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Devisen

Euro vs US-Dollar: Was heute für den Major wichtig ist

Agata Janik

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am

Bild von 500 Euro-Scheinen

Wie ich schon in der gestrigen Analyse zum Euro angedeutet habe, befindet sich das Währungspaar momentan auf einem Scheideweg. Die signifikante Unterstützung bei 1,1035 hat in den letzten 24 Stunden gehalten, was zu einer spürbaren Enttäuschung bei den Short-Tradern geführt hat. Obwohl die Bären mehrmals versucht haben, das Niveau von 1,1035 zu knacken und auf einen baldigen Break-Out auf der Down-Side hofften, hat sich der Euro tapfer gewehrt. Nicht einmal die positiven Wirtschaftsdaten, die gestern Nachmittag aus den USA veröffentlicht wurden, konnten die europäische Leitwährung schwächen.

Natürlich, heißt das noch nicht, dass die Gefahr der weiteren Verluste schon gänzlich vom Tisch ist. Je länger jedoch der Euro gegenüber dem US-Dollar sich über die 1,10 Marke halten kann, desto besser stehen die Chancen für eine Gegenreaktion auf der Oberseite. Und das ist genau das, worauf die Long-Trader heute lauern werden. Egal, ob in der europäischen, amerikanischen oder asiatischen Session. Euro vs US-Dollar kann man rund um die Uhr handeln, da die klassischen Börsenöffnungszeiten im Forex-Markt keine Rolle spielen.

Coronavirus lässt den Euro kalt

Auch die täglich steigenden Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Patienten weltweit, haben für den Devisenmarkt kaum noch eine Bedeutung. Sogar die Aktienmärkte haben sich inzwischen an die negativen Nachrichten aus Asien gewöhnt und erfahren seit gestern eine Erholung. Es kann zwar momentan noch niemand den Schaden und die Konsequenzen, die die neue Pandemie für die Weltwirtschaft haben wird, abschätzen, trotzdem verhalten sich die Finanzmärkte ruhiger. Der Devisenmarkt lebt mehr von den kurzfristigen Schwankungen und die Nachrichten haben meistens nur eine kurze Auswirkung auf die Währungspaare.

Wie wird sich EURUSD heute verhalten?

Das Szenario von gestern bleibt immer noch aktuell, und die meisten Händler werden zuerst abwarten, wie sich der Euro gegenüber dem US-Dollar bei dem Bereich von 1,1035 weiter verhalten wird. Bricht die Unterstützung in den nächsten Stunden, werden wir wahrscheinlich tiefere Preise beobachten. Als nächstes Kursziel sehe ich dann die „big figure“ bei 1,1000. Hier sollte man wachsam bleiben, denn die 1,10 ebenfalls als eine starke psychologische Grenze gilt. Auf diesem Level kann es zur erhöhten Volatilität kommen, da in diesem Bereich viele Orders platziert werden. Sollte auch diese Hürde heute brechen, was eher unwahrscheinlich ist, wird EURUSD die nächste wichtige Unterstützung bei 1,0991 ansteuern. Hier trifft der Major auf sein letztes Monats-Tief.

Viele Händler gehen jedoch beim EURUSD von einer baldigen Erholung aus. Wenn der wichtige Widerstand bei 1,1055 erobert werden kann, wird sich das charttechnische Bild verändern und der Weg bis zu 1,1100 wird frei sein. Hier wird es sicherlich zu einem heftigen Kampf zwischen den Bullen und Bären kommen und wer gewinnen wird, bleibt abzuwarten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, für längerfristig orientierten Trader, mit einem Trailing-Stop zu arbeiten. So schützt man die Gewinne und verhindert das unnötige Risiko.

Die Lage beim EURUSD ist aktuell wirklich spannend und wir werden sehr wahrscheinlich demnächst einen größeren Ausbruch beobachten. In solchen Situationen bieten sich natürlich hervorragende Chancen, in der kurzen Zeit, schöne Gewinne einzufahren.
Egal, ob man die Long- oder Short- Seite für den heutigen Tag favorisiert, das wichtigste ist, wie immer, den kühlen Kopf zu bewahren und das Money- Management konsequent einzuhalten. Dann steht dem Spaß und Erfolg im Trading nichts mehr im Wege.

Euro vs US-Dollar Chart

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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