Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: Wie viel Kraft hat der Euro noch?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Euro Geldscheine

In der gestrigen Handelssitzung konnte der Euro zeitweise seinen Rebound fortsetzen. Am Vormittag haben die Bullen mit aller Kraft versucht, den Kurs nach oben zu treiben. Das Ziel war die Marke von 1,0900. Dieses Niveau konnte jedoch gestern nicht erreicht werden. Im Bereich von ca. 1,0885 ist dem Euro die Luft ausgegangen. Die Anschlussorders haben gefehlt und die Long-Trader haben ihre Positionen geschlossen. Es war für viele Trader ein klares Zeichen, ab jetzt die Short-Seite zu favorisieren. Der Kurs von Euro vs US-Dollar bewegte sich anschließend fast nur noch nach unten. Im Low erreichte der Major die Marke von 1,0745.

Die euphorische Stimmung an den Wertpapiermärkten gestern konnte den Euro nicht anstecken. Obwohl der DAX sensationelle 11% zulegen konnte, bewegte sich der Euro zum US-Dollar relativ wenig. Einer der Gründe dafür war sicherlich der Fakt, dass die Reaktionen an den Wertpapiermärkten emotional waren. Die Situation in Europa hat sich seit gestern nicht verändert. Die Corona-Krise ist nach wie vor da und der Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate ist für die deutsche und europäische Wirtschaft eher düster. Der DAX hat zwar gestern manche Investoren in Kauflaune versetzt, doch man sollte sich nicht täuschen. Es war eine ganz natürliche Gegenreaktion, die nach den herben Verlusten der letzten Woche früher oder später zu erwarten war. Das heißt noch lange nicht, dass die Sorgen und Ängste jetzt weg sind. Die aktuellen Wirtschaftsdaten, die uns aus dem Euroraum erreichen, sind alles andere als positiv. Gestern wurde der Einkaufsmanagerindex veröffentlicht und er ist grottenschlecht ausgefallen.

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Nicht nur in Italien sind jetzt viele Krankenhäuser völlig überfüllt und Patienten werden abgewiesen. Auch aus Spanien erreichen uns täglich traurige Nachrichten. Dort steht das Gesundheitssystem kurz vor einem Kollaps. Es fehlt an medizinischer Ausrüstung, aber vor allem immer mehr an Personal. Die dramatischen Zustände in den Seniorenheimen zeigen deutlich, dass das Land mit dem Coronavirus völlig überfordert ist. Die spanische Regierung in ihrer Verzweiflung bitten jetzt schon die NATO um Unterstützung. Dabei rechnen die Experten in den nächsten Tagen mit weiter steigenden Opferzahlen, da der Höhepunkt der Pandemie sehr wahrscheinlich noch nicht erreicht worden ist. Das wird die Stimmung beim Euro vermutlich weiter trüben.

Das mögliche Szenario beim Euro zum US-Dollar für heute

Aktuell (Mittwochmorgen) befindet sich Euro vs US-Dollar bei 1,0811. In der asiatischen Session heute Nacht konnte der Major leicht zulegen. Der Markt verhielt sich aber ziemlich ruhig und die Volatilität hat gefehlt. Die fernöstlichen Börsen zeigten sich alle von der freundlichen Seite. Der Nikkei 225 schloss den Handel mit +8,13%.

Für Euro vs US-Dollar wird es heute wichtig sein, ob der Major die Marke von 1,0800 verteidigen kann. Sollte es ihm gelingen, werden die Bullen sicherlich versuchen, den Preis weiter nach oben zu treiben. Als erstes Kursziel kann man heute den Bereich von 1,0865 ins Auge fassen. Sollte auch diese Marke brechen, wird der Kurs die 1,0900 „big figure“ sehen wollen. Hier wird aber die Luft schon dünn sein. Wer also kurzfristig orientiert ist, sollte auf diesem Niveau die Long-Positionen schließen. Sollte dagegen der Bereich bei 1,0800 gebrochen werden, werden die Bären die Short-Seite erneut angreifen. Auf der Unterseite wartet auf EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,0770 und die nächste dann bei 1,0745. Der Daily Pivot Point liegt beim Euro zum US- Dollar heute bei 1,0810.

Chartverlauf im Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

weiterlesen

Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen