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Euro vs US-Dollar: Wie wird der Euro die Woche abschließen?

Agata Janik

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am

Das Euro-Symbol

In der gestrigen Handelssitzung bewegte sich der Euro zum US-Dollar in einem ruhigen Fahrwasser. In den Vormittagsstunden pendelte der Major in einer engen Range zwischen 1,0860 und 1,0901. Die Bullen haben mit aller Kraft versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,0900 nachhaltig zu erobern. Diese Hürde hat sich jedoch gestern für den Euro als zu stark erwiesen. In dem Bereich ab 1,0895 wurden viele Short-Orders platziert, die dem Euro den Weg nach oben versperrt haben. Es war schnell spürbar, dass ab hier wieder die Bären am Zug sind. Nach der kleinen Enttäuschung wurde der Euro abverkauft. Der Kurs erreichte in seiner Korrektur im Tief die Marke von 1,0815. Diese Unterstützung wurde nur kurzfristig getestet und der Euro konnte sich anschließend wieder leicht erholen. In den Abendstunden notierte EUR/USD bei ca. 1,0860. Es war also insgesamt ein ruhiger Handelstag, an dem man auf beiden Seiten gute Gewinne erzielen konnte.

Beim Thema Coronavirus kann man in Deutschland eine positive Entwicklung erkennen. Laut Robert-Koch-Institut sinkt die „Reproduktionszahl“ erneut stark, was die Chancen auf weitere Lockerungen erhöht. Das gibt natürlich Hoffnung und sorgt für positive Stimmung auch an den Finanzmärkten. In den USA hat gestern Präsident Donald Trump auch seine Exit-Strategie der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wird ein Drei-Phasen-Plan sein. Es war überraschend, dass er wieder den einzelnen Staaten mehr Entscheidungsfreiheit zugesprochen hat. Die bösen Zungen vermuten, dass Donald Trump durch diese Taktik die Verantwortung an die Gouverneure abschieben will.

Ob man ihn mag oder nicht, egal was er momentan tut – er wird heftig kritisiert. Die US-Wirtschaft leidet unter Covid-19 massiv. Alleine im letzten Monat haben 22 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren (hier die gestrigen Daten). Das sind düstere Aussichten, die die US-Wirtschaft und auch den Dollar noch lange belasten werden. Jedem ist der alte Spruch bekannt: Wenn Amerika Schnupfen hat, hat Europa eine Grippe. In diesem Fall kann es allerdings umgekehrt werden. Die USA scheinen den Höhepunkt der Pandemie noch lange nicht erreicht zu haben. Die Entwicklung von Euro vs US-Dollar wird in Zukunft sehr von der Covid-19 Situation beeinflusst werden.

Euro vs US-Dollar vor dem Wochenabschluss

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0870. In der asiatischen Session konnte sich der Euro gegen den Dollar leicht durchsetzen. Der Handel verlief aber insgesamt ziemlich ruhig. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich von der freundlichen Seite gezeigt. Sowohl der Nikkei 225, als auch der Shanghai Composite und der Hang Seng haben grüne Zahlen geschrieben.

Beim EUR/USD erwartet uns wahrscheinlich heute auch ein ruhiger Wochenausklang. Viele Händler werden, wie üblich, vor dem Wochenende ihre Positionen glattstellen um mit einer positiven Performance die Woche abzuschließen. Wenn es dem Euro gelingt, den Widerstand bei 1,0900 wieder anzugreifen, kann es spannend werden. Damit es aber dazu kommen kann, wird der Markt frische Dynamik benötigen. Auf der Unterseite wartet auf den Major die erste wichtige Unterstützung bei 1,0842. Sollte diese brechen, werden die Bären versuchen, das letzte Tief bei 1,0815 zu erreichen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0860. Heute Vormittag werden wichtige Wirtschaftsdaten (Verbraucherpreiseindex) aus dem Euroraum veröffentlicht. Diese Nachrichten können für erhöhte Volatilität im gesamten Euro-Block sorgen. Wer heute den Euro handeln möchte, sollte auch die Entwicklung beim DAX mitverfolgen.

Kursverlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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