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Devisen

Euro vs US-Dollar: Wird der Euro den großen Durchbruch schaffen?

Agata Janik

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am

Mehrere Euro-Geldscheine

Der Wochenstart verlief für den Euro zum USD relativ ruhig. Es war insgesamt nicht viel los gestern am Devisenmarkt. Sowohl der Euro vs US-Dollar als auch die anderen Majors bewegten sich überwiegend in ruhigem Fahrwasser. Grund dafür war der Feiertag (Labor Day) in den USA. Wenn die US-Märke geschlossen bleiben, bekommen das die restlichen Börsen häufig zu spüren. Der Euro zum USD konnte am Montag nicht genügend Dynamik entwickeln, um neue Tendenzen für diese Handelswoche zu setzen. Die Händler kennen natürlich diese Situationen und halten sich gerne zurück. Das Risiko ist ihnen einfach zu groß, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als eine neue Handelswoche mit einem Verlust zu beginnen.

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In den gestrigen Morgenstunden, haben die Bullen kurzfristig versucht, den signifikanten Widerstand bei 1,1845 zu durchbrechen. Diese Hürde hat sich aber für den Euro als zu stark erwiesen. Der Kurs hat es zwar geschafft, leicht den Widerstand zu testen, doch dann haben die Anschlusskäufe gefehlt. Im Chart haben sich Spikes ausgebildet, die es angedeutet haben, dass dem Euro die Kraft nicht ausreichen wird, um höhere Regionen zu erobern.

Die enttäuschten Bullen mussten schnell ihre Long-Positionen schließen, um keine Verluste zu erleiden. EUR/USD hat direkt danach eine Gegenreaktion auf der Short-Seite erfahren. Der Kurs hat den wichtigen Moving Average 120 unterschritten, der sich auf dem Niveau von 1,1833 befand. Diese Unterstützung wurde dann zum Widerstand und konnte in der gestrigen Handelssitzung nicht mehr erreicht werden. Unter 1,1830 haben die Bären Verkaufsorders am Markt platziert und somit den Euro weiter unter Druck gesetzt. Der Kurs rutschte weiter und berührte den nächsten Support bei 1,1811. Diese Unterstützung war stark genug und hat die Short-Bewegung für EUR/USD beendet. Die Bären haben ihre Positionen wieder glattgestellt und der Euro konnte sich anschließend leicht erholen. Im Bereich von 1,1830 stieß der Kurs erneut an den 120er Moving Average, von dem er abgeprallt ist. Am Nachmittag bewegte sich der Major weiter in dieser engen Seitwärtsrange. Der gestrige Handelstag war für den Euro zum USD also insgesamt unspektakulär. Wer gestern am Markt nicht aktiv war, hat nicht wirklich etwas versäumt.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Dienstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1807. In der asiatischen Session heute Nacht, zeigte der Major ebenfalls wenig Volatilität. Kurzfristig haben die Short-Trader zwar den Kurs unter 1,1800 gedrückt, doch danach konnte sich der Euro wieder erholen und kletterte bis 1,1810. Die 1,18 „big figure“ kann heute von großer Bedeutung sein. EUR/USD steht vor seiner nächsten wichtigen Entscheidung. Wenn es den Bullen gelingt, die 1,1800 Marke zu halten, kann der große Durchbruch auf der Oberseite stattfinden. Darauf sollte man vorbereitet sein. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich dann bei 1,1845. Sollte auch diese Marke brechen, werden die Händler ihren Fokus auf die 1,19 „big figure“ legen.

Dieser Bereich gilt als eine starke psychologische Grenze. Wer also konservativ denkt, kann auf diesem Niveau seine Positionen schließen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die 1,1900 beim ersten Angriff erobert wird. Wenn widererwartend der Euro gegen den USD weiter unter Druck gerät, sollte man mit Long-Positionen vorsichtig sein. Bricht die Unterstützung bei 1,1781, kann es zu einer Enttäuschung im Markt kommen. Summa summarum: Solange sich EUR/USD über 1,1780 hält, bin ich für den Major positiv gestimmt. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1825.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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