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Euro vs US-Dollar: Wird der Euro die 1,0800 Marke heute wiedersehen?

Agata Janik

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am

Ein 20 Euro Schein

Der Euro zum US-Dollar hat einen spannenden Tag hinter sich. Der Major wurde gestern gerne gehandelt und es haben sich viele gute Chancen angeboten, Gewinne zu erzielen. Am frühen Morgen und am Vormittag haben die Bären den Euro weiter unter Druck gesetzt und der Preis ist unter die 1,0800 Marke gefallen. Obwohl diese Unterstützung eine starke psychologische Grenze war, konnten die Short-Trader die letzte Abwärtsbewegung weiter ausbauen. Sogar der wichtige Level bei 1,0778 wurde durch die neue Dynamik gebrochen. Kurz vor Mittag notierte der Euro vs US-Dollar bei 1,0754. Das war auch das gestrige Tief. Auf diesem Niveau wurde der USD aber nicht mehr nachgefragt, also haben die Bären ihre Short-Positionen mit einem dicken Plus geschlossen. Das hat den Euro wieder entlastet und der Major konnte sich danach ganz gut erholen.

Die Long-Trader haben das Potential entdeckt und setzten anschließend viele Kauforder am Markt. Das hat dem Euro frische Kraft verliehen und der Kurs ist schnell wieder über die 1,0800 „big figure“ geklettert. Am Nachmittag notierte das Währungspaar bei ca.1,0840. Zu dem schnellen Anstieg haben auch die fundamentalen Nachrichten aus den USA beigetragen. Sowohl der Einkaufsmanagerindex als auch die Verkäufe neuer Häuser sind katastrophal ausgefallen. Auch die Arbeitslosenzahlen sind um weitere 4,4 Millionen angestiegen. Das sind wirklich düstere Prognosen für Amerika, die den USD-Dollar gestern kurzfristig geschwächt haben. Als dann der Widerstand von 1,0840 bei EUR/USD gehalten hat, kam es erneut zu einer Enttäuschung am Markt und der Euro wurde wieder abverkauft. Der Kurs ist erneut stark gefallen und der Major notierte gestern Abend unter 1,0800. Der Euro zum US-Dollar hat also gestern eine echte Achterbahnfahrt erfahren. Viele Händler mögen es sehr, wenn viel Musik im Markt ist. Nach den letzten langweiligen Handelstagen war das eine schöne Abwechslung. Auch bei den anderen Währungspaaren hat man gestern viel Volatilität beobachten können. Der gesamte Dollar-Block war angenehm zu handeln.

So kann der Euro zum US-Dollar die Woche abschließen

Aktuell (Freitagmorgen) notiert EUR/USD bei ca. 1,0770. Der Markt ist noch ziemlich ruhig. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht bewegte sich der Major auch nur wenig. Es gab zwar einen Short-Versuch, doch der ist aufgrund der mangelnden Volatilität gescheitert. Danach ist der Kurs wieder in die Seitwärtsrange zurückgekehrt. Die fernöstlichen Wertpapiermärkte haben sich nur knapp behauptet. Es wird heute beim Euro vs US-Dollar interessant werden, ob der Major seine Talfahrt fortsetzen wird, oder ob es zu einem Rebound kommt. Das letzte Low bei 1,0754 wird heute für den Major sehr wichtig sein. Sollten die Bären die Short-Seite wieder angreifen und die letzte Unterstützung brechen, kann es zu einer Stop-Lawine kommen, die eine frische Dynamik auf der Unterseite auslösen wird. Kommt es dazu, wird der Euro erneut unter Druck geraten. Der nächste wichtige Support befindet sich bei 1,0735. In diesem Bereich könnte der Euro vorerst aufgefangen werden.

Wenn es dagegen dem Euro gelingt, das letzte Low erfolgreich zu verteidigen, werden die Short-Trader ihre Positionen vor dem Wochenende schließen, und der Kurs kann wieder steigen. Auf der Oberseite wartet auf EUR/USD die erste Hürde bei 1,0800 und dann bei 1,0840. Dass auch diese Marke bricht, ist heute eher unwahrscheinlich. Nicht viele Händler werden vor dem Wochenabschluss dieses Risiko eingehen wollen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,0792.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Markus Maier

    24. April 2020 10:20 at 10:20

    immer wieder wirft man dem Nachbarn (USA) den Dreck vor seiner Haustüre vor. Ich bin der Meinung, man sollte mal den Dreck vor der eigenen Haustüre ebenso beachten als den der USA. in Europa sieht es nicht besser aus, ganz im Gegenteil. Um die Long Trader zu stützen argumentiert man immer wieder mit den schlechten Daten der USA. Man sollte auch mal die Short Trader mit Argumenten gegen den Euro stützen. Aber das wird ja hier nicht gewollt. Ich bin der Meinung daß das Spekulieren mit Währungen verboten werden sollte. Eine Währung ist ein Zahlungsmittel an dessen Wert man sich ehrlich orientieren können sollte. Man traut sich Kapitalanlagen im Ausland nicht mehr zu tätigen da man einen von Tradern bestimmten Wechselkurs fürchten muß welcher durch reine Geldgier immer wieder verfälscht wird. Ein Währungskurs sollte immer fest mit der Wirtschaftskraft eines Landes verbunden sein ohne zutun eines üblen Spekulantenhaufens.

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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