt platziert. Der Kurs ist ohne Schwierigkeiten über die psychologische Marke von 1,1400 galoppiert und auch der 120er Moving Average, der sich zu diesem Zeitpunkt im Bereich von 1,1404 befand, konnte den Major nicht daran hindern, höhere Regionen zu erobern. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, kletterte der Kurs über 1,1440 und erreichte im Tageshoch die Marke von 1,1444. Hier ist dem Euro jedoch die Luft ausgegangen. Dieser Widerstand scheint momentan für den Euro noch eine große Hürde darzustellen. In den späten Nachmittagsstunden haben die Long-Trader ihre Positionen glattgestellt und der Euro vs USD hat eine Korrektur erfahren. Am Abend bewegte sich der Kurs bei ca. 1,1430.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei 1,1440. In der asiatischen Session heute Nacht, gab es noch nicht viel Bewegung im Markt. Die Bullen haben zwar kurzfristig versucht, den Widerstand bei 1,1440 zu durchbrechen, doch der Angriff war erfolglos. Aus technischer Sicht befindet sich EUR/USD weiter im positiven Modus. Kurzfristig kann man von kleinen Korrekturen ausgehen, doch die übergeordnete Richtung bleibt klar long. In den nächsten Stunden kann der Markt noch ruhig bleiben, weil sich viele Händler bis Nachmittag zurückhalten werden. Wer also konservativ denkt und kein unnötiges Risiko eingehen möchte, sollte noch abwarten, bis sich die neuen Tendenzen ausgebildet haben. Auf der Oberseite wartet auf den Major der erste signifikante Widerstand bei 1,1465. Sollte diese Marke überwunden werden, wird sich sehr wahrscheinlich frische Dynamik im Markt entwickeln. Als nächstes Kursziel kann man dann den Widerstand bei 1,1485 ins Auge fassen. Sollte auch diese Marke genommen werden, kann der Kurs bis 1,1495 steigen. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1440 und dann bei 1,1413. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,1414.

Der Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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